Cloud-Prognosen für 2018

2017 war ein spannendes Jahr für Clouds. Künstliche Intelligenz, Serverless Infrastructure, die neue Datenschutzgrundverordnung, IoT und Industry Clouds standen überall auf der Agenda. Doch was steht für die Cloud als nächstes an?

 

Alex Fürst, Vice President DACH bei Rackspace, stellt folgende Prognosen für 2018 auf:

Sicherheit, rechtliche Rahmenbedingungen und der Aufstieg von Managed-Security-Service-Anbietern

Mit der Einführung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union stehen Sicherheits- und Datenschutzthemen 2018 weiter im Fokus und damit verbunden die Wichtigkeit und Notwendigkeit für die Zusammenarbeit mit erfahrenen Anbietern von Managed-Security-Services. Um die Regelungen der DSGVO einzuhalten, benötigen Unternehmen umfassendes Know-how in Kombination mit technischen Kontrollmöglichkeiten, mit denen sie nachweisen können, dass sie die Gesetze einhalten. Durch die hohen Kosten hierfür und den Mangel an Fachwissen nutzen viele Unternehmen die Cloud, auch wenn sie früher vielleicht gedacht haben, dass sie es alleine schaffen.

Anbieter von Managed-Security-Services, die aufgrund ihrer Erfahrung und ihren Best Practices ihren Kunden helfen können, die DSGVO einzuhalten, sind daher gute Berater, um mit Ressourcen und Expertise zu unterstützen. Unsere Kunden schätzen, dass wir hier jederzeit das aktuelle Fachwissen haben und in diesen Feldern immer auf dem neuesten Stand sind – denn darauf sind wir spezialisiert. Die Frage ist nicht mehr, ob man »in der Cloud« weniger sicher ist – sondern, ob Kunden die Zeit, Energie und Ressourcen haben, um alle Anforderungen alleine zu meistern.

Wenn es um Multi-Cloud-Sicherheit und die Einhaltung der rechtlichen Verordnungen geht, werden sich 2018 viel mehr Unternehmen an Managed-Security-Service-Anbieter wenden.

Industriespezifische Clouds werden zur Norm für viele Branchen

Nachdem Multi-Clouds 2017 in vielen Unternehmen üblich geworden sind, werden auch industriespezifische Clouds der Normalfall werden. Branchen wie Gesundheit und Finanzen, aber auch Energie, Biotechnologie und Handel, haben spezielle Anforderungen, erfordern bestimmte Plattformmerkmale und müssen mit den unterschiedlichsten gesetzlichen Vorgaben konform gestaltet sein. Daher suchen Unternehmen sich nun verstärkt die Cloud-Plattformen, die genau auf ihre Branche zugeschnitten sind. Durch Verbände und Industriebündnisse, die auf das Teilen und Verbreiten von Informationen ausgelegt sind, werden wir hier eine steigende Nachfrage sehen. Dazu werden mehr Cloud-Service-Anbieter Angebote entwickeln, die von vornherein branchenspezifische Features, rechtliche Voraussetzungen und erforderliche Zertifikate bieten.

Die Art, wie wir die Cloud nutzen, wird sich ändern

Das Wesen der IT ändert sich ständig. Mit Blockchain, maschinellem Lernen und Internet of Things wird sich nicht nur das verändern, was wir in der Cloud tun, sondern auch wie und wo wir die Cloud verwenden. Ein Beispiel ist die jüngst von Rackspace und Hewlett Packard Enterprise angekündigte erste Managed Private Cloud, bei der nutzungsbasiert abgerechnet wird. Diese Verbindung der Kosteneffektivität einer Public Cloud mit der Sicherheit und Performance einer Private Cloud, von Experten verwaltet und als Service abgerechnet, wird die Cloud in weitere Branchenfelder tragen, in denen Firmen bislang gezögert haben, manche Prozesse in die Cloud zu verlagern. Wandel bleibt also eine Konstante – aber egal, wie die IT-Anforderungen der Unternehmen sind oder sein werden: sie unterstützt Organisationen dabei sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren und neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen. Das stellt einen wirklichen Mehrwert für die Zukunft dar.

 


 

Ausmisten und Pläne schmieden – 5 Denkanstöße für eine moderne IT-Infrastrukturumgebung

 

Das neue Jahr hat begonnen. Doch bevor man sich in neue Abenteuer stürzt, sollte man zurückzublicken und sich mit den verändernden Kundenbedürfnissen sowie technologischen Anforderungen der digitalen Transformation auseinandersetzen. Um künftig wettbewerbsfähig zu bleiben, sollten Unternehmen die eigenen Geschäftsmodelle sowie die Infrastruktur – cloudbasiert oder on premises – hinterfragen, ihre Prozesse anpassen und sich an den Einsatz neuer Technologien heranwagen.

