Arbeit: Wenige arbeiten im Home Office

Durch die Digitalisierung der Arbeitswelt ist das ortsunabhängige Arbeiten scheinbar auf dem Vormarsch. Vor allem Büroangestellte, deren Arbeitsgerät der Computer oder Laptop ist, können über das Internet auch von zuhause oder aus dem Café arbeiten.

Wie unsere Infografik zeigt, ist diese Form der Telearbeit dennoch wenig verbreitet. Gerade mal 16 Prozent der arbeitenden Bevölkerung arbeiten so. Laut einer Erhebung der Initiative D21 liegt das vor allem daran, dass dieser Modus natürlich nicht in allen Berufen möglich ist, weder Paketfahrer noch der Bäcker können ihre Arbeit vom Laptop verrichten.

Allerdings scheint die geringe Verbreitung auch damit zusammenzuhängen, dass Arbeitgeber ihren Angestellten diese Form der Arbeit gar nicht ermöglichen. Das Betrifft laut der Erhebung der Initiative D21 etwa ein Viertel der Angestellten. Rund ein Fünftel der Befragten gab an, gar kein Interesse an der Arbeit von zuhause zu haben. Dyfed Loesche

https://de.statista.com/infografik/12699/wenige-deutsche-arbeiten-im-homeoffice/

 


 

Home Office: Keine Angst vor Kontrollverlust

Illustration: tookapic absmeier

  • Führungskräfte haben keine Bedenken, im Home Office die Kontrolle über Mitarbeiter zu verlieren.
  • Mitarbeiter schätzen Flexibilität, allerdings fürchtet ein Viertel schlechtere Bewertung im Home Office im Vergleich zu Kollegen, die häufiger im Büro präsent sind.
  • Home Office im Berufsalltag angekommen, Hot-Desk-Konzepte noch am Anfang.

 

In einer aktuellen Umfrage hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von Samsung Arbeitnehmer und Führungskräfte zu Konzepten der mobilen Arbeit befragt [1]. Das Ergebnis: Beide Seiten sehen im Home Office eine Chance für bessere Work-Life-Balance, ohne dass Einschränkungen in der Produktivität befürchtet werden. Führungskräfte räumen dem Thema mobiles Arbeiten sogar noch höhere Relevanz ein als Mitarbeiter und sehen als Herausforderung eher die Datensicherheit als einen Kontrollverlust über ihre Teammitglieder. Allerdings ist fast ein Viertel (24 Prozent) der Mitarbeiter besorgt, dass Kollegen, die physisch im Büro anwesend sind, besser bewertet werden als diejenigen, die von zuhause oder einem anderen Ort aus arbeiten.

In der Arbeitswelt von morgen werden sowohl Kosteneffizienz als auch Produktivitätsdruck steigen – davon gehen immerhin gut 40 Prozent der Führungskräfte und Mitarbeiter aus, wenn sie eine Prognose für die nächsten fünf Jahre abgeben sollen. Daher werten Führungskräfte neben der Mitarbeiterzufriedenheit vor allem die größere Flexibilität und Produktivität von unterwegs als entscheidende Vorteile, die mobile Arbeitsabläufe bringen können. Die Bedeutung mobiler Arbeitskonzepte wird von ihnen entsprechend hoch eingestuft: 73 Prozent der befragten Führungskräfte gaben an, dass mobile Arbeitskonzepte für ihr Unternehmen relevant sind. Davon stuften über 40 Prozent diese sogar als sehr relevant ein. Bei den Mitarbeitern schätzt ebenfalls die deutliche Mehrheit das Thema mobiles Arbeiten als wichtig für das Unternehmen ein. Als wesentlichen Faktor sehen es bislang jedoch nur 23 Prozent der Befragten.

 

Home Office weiterhin im Trend, Hot Desk noch am Anfang

In puncto flexible Arbeitskonzepte gaben fast die Hälfte der befragten Mitarbeiter an, dass Home-Office-Angebote in ihrem Unternehmen bereits etabliert sind. 36 Prozent gehen davon aus, dass die Zahl der Kollegen im Home Office auch weiterhin steigt. Vor allem Führungskräfte erwarten in den kommenden fünf Jahren einen wesentlichen Wandel hin zu flexibleren Arbeitszeiten (54 Prozent) und einen Anstieg der Arbeit aus dem Home Office (46 Prozent) heraus. Hot-Desk-Konzepte, also flexibel wechselnde Arbeitsplätze, scheinen hingegen noch nicht Realität zu sein. Nur 14 Prozent derjenigen, in deren Unternehmen Home Office etabliert ist, arbeiten im Unternehmen an wechselnden Arbeitsplätzen. Damit ist diese Form des mobilen Arbeitens in deutschen Unternehmen noch nicht verbreitet.

