Controlling: 70 % der Unternehmen benötigen jedes Jahr zwei oder mehr Monate für ihre jährlichen Planungsaktivitäten

Umfrage zeigt, dass 43 % ihre Budgetierungs-, Forecasting und Planungsdaten manuell erfassen; weniger als ein Drittel arbeiten mit spezialisierten CPM- oder BI-Tools.

foto-cc0-pixabay-startupstockphotos-planung

Die neueste Analytics-Maturity-Umfrage, die von der FP&A Trends Group durchgeführt und von prevero gesponsert wurde, untersucht, inwieweit Mitarbeiter aus Controlling-Abteilungen für ihre Finanzplanungs- und Finanzanalysetätigkeiten unterstützende Business-Analyse-Tools einsetzen. Das Ergebnis besagt, dass fast 70 % der Unternehmen mehr als zwei Monate für ihre jährlichen Planungsprozesse benötigen, und dass weniger als ein Drittel spezialisierte CPM- und BI-Tools verwenden, um diese Arbeiten zu unterstützen. Hinzu kommt, dass 43 % der befragten Unternehmen angeben, dass sie mehr als die Hälfte ihrer Budgetierungs-, Forecasting- und Planungsdaten manuell erfassen.

Keine vorausschauenden Entscheidungen

88 % der befragten Unternehmen befassen sich überwiegend mit dem Ergebnis-Reporting; sie analysieren, was in der Vergangenheit geschehen ist. 72 % setzen ihre Business-Analyse-Tools ein, um herauszufinden, warum ihre Ergebnisse wie berichtet ausgefallen sind. »Das Problem dabei ist, dass diese Systeme nach innen gerichtet und zumeist auf die Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden fokussiert sind. Folglich ergeben sich an der Stelle nicht genügend Informationen für das Management, um vorausschauende Entscheidungen treffen zu können«, so ein Sprecher von FP&A Trends.

Planungs- und Analysezyklen sind rückwärts gerichtet

»Die neue FP&A Trends-Umfrage zeigt ganz klar, dass zu viele Unternehmen in jährlichen Planungs- und Analysezyklen verhaftet sind, die rückwärts gerichtet sind und die Vergangenheit betrachten. Das ist die eigentliche Herausforderung. Die meisten Controlling-Abteilungen sind in ihren Finanzplanungs- und Analysetätigkeiten leider nicht so beweglich, wie sie es eigentlich sein müssten und wie es das Business heute mehr und mehr fordert«, so Alexander Springer, CEO und Mitbegründer von prevero. »Die Umfrage hat auch ergeben, dass 40 % der Finanzabteilungen mehr als sieben Tage benötigen, um einen Forecast zu erstellen. Das wiederum erstaunt wenig, wenn man sich vor Augen hält, dass sich mehr als die Hälfte in Sachen Planungs- und Analysetätigkeiten auf herkömmliche Tabellenkalkulationen verlassen. Die FP&A Trends-Recherche zeigt, dass CFOs, deren Unternehmen nicht über geeignete CPM- und BI-Lösungen verfügen, oftmals einen klaren Nachteil haben.«

Analytics-Maturity-Modell

Das in London ansässige FP&A Board ist ein Non-Profit-Forum und besteht aus erfahrenen Praktikern; es wird von Larysa Melnychuk geleitet, Geschäftsführerin der FP&A Trends Group. Aufgabe dieser Organisation ist es, Finanzabteilungen bei der Einführung von Business Analyse-Tools zu unterstützen und die jeweils nächsten Schritte festzulegen. Hierzu wurde ein fünfstufiges Analytics-Maturity-Modell entwickelt, das die Finanz-, Planungs- und Analysetätigkeiten von der Anfangsphase über die Entwicklungs- und Definitionsphase bis hin zu den erweiterten und führenden Phasen mit Punkten versieht. Die Umfrage hat ergeben, dass drei von vier befragten Unternehmen sich laut Analytics-Maturity-Modell noch in der Anfangsphase befinden. Hier werden noch einige Anstrengungen erforderlich sein, um den Planungsprozess umzustellen.

Hier geht es nach Registrierung zum Download der Umfrage-Ergebnisse: http://media.prevero.com/acton/media/18544/global-fpa-survey-results


Integrierte Unternehmensplanung – Reifegrad deutschsprachiger Unternehmen 2016

Planungsprozesse im Unternehmen effektiv verbessern

Neues Business-Intelligence-System ermöglicht effizientere Planungsprozesse

Interview mit Alexander Springer – Budgetierungssaison

Ressourcenmanagement und Kapazitätsplanung: Lösungen für das Ressourcendilemma

Studie: Deutsche Unternehmen gehen die Digitalisierung endlich an

Investitionen in die digitale Transformation

Controlling-Prozesse bei Fertigern unzureichend realisiert

Mit agiler Vorgehensweise – Ergebnisorientierte Unternehmenskultur in vier Schritten

Risikomanagement als Wettbewerbsvorteil – Jeder ist seines Glückes Schmied

Weitere Artikel zu

Schreiben Sie einen Kommentar