Big-​Data-​Trends

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Big Data wird in immer mehr Fachbereichen eine Rolle spielen, weil immer mehr Geschäftsprozesse datengetrieben sein werden. Deswegen spielt es für die Anbieter generell eine große Rolle, ihre Offerings für bestimmte Branchen zu spezialisieren.

In-Memory und Hadoop-as-a-Service

Eine anhaltend hohe Bedeutung werden In-Memory-Technologien haben. Sie helfen den Anwendern, verschiedene datenintensive Applikationen zu beschleunigen, indem die Speicherlatenz reduziert wird. Wir werden die verschiedenen software- und hardwaregetriebenen Ansätze verfolgen. Experton rechnet auch mit einer leicht steigenden Bedeutung von Services rund um den Betrieb von In-Memory-Lösungen. Anwender wollen hier stärker als vielleicht in anderen Bereichen gern den kompletten Betrieb als Service. Deswegen werden auch Offerings wie der Aufbau und Betrieb von Hadoop-Clustern als Service (auch als Cloud Service) eine Rolle spielen. Die Anwender können hier auch mit geringen finanziellen Risiken die Erweiterung ihres Geschäfts hin zu datengetriebenen Geschäftsmodellen und die datengestützte Verbesserung vorhandener Prozesse angehen.

Data-Management / Enterprise Search und Semantic Search / Datenbanken

Dabei werden diese neuen In-Memory-Datenbanken und sogenannte NoSQL-Datenbanken zu ganz alltäglichen Tools werden. Spannend wird es, hier zu beobachten, ob und wie die Anwender in den nun entstandenen »Datenbergen« tatsächlich etwas wiederfinden. Datenmanagement wird hier eine wichtige Aufgabe werden. Enterprise Search in sehr großen Datenmengen und die semantische Analyse sehr großer Datenmengen werden hier noch zulegen. Hier rücken auch einige Anbieter auf den deutschen Markt vor, die sich bisher in Übersee getummelt haben.

Supercomputing

Auch die Entwicklung im Supercomputing spielt hier eine Rolle. Nach einigen recht ruhigen Jahren in der Top-500-Liste ist es eigentlich wieder einmal Zeit für einen kleinen Ruck, der durch das Supercomputing-Land geht.

Bewegtbildanalysen und Industrie 4.0

Ein Beispiel wäre die Auswertung von Bewegtbildern (Videos), was nicht mehr nur den »zuständigen Organen« vorbehalten bleiben muss: Die Bewegung von Arbeitern und Maschinen oder auch von autonomen Systemen untereinander liefert spannende Einsichten und damit zahlreiche Verbesserungsansätze. Hier werden sich zunächst die Technologien entwickeln müssen, damit die Anwendungen schnell folgen können. In diesem Zusammenhang bekommt auch die Analyse von anderen Maschinendaten eine weiter wachsende Bedeutung.

Visualisierung und Self-Service-BI

Die Themen Datenvisualisierung und Self-Service-BI werden sich einander noch stärker annähern. Hier ist es besonders wichtig, dass die Lösungen mit Branchen-Know-how oder – wie es neuerdings heißt – mit Domänenwissen ergänzt werden. Die Branchenausrichtung steht dabei in einem starken Gegensatz zum heute oft vorzufindenden One-size-fits-all-Approach (der bei Cloud Services hingegen völlig richtig ist). Deswegen wird es auch weiterhin unterschiedliche Sichten auf die Themen Big Data und Cloud geben.

E-Health

Eine Branche, für die Domänenwissen und entsprechende Lösungen ganz wichtig sind, wird das Gesundheitswesen sein. Expertons Big-Data-Analysten sehen hier vor allem die professionellen Lösungen im Fokus, während die diversen Armbänder und Gadgets für Social Media und Consumer Electronics auch hierzulande wichtiger werden.

Operational Intelligence (datengetriebene Entscheidungsunterstützung)

Innerhalb von BI/BA hat sich, aufgrund der Möglichkeit zur Verarbeitung sehr großer Datenmengen, inzwischen eine eigene Sparte für die datengetriebene Entscheidungsunterstützung – Operational Intelligence – entwickelt. Aktuelle Betriebsabläufe werden also durch die Analyse von Datenströmen beeinflusst. Das kann zum Beispiel das Kampagnen-Management eines Handels-Portals oder Web-Shops sein. Operational Intelligence wird Big Data etwa mit Trendthemen wie dem Social Enterprise verknüpfen.

Holm Landrock, Experton Group

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