 

Kaum schlechte Erfahrung mit Home-Office-Angeboten

Als bereits etablierte Form des mobilen Arbeitens steht das Home Office aktuell in der Diskussion: In den vergangenen Monaten haben international verschiedene Großunternehmen eine Abkehr von Home-Office-Konzepten bekannt gegeben. Unter den für die Umfrage befragten Führungskräften gaben allerdings nur vier Prozent an, dass Home-Office-Konzepte in ihrem Unternehmen aufgrund schlechter Erfahrungen eingestellt wurden. Führungskräfte in Unternehmen, die Home-Office-Angebote bereits nutzen oder eine Einführung planen, sehen neben der Flexibilität vor allem eine bessere Mitarbeiterzufriedenheit und Work-Life-Balance als größte mögliche Vorteile. Die befragten Mitarbeiter geben der Einschätzung der Führungsebene recht: Unter den Mitarbeitern, die Home-Office-Konzepte bereits nutzen oder diese gerne nutzen würden, geben 70 Prozent an, dass der größte Vorteil in einem besseren Ausgleich von Arbeit und Freizeit liege.

 

Führungskräfte: Kontrollverlust über Mitarbeiter ist kein Thema

Die Sorge, dass mobile Arbeitskonzepte einen Kontrollverlust bedeuten könnten, haben Führungskräfte nur, wenn es um Datensicherheit geht: Gefragt nach den größten Herausforderungen mobiler Arbeitskonzepte nennen Führungskräfte am häufigsten Sicherheitsbedenken. Lediglich sechs Prozent sehen eine mangelnde Kontrolle der Mitarbeiter als Nachteil. Für die große Mehrheit (85 Prozent) der Führungskräfte macht es das Home Office nicht schwieriger, die Arbeit der Mitarbeiter zu bewerten. Dies gilt ebenso für die Faktoren Kreativität und Austausch: Fast 80 Prozent widersprechen der Aussage, dass Home Office Kreativität und Austausch im Team verhindert.

Im Gegensatz dazu denkt fast ein Viertel der befragten Mitarbeiter, dass Kollegen, die physisch im Büro anwesend sind, besser bewertet werden als diejenigen, die von zuhause oder von einem anderen Ort aus arbeiten.

 

Mitarbeiter: Kontakt mit den Kollegen weiterhin wichtig

Während der Ausgleich von Arbeit und Freizeit im Home Office als Vorteil gewertet wird, sehen Mitarbeiter als größte Herausforderung von mobilen Arbeitskonzepten im Allgemeinen das Vermischen von Privat- und Berufsleben (31 Prozent). Dies wird gefolgt von der verringerten persönlichen Interaktion mit Kollegen, die immerhin noch 19 Prozent als Herausforderung sehen. Aus Mitarbeitersicht bleibt der persönliche Austausch mit den Kollegen im Büro wichtig: so stimmen fast 45 Prozent zu, dass es Aktivitäten gibt, die persönliche Interaktion zwischen den Kollegen erfordern und nicht andernorts erledigt werden können. Lediglich zwei Prozent machen sich Sorgen, dass sich ihre Produktivität durch mobile Arbeitskonzepte verringern könnte. Bei der Auswahl der Orte für das mobile Arbeiten bleiben die Befragten eher konservativ: 65 Prozent geben an, noch nie an einem außergewöhnlichen Ort gearbeitet zu haben.

 

»Wir gehen davon aus, dass die Relevanz des mobilen Arbeitens weiter stark zunehmen wird. Damit Mitarbeiter und Unternehmen von mobilen Arbeitskonzepten gleichermaßen profitieren können, ist es aus unserer Sicht wichtig, eine Unternehmenskultur zu etablieren, die einen offenen Austausch über die Vorteile und Herausforderungen neuer, flexiblerer Arbeitsformen ermöglicht«, sagt Martin Böker, Director B2B Samsung Electronics GmbH. »Die Ergebnisse zeigen, dass heutige Führungskräfte keine Angst vor Kontrollverlust haben, wenn die Mitarbeiter nicht mehr klassisch an ihrem Büroarbeitsplatz sitzen. Die Kontrolle über Daten wird dagegen zu einem relevanten Faktor. Die Umfrage belegt erneut, dass umfassende Sicherheitskonzepte zu den Dreh- und Angelpunkten bei der Einführung mobiler Lösungen gehören sollten.«

 

[1] Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Onlinebefragung des Umfrageinstituts YouGov in Auftrag von Samsung im August 2017 unter 1.039 Arbeitnehmern und 301 Führungskräften im Alter ab 18 Jahren ermittelt. Alle Befragten waren zum Zeitpunkt der Umfrage vorwiegend im Büro tätig.

 


 

Arbeiten im Home Office: Fluch oder Segen?

Cloud-Storage, Videokonferenzen, Instant-Messenger und E-Mails: Die technologischen Entwicklungen der vergangenen Jahre haben einen enormen Einfluss auf die Gestaltung unserer Arbeitsplätze. Wie wichtig ist es heutzutage, noch in einem »richtigen« Büro zu sitzen und von den Kollegen umgeben zu sein und was sind die Vor- und Nachteile dieses Modells?

Diese und andere Fragen will die Infografik »Good Bye Büro. Home Office: Fluch oder Segen« von Because Software beantworten. Als Quellen für die Infografik dienten zahlreiche internationale Studien der vergangenen Jahre.

infografik Because Software home office quellen diverse

 http://www.because-software.com/home_office/

 

 

 

 

 

 

 

 


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