Laut einer Studie von Crisp Research ist sich der Großteil der Entscheider im Mittelstand einig, dass eine Cloud-Plattform alleine nicht alle unterschiedlichen Anwendungsszenarien bedienen kann. Demnach sehen 47,4 Prozent die Hybrid-Cloud und 30,4 Prozent die Multi-Cloud als favorisierte Modelle. Auch IDC in seiner aktuellen Studie herausgefunden, dass bei vielen Unternehmen erheblicher Modernisierungsbedarf der IT-Infrastruktur besteht.

Doch wo sollten Unternehmen beim Aufbau einer moderne IT-Infrastruktur anfangen und wie dabei vorgehen?

Zurückblicken und vorausschauend planen

Bevor Unternehmen mit den Vorbereitungen auf das neue Jahr beginnen, sollten sie auf das vergangene zurückblicken: Wie viele Ausfälle waren zu verzeichnen, wie lange dauerten sie und was lief dabei falsch? Was hat gut funktioniert? Fehler und fehleranfällige Prozesse lassen sich so entdecken, bevor sie erneut Probleme verursachen. Wichtig ist aber auch, vorausschauend zu planen und zu erwartende Spitzenzeiten vorherzusehen. Denn eine Website kann die entsprechenden Anforderungen nur erfüllen, wenn die Kapazitäten der Infrastruktur im eigenen Rechenzentrum oder in der Cloud darauf vorbereitet wurden.

Rechtzeitig compliant sein

Ab Mai 2018 müssen alle Unternehmen, die persönliche Daten von EU-Bürgern speichern oder verarbeiten, die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) einhalten. Unternehmen müssen vor allem drei Faktoren berücksichtigen, wenn sie rechtzeitig compliant sein wollen:

  • Durch Lückenanalyse sollten sie ihre aktuellen Fähigkeiten umfassend untersuchen und diese mit den neuen Compliance-Anforderungen vergleichen. Damit erkennen sie schnell vorhandene Lücken.
  • Es gibt keine »Einheitslösung für alle Fälle«. Compliance ist häufig ein Prozess und umfasst verschiedene Komponenten, wobei Technologie, Richtlinien und organisatorische Punkte zu berücksichtigen sind.
  • Unternehmen sollten Sicherheitslösungen wählen, die eine Erkennung von Gefahren, Datenschutz und schnelle Reaktionen bei Vorfällen ermöglichen.

Unternehmen benötigen hier tiefgehendes Wissen der Materie, verbunden mit technischen Kontrollmöglichkeiten, mit denen sie nachweisen können, dass sie die Gesetze einhalten. Anbieter von Managed-Security-Services, die bereits Systeme aufgebaut haben und ihren Kunden helfen können, die DSGVO einzuhalten sind daher gute Berater, um Ressourcen und Expertise in Unternehmen abzufangen.

Sicherheit überprüfen

Die sich heute ständig verändernde Bedrohungslandschaft erfordert, die Security-Maßnahmen permanent zu überprüfen. Durch einen mehrschichtigen Sicherheitsansatz, unter anderem mit Firewalls und Verschlüsselung, können nur berechtigte Personen auf wichtige Daten zugreifen. Unerlässlich ist auch die Schulung der Mitarbeiter zu grundlegenden Maßnahmen für den Schutz der Unternehmensdaten – wie die Geheimhaltung der Zugangsdaten oder das Ignorieren verdächtiger Mails und Links.

IT-Kompetenzen fordern und fördern 

Um auf die digitalen Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können, müssen Unternehmen Innovationen vorantreiben. Daher sollten sie prüfen, ob ihre internen IT-Kompetenzen dafür ausreichen und wie sie an das nötige Fachwissen gelangen. Dies umfasst nicht nur strategisches und operatives Know-how im Bereich Business-Technologie, Governance oder Sicherheit, sondern auch das Beherrschen neuerer Technologien wie DevOps. Gefordert wird auch zunehmend, planerische und unternehmerische Kompetenzen einzubringen, da die IT-Abteilung heute eng mit dem Unternehmenserfolg verbunden ist.

Die Zukunft vorbereiten 

Bei der Digitalisierungsstrategie eines Unternehmens sollte die Neuausrichtung der IT-Infrastruktur an erster Stelle stehen. Dabei gilt es – bei Bedarf mit unabhängigen, externen Beratern – neue Wege zu finden und zu definieren, wie die IT-Umgebung im Unternehmen für die Zukunft aufgestellt sein soll. Dazu gehört auch ein gutes Zusammenspiel in Multi-Clouds oder Hybrid Clouds, um den optimalen Nutzen daraus zu ziehen. Oberste Priorität sollte aber immer haben, auf die individuellen Anforderungen des Unternehmens einzugehen und die IT-Infrastruktur so zu gestalten, dass sie jederzeit an neue sich künftig ändernde Prozesse und Anforderungen angepasst werden kann.

 


 

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