40 Jahre Digital Change Made in Germany

  • Technologie-Managementberatung der Telekom wird 40 Jahre jung.
  • Große Jubiläumsfeier in Köln blickt auf digitale Erfolgstories »Made in Germany«.
  • Gründung neuer Technologie-Center angekündigt.

 

Ein »Hidden Champion« der Digitalisierung: Detecon International, deutsche Management- und Technologieberatung mit Hauptsitz in Köln, feierte am 6. Juli mit einem großen Jubiläumfest in ihren 40. Geburtstag (7.7.77) hinein. Die konzerneigene Unternehmensberatung der Telekom begleitet nationale und internationale Kunden bei der digitalen Transformation.

So stand dann auch der Abend, zu dem rund 1.000 Gäste und Mitarbeiter in die Kölner Halle Tor 2 gekommen waren, ganz im Zeichen der Digitalisierung und ihrer Herausforderungen: Kunden, Mitarbeiter und eine Reihe von Zeitzeugen teilten persönliche Erinnerungen, blickten aber auch anhand aktueller Technologien und Trends sowie ausgestellter Exponate und Projektbeispiele in Gegenwart und Zukunft der digitalisierten Welt.

Unter dem Motto »40th Summer of Digitization« wurden in den Bühnendiskussionen viele Erfolgsbeispiele aufgezeigt, die deutlich machten, »dass Deutschland mitnichten ein digitales Entwicklungsland ist«, wie Detecon-CEO Heinrich Arnold erklärte. Betont wurde, dass die Zukunft vor allem in neu entstehenden, branchenübergreifenden Ökosystemen liege, in denen industrieübergreifende Partnerschaften gefragt sind, um die ungeahnten Möglichkeiten digitaler Technologien nutzen zu können. Andernfalls würden Unternehmen auch im Internet der Dinge nur neue »Inseln« einzelner Digitalisierungsprojekte schaffen, die aber nur begrenzt Wirkung entfalten könnten. Auf dem Podium diskutierten unter anderem Digitalisierungsexperten wie Uli Huener (CINO EnBW), Dirk Müller (CIO Haniel & CEO Schacht One), Mario Pieper (CDO Bosch und Siemens Hausgeräte) sowie Nils Stamm (CDO Deutsche Telekom) und Peter Klingenburg (Geschäftsführer T-Systems Multimedia Solutions).

 

40 Jahre Detecon (von rechts nach links): Dr. Heinrich Arnold (CEO Detecon), Mario Pieper (CDO Bosch und Siemens Hausgeräte), Prof. Dr. Michael Dowling (Vorstandsvorsitzender Münchener Kreis), Uli Huener (CINO EnBW).

 

Gründung eines Digital Engineering Center angekündigt

»Jetzt, da die Internettechnologie über alle Branchen hinweg digitale Transformation forciert, sind Unterstützer wichtig, die nicht nur bei Strategien für neue Geschäftsmodelle, sondern auch beim Bau digitaler Prototypen und der abschließenden Implementierung effektiv helfen können«, hob Arnold den Mehrwert von Unternehmensberatungen hervor. Um digitale Beratungsthemen künftig noch stärker mit tiefgehender technologischer Expertise zu untermauern, gab Detecon am Abend auch die Gründung eines übergreifenden Digital Engineering Center für Cybersecurity, Data Analytics und Co-Innovation bekannt. Das Center soll am 7. September am neuen Detecon-Standort in Berlin eröffnet werden. Mittels virtueller Kollaboration sollen auch Mitarbeiter vom Hauptsitz Köln aus, wie auch allen anderen weltweiten Standorten, zu den Innovationen im Engineering Center beitragen.

»Die klassische Beratung hat ausgedient«

Obwohl sie derzeit vom Digitalisierungsboom profitiert, kommt die Beraterbranche nicht umhin, sich selbst deutlich zu verändern: Denn früher oder später ersetzen immer intelligentere Systeme, die Data Analytics und künstliche Intelligenz nutzen, die Problemlösungskompetenz der Consultants. »Die klassische Beratung hat ausgedient«, meint denn auch Heinrich Arnold im Gespräch mit dem Beratungsexperten Jonas Lünendonk. »Abgesehen davon, dass wir künftig eher teamfähige Fachexperten und empathische Ex-Unternehmer als nur Einser-Kandidaten oft selbsternannter Elite-Universitäten brauchen, bedarf es auch einer neuen Sicht auf die eigene Rolle.« Weniger umfassende Konzeptpapiere und starre, hierarchische Umsetzungsbegleitungsaufträge, sondern die passgenaue Vernetzung von Experten sei für komplexe, digitale Ökosystems wichtig. »Genau an dieser Stelle müssen Berater einsteigen, als »Match Maker«, der Projektteams optimal orchestriert und Bedarfe und Fähigkeiten zusammenbringt«, betont Arnold.

Erfinder der SMS war Detecon-Projektleiter

Der Technologiewandel und seine Potenziale prägen die Detecon von Anfang an: Noch von der Bundespost 1977 als »Deutsche Telepost Consulting« mit dem Auftrag gegründet, weltweit Beratungsleistungen zur Telekommunikation anzubieten, dehnte sich das Geschäftsfeld schnell auf Informatik, Mobilfunk und Digitalisierung aus. Ein besonderes Highlight der Firmengeschichte war das Jahr 1992: Im Rahmen des Detecon-Projekts »Digitale Mobilkommunikation« wurde sowohl der europaweite GSM-Standard im Mobilfunk festgelegt als auch das digitale D1-Mobilfunknetz der Telekom gelauncht. Im Rahmen dieses Projekts erfand das Team um Detecon-Projektleiter Friedhelm Hillebrand auch die SMS.

»So wie Detecon damals quasi als Inkubator für die spätere T-Mobile gewirkt hat, beschäftigen wir uns auch heute frühzeitig mit digitalen Technologien, die ihrer Zeit voraus sind. Hierzu gehören vor allem auch hybride Lösungen, die digitale Geschäftsservices und analoge Produkte zusammenbringen. Unser Ziel ist es, produktorientierte Geschäftsmodelle so im Internet zu verankern, dass sie auch mittel- und langfristig erfolgreich bestehen«, konstatiert Detecon-CEO Heinrich Arnold.

 

Heute ist die Managementberatung Detecon mit Standorten über den gesamten Erdball verteilt. Weltweit arbeiten rund 1.100 Mitarbeiter für das Unternehmen, in Deutschland sind es gut 900. Die Detecon erzielte in 2016 einen Umsatz von 223 Millionen Euro und damit auch ihr bislang bestes Geschäftsjahr.

 


 

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