Das Problem adressieren: autonome Technologien brauchen neue Standortdaten

  • Über ein Drittel der Adressen führen nicht zur Eingangstür.
  • Infolgedessen sind 73 % mit Problemen konfrontiert, wenn sie Lieferungen annehmen oder ein Taxi bestellen, und 51 % müssen Rückfragen von Dienstleistern beantworten.
  • Die Kartierungs- und Navigationstechnologie wird durch das herkömmliche Adressierungssystem eingeschränkt.
  • Ein Drittel der Personen sind offen dafür, ein vollständig neues Adressierungssystem zu testen.

 

 

Die Geschwindigkeit des technologischen Fortschritts wird laut einer Studie des Technologieunternehmens what3words durch die aktuellen schlechten und ungenauen Adresssysteme eingeschränkt.

Postalische Adressen sind nicht mehr geeignet, da sogar die derzeit existierenden Technologien eine spezifischere Art der Angabe von Standorten erfordern.

Die Analyse einer Umfrage unter 1.000 Verbrauchern in Deutschland zeigt, dass nur ein Drittel (33 %) der herkömmlichen Straßenadressen direkt zur Eingangstür eines Gebäudes führen, der Großteil gibt hingegen nur ein Gebäude, eine Straße oder in einigen Fällen nur einen bestimmten Bereich an [1].

 

Dies stellt für die Zukunft von quirligen Mega-Citys mit Lebensmittel liefernden Drohnen und autonomen Fahrzeugen ein riesiges Problem dar.

Die Adressen, wie wir sie heute kennen, sind eine relativ neue Erfindung, und Hausnummern gibt es erst seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts; sie sind eine Folge der für Postsysteme, Besteuerung, Zensus und Wehrdienst erforderlichen Bürokratie.

Aber seitdem ist die Weltbevölkerung von einer Milliarde Menschen auf 7,6 Milliarden im Jahr 2017 angestiegen, und es leben mehr Menschen in Städten als je zuvor. Die städtische Bevölkerung wächst weiterhin, und es wird davon ausgegangen, dass sie sich in den nächsten 40 Jahren verdreifacht.

Ungeeignete Standortangaben müssen überarbeitet werden

»Das vielversprechende Aufkommen von autonomen Fahrzeuge zeichnet sich ab, aber es ist nur schwer denkbar, wie diese neue Technologie durch die aktuelle Art der Kommunikation von Standortangaben unterstützt werden kann«, so Chris Sheldrick, Mitbegründer und CEO von what3words. »Fahrerlose Autos müssen sich vollständig auf supergenaue Daten verlassen können, um sicherzustellen, dass sie am richtigen Ort ankommen.«

»Man preist uns eine fahrerlose Zukunft an, in der wir in ein autonomes Taxi einsteigen und ihm sagen können, wohin wir fahren möchten, und dann am richtigen Ort abgesetzt werden. Aber das alles wird nur möglich sein, wenn wir die derzeit verwendeten ungeeigneten Standortangaben überarbeiten.«

Satellitennavigationssysteme sind ungenau

Selbst heute sind postalische Adressen für die aktuellen Satellitennavigationssysteme, die Kraftfahrer nutzen, nicht genau genug. Über 96 % der befragten deutschen Kraftfahrer nutzen Satellitennavigationssysteme, aber beinahe ein Fünftel der Fahrer (19 %) kommt bei der Eingabe von postalischen Adressen am falschen Ort an.

»Das Problem beim Eingeben von Adressen in ein Navigationssystem liegt darin, dass Anschriften vielerorts kompliziert und recht lang sind, und dass es den gleichen Straßennamen oft mehrfach in derselben Gegend gibt, sagt Alexander Nediger, Head of Cooperation & Innovation Management, Daimler AG. »Adressen leiten außerdem ein Fahrzeug nur zu einem bestimmten Gebäude, nicht aber zu einem spezifischen Ort, wie etwa dem richtigen Eingang oder Parkplatz. Drei-Wort-Adressen sind einfach und benutzerfreundlich; sie erlauben es Autofahrern, ein klar definiertes Ziel einzugeben und darauf zu vertrauen, dass sie immer am richtigen Ort ankommen.«

 

Es wurde auch prognostiziert, dass autonome Technologien die Logistikbranche revolutionieren werden, mit fahrerlosen Einheiten wie Drohnen und autonomen Bodenfahrzeugen mit Paketfächern, die in zehn Jahren 80 % aller Artikel liefern sollen [1].

Und aufgrund der Nachfrage der Verbraucher nach Lieferungen am selben Tag im Rahmen des E-Commerce-Booms werden Kurierdienste, Taxiunternehmen und sogar Fastfood-Lieferdienste präzisere Standortdaten benötigen, wenn sie die immer weiter ansteigenden Standards der Verbraucher erfüllen und ihre Prozesse optimieren wollen.

Beinahe drei Viertel (73 %) der Verbraucher geben an, dass die Lieferfirmen Probleme haben, ihre herkömmliche Privat- oder Geschäftsadresse zu finden, und über die Hälfte (51 %) ist gezwungen, Rückfragen von Personen zu beantworten, die sich verfahren haben und versuchen, sie zu finden.

3-Wörter-Adressen

what3words ist eine globale Adressierungslösung, die den gesamten Globus in 57 Billionen Quadrate mit einer Seitenlänge von drei Metern aufgeteilt und jedem Quadrat eine eindeutige 3-Wörter-Adresse zugeordnet hat.

Geräte mit Sprachsteuerung werden schnell zu einem wichtigen Teil von Heim und Fahrzeug, aber das Aussprechen herkömmlicher Adressen führt häufig zu Fehlern und Missverständnissen. Spracherkennungssysteme können beispielsweise kaum zwischen 15 Ammanford Road und 50 Ammanford Road unterscheiden.

Wenn man beim Autofahren 3-Wörter-Adressen ausspricht, ist dies eine bequemere und präzisere Möglichkeit zum Erreichen eines Zielorts. Man vermeidet Probleme aufgrund ähnlich klingender Adressen und ermöglicht es dem Benutzer, bei Veranstaltungen und an Gebäuden an einem bestimmten Eingang anzukommen. In Deutschland geben 37 % der Befragten an, dass sie Probleme haben, von ihrem im Auto integrierten System verstanden zu werden, oder dessen Programmierung schwierig finden.

Beinahe zwei Drittel (64 %) der von what3words Befragten geben an, dass sie von einem präziseren Adressierungssystem profitieren würden, und über ein Drittel (36 %) wäre offen dafür, eine vollständig neue Art der Adressierung zu testen.

 

 

[1] Basierend auf dem Folgenden:
»Parcel delivery: The future of last mile« (Paketlieferungen: Die Zukunft der letzten Meile), McKinsey & Company, September 2016, <https://www.mckinsey.com/~/media/mckinsey/industries/travel %20transport %20and %20logistics/our %20insights/how %20customer %20demands %20are %20reshaping %20last %20mile %20delivery/parcel_delivery_the_future_of_last_mile.ashx> (19. Februar 2018)
Die Umfrageergebnisse basieren auf einer OnePoll-Befragung unter 1.000 Verbrauchern im Alter von 18 bis 70 Jahren in Deutschland.

 

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