Editorial

Sicherheit! Sicherheit? Fingerabdrücke in den Händen von Hackern

Zu keinen anderem Thema in der Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie – und die Themen­viel­falt ist in der IT beileibe nicht gering – bekom­men wir so viele Presse­mit­tei­lun­gen in die Redak­tion, wie zum Bereich der IT-Sicherheit. Leider sind es meist Erfolgs­mel­dun­gen die man auf das Konto der Cyber­kri­mi­nel­len verbu­chen muss. Da werden hunderte von Millio­nen sensi­bler Daten­sätze bei den großen…

Durch Software definiert

Weniger Aufwand bei der Imple­men­tie­rung und dem Betrieb der Netzwerke, Server und Speicher; das ist es, was sich die IT-Verantwortlichen wünschen. Software-defined Server, Sofware-defined Storage und nun auch Software-defined Networ­king sind die Bausteine für das Rechen­zen­trum der Zukunft, dem Software-defined Datacen­ter.

Inter­es­san­ter­weise findet die Hinwen­dung zu »Software-defined« bei vielen Unter­neh­men zunächst aus der Motiva­tion heraus statt, die Lebens­dauer der Server, der Speicher oder der Switche zu verlän­gern. Das lässt sich mit dem software-definierten Ansatz auch hervor­ra­gend reali­sie­ren, ist aber zu kurz gesprun­gen.

Der zweite, und wesent­li­chere Grund hat mit der langfris­ti­gen Strate­gie der Reduzie­rung der Komple­xi­tät zu tun …

Trends, wohin man blickt

Compu­ting Everyw­here, Inter­net der Dinge, lernfä­hige Systeme, digitale Trans­for­ma­tion, digitale Ököno­mie, innova­tive Daten­ana­lyse, Big Data, intel­li­gente Maschi­nen, Softwarero­bo­ter, Cloud Compu­ting, Software-Defined-Networking, Software-Defined-Datacenter, skalier­bare Weban­wen­dun­gen, risiko­ba­sierte Sicher­heits­maß­nah­men, Bring Your Own Device, Bring Your Own Identity, Smart Connec­ted Products, Indus­trie 4.0, Subscrip­tion Economy, ultra-personalisiertes Marke­ting, Omnichan­nel Commerce, Weara­bles, 3D-Druck, Geotain­ment, Fachkräf­te­man­gel, mobile Arbeits­kräfte, Work-Life-Balance, …

Das sind nur einige der Trends die für die IT von Bedeu­tung sind oder die durch die IT erst gestal­tet werden. Ich verfolge nun seit über 30 Jahren die Entwick­lung in der Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie. Die ITK-Branche war immer eine der Innova­tivs­ten in der Wirtschaft. Es mangelte nie an Neuent­wick­lun­gen und Trends, es wurde nie langwei­lig. Was sich aber zurzeit abzeich­net kommt einer Wirkungs­ver­stär­kung der letzten zehn Jahre gleich. Noch nie mussten Unter­neh­men gleich­zei­tig so viele Trends beobach­ten und sich für die zukünf­ti­gen Entwick­lun­gen wappnen…

Kühler Kopf statt fiebriges Herz

Das Rechen­zen­trum ist das Herz eines jeden Unter­neh­mens, so kolpor­tiert man. Doch dieses Herz ist oft alt und leidet regel­mä­ßig unter fiebri­gen Anfäl­len, also unter zu hohen Tempe­ra­tu­ren. Noch weit über die Hälfte der Rechen­zen­tren (60 Prozent) wartet mit einem Power Usage Effec­tiven­ess (PUE) von 2,0 und schlech­ter auf. Das bedeu­tet, für jedes Kilowatt an Rechen­leis­tung muss nochmals ein Kilowatt nur für die Kühlung, Klima­ti­sie­rung und die Strom­ver­tei­lung aufge­wen­det werden. Dabei sind techni­sch heute Rechen­zen­tren mit einem PUE von 1,2 reali­sier­bar.

