Das erste deutsche Rechenzentrum von OVH in Limburg – Sicher und energieeffizient

Seit 2010 brauchen die neuen OVH-Rechenzentren keine Klimaanlagen mehr. Die Lösung »30 % Luftkühlung + 70 % Flüssigkeitskühlung = 0 % Klimaanlagen« wird in sämtlichen neuen Rechenzentren in Frankreich, Kanada und nun auch in Deutschland umgesetzt.

FRA1 – das ist der Code für das erste deutsche Rechenzentrum der OVH Gruppe, welches Anfang Juli 2017 in Limburg (Nähe Frankfurt) eröffnet wurde. Dort sollen auf einer Fläche von 4.000 Quadratmetern langfristig bis zu 45.000 Server stehen.

Deutschland ist ein strategisch wichtiger Markt. OVH entschied sich insbesondere aus zwei Gründen für den Standort Deutschland. Zum einen ist Deutschland einer der wichtigsten IT-Märkte weltweit. Zum anderen ist sowohl auf Kunden- als auch auf Interessentenseite die Nachfrage nach einem deutschen Rechenzentrum mit europäischem Datenschutz und sicherheitsrelevanten Zertifizierungen immer noch sehr hoch.

Für OVH sind vor allem der Mittelstand sowie der Enterprise Markt sehr interessant. Um diesen noch besser zu bedienen, wird OVH auch in Deutschland noch weiter wachsen und in Berlin und Köln zwei neue Standorte mit je 1.000 Quadratmetern Bürofläche eröffnen. Darüber hinaus wird die bestehende Niederlassung in Saarbrücken weiter um- und ausgebaut sowie ein kleineres Büro am Rechenzentrumstandort in Limburg.

Maximale Sicherheit – auch in Limburg. Mit dem umfassenden Rechenzentrumskonzept, das OVH entwickelt hat, ist höchste Sicherheit gewährleistet. So betreibt OVH auch das Datacenter in Limburg vollständig in Eigenregie. Nur akkreditierte Mitarbeiter haben physischen Zugang zu den Servern. Zudem wird das Rechenzentrum von einem eigenen Sicherheitsdienst bewacht. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Sicherheitssysteme wie Bewegungsmelder, Überwachungskameras und biometrische Zugangskontrollen. Die Sicherheitskonzepte von OVH sind mehrfach zertifiziert: Die Bereitstellung und der Betrieb von dedizierten Cloud-Computing-Infrastrukturen in Roubaix beispielsweise nach ISO 27001:2005. Die Norm bestätigt die Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards für den Schutz sensibler Daten. Außerdem wird die Sicherheit der Dedicated Cloud durch die Zertifizierungen nach SOC 1 Typ II (SSAE 16 und ISAE 3402) sowie SOC 2 Typ II bestätigt. Sie gewährleisten die Umsetzung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Zusammenhang mit der Rechnungslegung und der Sicherheit des Informationssystems. Diese Standards werden auch in Limburg angewendet werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist eine zuverlässige Stromversorgung: Sie ließ sich in Limburg besonders einfach sicherstellen, da sich in unmittelbarer Nähe des Rechenzentrums ein Umspannwerk befindet. Zusätzlich wurde eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) mit Batteriebetrieb und Diesel-Aggregat installiert. Auf diese Weise kann im Fall eines Stromausfalls ein nahezu unterbrechungsfreier Übergang zwischen Normal- und Notbetrieb hergestellt werden. Die Stromversorgung ist damit fast durchgehend redundant.

Rekordverdächtige Ökobilanz. Eine weitere Besonderheit des ersten deutschen Rechenzentrums von OVH ist die Energieeffizienz. Mit Hilfe eines selbstentwickelten Watercooling-Systems (Flüssigkeitskühlung für Server) läuft der Betrieb ohne energieintensive Klimatisierung – der Einsatz von Klimaanlagen entfällt. Das System funktioniert so: Im Innern der Server befindet sich die Flüssigkeitskühlung, die an wärmeintensiven Komponenten (wie Prozessoren) vorbeigeleitet wird. Dabei nimmt sie etwa 70 Prozent der Wärme auf. Die erwärmte Flüssigkeit wird aus den Gehäusen gepumpt und nach außen abgeführt. Installierte Wärmetauscher sorgen dort dafür, dass sie wieder abkühlt. Für dieses System wurden viele Kilometer an Schläuchen und Rohren verbaut. Es ist ebenfalls redundant konzipiert und nutzt zur Pumpensteuerung abwechselnd mehrere Geräte. Das Rechenzentrum in Limburg erzielt insgesamt einen PUE-Wert (Indikator für die energetische Wirksamkeit eines Rechenzentrums) unter 1,2.

Das Efficiency Project »30 % Luftkühlung + 70 % Wasserkühlung = 0 % Klimaanlagen« der OVH Datacenter wurde auch von KKR im Rahmen des Eco Innovation Award mit dem zweiten Platz und einer ehrenvollen Erwähnung ausgezeichnet (https://green.kkr.com/award/). Das integrierte Konzept von OVH reduziert durch sein äußerst energieeffizientes Design den Energiebedarf des Rechenzentrums erheblich und minimiert damit die Auswirkungen auf die Umwelt.

Das Konzept wird umso relevanter, wenn man sich vor Augen führt, dass das prognostizierte Wachstum des Energieverbrauchs in Rechenzentren eine, wenn nicht sogar die Schlüsselherausforderung für RZ-Betreiber darstellt.

OVH kann dank dieses innovativen Kühlsystems nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch seine Energiekosten halbieren. Das freut die Umwelt und den Nutzer, denn die Einsparungen werden auf den Preis der Server umgelegt.


Dr. Jens Zeyer,
Marketing & PR Executive
bei OVH Germany

 

 

 

Illustration: © Kudryashka, Fine Art /shutterstock.com0

 


 

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