Backup- und Recovery-Software für Rechenzentren – Worauf es ankommt

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In der heutigen, von Daten getriebenen und sich rasch weiterentwickelnden Welt sind Backup und Recovery für Rechenzentren besonders sensible Themen. Daten sind mittlerweile die wertvollsten Güter und entscheidend für den Unternehmenswert, weshalb es entsprechend wichtig ist, die geeignete Software zur Sicherung dieses Schatzes zu wählen. Die Zahl der verfügbaren Lösungen ist enorm, aber nicht jede eignet sich, um die Herausforderungen zu meistern, die moderne IT-Infrastrukturen mit sich bringen. Zudem ist der Markt groß, und es gibt eine Vielzahl verschiedener Anbieter.

Worauf kommt es bei der Wahl der Backup- und Recovery-Software an? Was müssen Unternehmen beachten? Neutrale Hilfestellung können Analysten wie Gartner bieten [1]. Das Unternehmen analysiert jährlich in seinen »Magic Quadrants« den IT-Markt, darunter auch den für Backup- und Recovery-Software und identifiziert dabei zentrale Anforderungen an Lösungen für Rechenzentren, wie sie beispielsweise Commvault anbietet.

Wichtige Anforderungen laut Gartner:

  1. Eine einheitliche Codebasis: Vielfalt ist, zumindest wenn es um Datenspeicherung geht, nicht gefragt: Viele Anbieter für Datenmanagement-Lösungen bieten keine homogene Infrastruktur an. Die Lösungen bleiben Inseln, weil nicht alle Funktionalitäten integriert sind oder nur eine überschaubare Anzahl an Plattformen unterstützt wird. Lösungen, die sich nicht auf eine einheitliche Codebasis stützen, lassen den integrierten Ansatz vermissen und stellen Unternehmen auf kurz oder lang vor Probleme in Sachen Interoperabilität. Setzt der Anbieter hingegen auf eine einheitliche Codebasis, kann er passgenau liefern, was Unternehmen benötigen – egal, ob einzelne Softwarepakete oder umfassende und skalierbare Angebote für Kunden jeder Größe. Anwender können so die für sich optimalen Lösungspakete selbst zusammenstellen und bezahlen nur die Funktionalitäten, die auch wirklich benötigt werden. Eine modulare Lösung mit einheitlicher Codebasis kann bei steigenden Ansprüchen zudem einfach erweitert werden. Neben der Wahlmöglichkeit für den Kunden, erleichtert dies auch die Datenportabilität. Wenn ein Kunde sich beispielsweise zunächst nur für eine Backup- oder Recovery-Lösung interessiert, sollte er zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf andere Module wie Archivierung, Replikation, Ressourcen-Management und Content-Suche ergänzen können, ohne dass dafür weitere komplexe Integrationen nötig sind. Dies hat darüber hinaus auch den Vorteil, dass das IT-Personal keine zeitaufwendige Einarbeitung in ein neues Produkt benötigt. Die richtige Wahl der Lösung wirkt sich unmittelbar auf Betriebskosten, Administrationskosten und die Infrastruktur aus und sollte deshalb nicht nur unter kurzfristigen Aspekten betrachtet werden.
  2. Flexible Arten der Bereitstellung: IT-Landschaften werden immer vielfältiger. Grund dafür sind Trends wie Cloud Computing und Anywhere Computing, die mit steigenden Anforderungen an Datensicherheit und Compliance sowie einem enormen Datenwachstum einhergehen. Dies hat weitreichende Folgen für das Datenmanagement, die durch den Siegeszug des »Internet of Things« (IoT) noch weiter zunehmen werden. Die Frage der Bereitstellung nimmt eine noch größere Rolle ein: Egal ob on-premises, in einer öffentlichen, privaten oder hybriden Cloud, egal ob physisch oder virtuell – all diese Bereitstellungsarten haben ihre spezifischen Vorteile. Für Unternehmen zählt aber vor allem, die Daten effizient zu verwalten und einen möglichst hohen Mehrwert aus ihnen zu generieren. Wenn die eine Bereitstellungsart nicht mehr den spezifischen Anforderungen des Unternehmens entspricht, muss ein Wechsel nahtlos verlaufen. Sobald die Lösung bestimmte Clouds oder Hypervisoren nicht unterstützt, wird der Wechsel zum Problem. Deswegen ist eine Lösung nötig, die umfassende Interoperabilität ermöglicht. Zudem müssen die Anbieter schnell auf Veränderungen im Markt reagieren, um aktuelle wie künftige Trends unterstützen zu können. Nur dann sind Unternehmen auch für künftige Entwicklungen gerüstet und können die stets aktuellsten Hypervisoren oder Cloud-Angebote nutzen. Die normalerweise mit einem Wechsel der Bereitstellungsart verbundenen Risiken und Kosten sinken dadurch erheblich.