Wolkige (Un)Sicherheit

Die Cloud, oder besser das Cloud Compu­ting, hat unbestreit­bar Vorteile was mehr Flexi­bi­li­tät, Skalier­bar­keit und Kostenkon­trolle ­anbelangt. Zudem sind die Verbes­se­rung der Effizi­enz, der IT-Sicherheit sowie die Verein­fa­chung des IT-Betriebs im Unter­neh­men oft gute Argumente für den Einsatz einer Cloud-­Lösung. Letzt­lich resul­tiert die Entschei­dung für die Cloud in den Kosten­vor­tei­len dieses Ansat­zes.

Mit BI die IT im Griff

Kaum ein Bereich in der IT, und erst recht nicht außer­halb der IT, kann in den letzten acht Jahren ein CAGR von 11 Prozent vorwei­sen. Zweistel­li­ges Wachs­tum jedes Jahr ist eine klare Ansage, dass Business Intel­li­gence einen immer höheren Stellen­wert einnimmt. Systeme, die auf der Basis inter­ner Kosten- und Leistungs­da­ten sowie exter­ner Markt­da­ten in der Lage sind, das Manage­ment in seiner planen­den, steuern­den und koordi­nie­ren­den Tätig­keit zu unter­stüt­zen, liegen voll im Trend.

Outsourcing: Lotterie des Vertrauens

IT-Outsourcing ist kein Selbst­läu­fer mehr. Vorbei sind die Zeiten, in denen die Ausla­ge­rung gewis­ser IT-Funktionen an spezia­li­sierte Provi­der automa­ti­sch zu Kosten­ein­spa­run­gen und Effizi­enz­ge­win­nen geführt haben. Ein unfle­xi­bler Dienst­leis­ter, der wegen der Vertrags­bin­dung für zusätz­li­che Services hohe Gebüh­ren verlan­gen kann, ist eher kontra­pro­duk­tiv. Es ist nicht mehr damit getan, darauf zu vertrauen, dass umfang­reich formu­lierte SLAs alle Eventua­li­tä­ten abfan­gen könnten.

Angemessene Sicherheit

Die Lage der IT-Sicherheit ist proble­ma­ti­sch. Die Attacken auf Privat­an­wen­der, Behör­den und Unter­neh­men nehmen an Raffi­nesse und Menge weiter perma­nent zu. Cyber-Kriminelle haben meist finan­zi­elle Beweg­gründe und nehmen dabei verstärkt die Wirtschaft ins Visier. Unter­neh­men aller Größen­ord­nung sind durch Wirtschafts­spio­nage, Konkur­renz­aus­spä­hung oder Cyber-Erpressung betrof­fen.

Die sichere Cloud

Man kann zu Edward Snowden stehen wie man will. Seine Lands­leute wollen ihm wegen Geheim­nis­ver­rat den Prozess machen, sofern sie seiner habhaft werden. Für die von der NSA-Affäre ausspio­nier­ten Bürger der restli­chen Welt aber hat der Whist­leb­lo­wer einen unschätz­ba­ren Dienst erbracht. Er hat das unglaub­li­che Ausmaß des Daten­ab­griffs im globa­len Inter­net und den Kommu­ni­ka­ti­ons­net­zen öffent­lich gemacht.

Trends, Trends, Trends – wohin man blickt

Der Jahres­wech­sel und die Cebit sind an und für sich immer beliebte Gelegen­hei­ten sich mit den Trends des kommen­den Jahres oder gar Jahre zu beschäf­ti­gen. Dieses Mal findet eine inter­es­sante Aufspal­tung statt. Zum einen werden die Trends des letzten Jahres wie Big Data, Cloud Compu­ting, Sicher­heit, Mobility oder BYOD einfach fortge­schrie­ben. Das muss ja nicht schlecht sein und bedeu­ten, dass den Trend-Scouts und Marketing-Spezialisten nichts Neues einfällt. Eine gewisse Konstanz sorgt für Ruhe und die Chance sich etwas gelas­se­ner mit den tatsäch­li­chen Entwick­lun­gen zu beschäf­ti­gen.