Behörden optimistisch hinsichtlich der Vorteile von Smart Cities

Untersuchung in den USA: Positive Erwartungen an das Internet der Dinge und Smart Cities überwiegen.

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Regierungsstellen und Behörden haben durchweg positive Erwartungen an den zukünftigen Nutzen und Wert von Smart-City-Lösungen. Das ergab jetzt eine Untersuchung von CompTIA, einem IT-Branchenverband.

Laut Studie »Building Smarter Cities« erwarten fünfzig Prozent der befragten Mitarbeiter von kommunalen, Landes- und Bundesbehörden, dass das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und damit Smart Cities definitiv den Bürgern und den Mitarbeitern im öffentlichen Sektor einen Nutzen bringen werden. Weitere 39 Prozent sagen, dass sie wahrscheinlich einen Nutzen bieten werden.

Verbesserte Entscheidungsfindung

»Der größte Nutzen ist in ihren Augen eine verbesserte Entscheidungsfindung aufgrund neuer oder aussagekräftigerer Daten«, kommentiert Christina Allmeroth, Senior Manager, Business Development, Deutschland, Österreich und Schweiz von CompTIA. »Auch wenn die Erhebung in den USA durchgeführt wurde, zeigt sie doch eine überaus positive Grundhaltung gegenüber der Einführung von Smart Cities, was wir in Deutschland in Gesprächen ähnlich wahrnehmen.«

Mitarbeiterproduktivität und Kosteneinsparungen

Mitarbeiterproduktivität und Kosteneinsparungen durch effizienter organisierte betriebliche Prozesse – beide in enger Verbindung zu datengestützter Entscheidungsfindung – rangieren als zweit- und drittwichtigste Faktoren für den Wertbeitrag von Smart Cities. Um diese Ziele zu erreichen, ist es entscheidend, in Mitarbeitertrainings und Technologien zur Workflow-Optimierung zu investieren.

Öffentlich-private Partnerschaften

Mitarbeiter im öffentlichen Sektor beobachten aufmerksam die Marktentwicklungen, aber auch die Herausforderungen bei der umfassenden Einführung von Smart-City-Lösungen, z. B. Investitions- und wiederkehrende Kosten, Sicherheit, Komplexität und Interoperabilität. »Selbst die technikaffinste IT-Abteilung einer Behörde kann sich bei der Integration der unterschiedlichen Systeme sehr schnell in unbekanntem Terrain wiederfinden«, bemerkt Allmeroth. »Ein Smart-City-Pilotprojekt, das von der internen IT gemanagt wird, kann sich rasch als nicht beherrschbar herausstellen, wenn es nach der Pilotphase ausgerollt werden soll.«

In einigen Fällen können öffentlich-private Partnerschaften hilfreich sein, um Wissensdefizite oder auch die eingeschränkte zeitliche Verfügbarkeit der Mitarbeiter auszugleichen. Bei anderen Gelegenheiten stützen sich die Kommunen auch auf Anbieter von IT-Lösungen oder Managed Services.

»Wir erwarten schon bald Smart-Cities-as-a-Service-Betreiber im Markt, deren Know-how von IT-Unternehmen kommt, die Erfahrungen in der Integration unterschiedlicher Technologien und Schnittstellen, von Cloud Computing, Daten und Sicherheitsaspekten haben«, sagt Allmeroth.

Der Einfluss von IoT und Smart Cities wird beim Abfallmanagement, bei Energieversorgungsnetzen und -unternehmen sowie bei der öffentlicher Sicherheit bereits spürbar. In den nächsten zwei bis vier Jahren werden Smart Cities und IoT eine zunehmende Bedeutung in diesen Bereichen erlangen. Hinzu kommen das Verkehrswesen (72 Prozent der Befragten erwarten das), sowie Parks, Erholungsgebiete und Umwelt (ebenfalls 74 Prozent).

[1] Die Daten für die CompTIA-Studie »Building Smarter Cities« wurden in einer Online-Befragung von 172 Behördenmitarbeitern mit Entscheidungsbefugnis IT-Bereich im Juni und Juli 2016 erhoben. Die Studien ist kostenfrei erhältlich unter: https://www.comptia.org/resources/building-smarter-cities?cid=download.

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