  3. Freiheit bei der Wahl der Hardware-Anbieter: Mit der Zunahme der Appliances sowie den immer umfangreicheren Workloads und Infrastrukturen werden auch die Umgebungen komplexer. Um dennoch leistungsstarkes Datenmanagement bieten zu können, ist ein vereinfachter und ganzheitlicher Ansatz notwendig, der den flexiblen Wechsel zu anderen Umgebungen ermöglicht. Sollte ein Anbieter nur eine begrenzte Auswahl an Plattformen, Speicher-Arrays oder Appliances unterstützen, sind seine Kunden ungewollt von bestimmten Herstellern abhängig. Die Folgen dieser Einschränkung können für Unternehmen äußerst zeitaufwendig und kostenintensiv sein: Wenn etwa die neue Lösung nicht in das alte System integriert werden kann oder ein Wechsel der Storage-Hardware schlichtweg unmöglich ist, da die eingesetzte Backup-Lösung nur mit einer begrenzten Auswahl an Storage-Hardware kompatibel ist. Anwender finden sich so in der misslichen Lage, entweder ihre Systeme komplett umstrukturieren oder beim bisherigen Anbieter bleiben zu müssen, was möglicherweise höhere Kosten bei schlechterem Service mit sich zieht. Mangelnde Freiheit bei der Wahl der Hardware bremst Unternehmen aus und beraubt sie der nötigen Flexibilität. Eine moderne Datenmanagement-Plattform hingegen steht der Wahlmöglichkeit nicht im Wege.
  4. Weitere Aspekte: Wie zuvor geschildert, ist Flexibilität der Backup- und Recovery-Lösungen in den sich kontinuierlich wandelnden IT-Umgebungen entscheidend. Schließlich sind sie die Drehscheibe zwischen Storage- und Cloud-Anbietern. Aber darüber hinaus sind noch weitere Fragen wichtig, um den heutigen Ansprüchen zu genügen. Erlaubt die Lösung den Anwendern, benötigte Daten selbstständig wiederherzustellen oder muss die IT-Abteilung dies für die Kollegen erledigen? Erleichtert die Lösung die Zusammenarbeit von internen und externen Teams? Kann sie wirklich Backups alle nötigen Formate wie E-Mails oder virtueller Maschinen durchführen und diese dann auch im Bedarfsfall rasch und problemlos wiederherstellen? Außerdem muss das Datenmanagement-System eine große Anzahl integrierter APIs zur Verfügung stellen, damit es sich mit vielen verschiedenen Umgebungen verbinden kann. All dies zeigt, dass die richtige Wahl sich unmittelbar auf Betriebskosten, langfristige Administrationskosten und die Infrastruktur auswirkt.

Klar ist also: Für Unternehmen hängt eine Menge von der richtigen Lösung ab. Werden jedoch wichtige Aspekte, wie die oben genannten, in die Evaluierung mit einbezogen, fällt die Entscheidung leichter. Vor allem mit Blick auf die mittel- und langfristige Planung zahlt sich eine eingehende Prüfung der eigenen Erfordernisse aus: Wächst das Unternehmen und kommen neue Strukturen hinzu, müssen Flexibilität, Interoperationalität und Skalierbarkeit ohne Mühen umsetzbar sein. So steigt der Mehrwert der eigenen Daten und unnötige Kosten werden vermieden.

Der Gartner »Magic Quadrant for Data Center Backup and Recovery Software« ist hier nach Registrierung als Download auf Deutsch verfügbar. https://discover.commvault.com/gartner-home-de.html

 

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Diese Auswahl wurde von Menschen getroffen und nicht von Algorithmen.

 

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