Dauerbrenner Desktop-PC: trotz Technikfortschritt (noch) unersetzbar

Ob faltbare Smartphones, ultra-leichte Tablets oder Handys mit integrierter KI – jeden Monat fluten Hersteller den Elektronik-Markt mit Produktneuheiten. Doch wer glaubt, dass mobile Endgeräte den Desktop-PC vertreiben, irrt. Laut einer repräsentativen Umfrage von reichelt elektronik im März 2018 haben sich 71 Prozent der Deutschen noch nicht von ihrem Desktop-PC getrennt. Warum hängen viele noch an ihrem Arbeitsplatzrechner? Und welche Herausforderungen birgt die Zukunft für Endgeräte?

Ein Kommentar von Frank Gerwarth, Produktmanager bei reichelt elektronik:

 

Desktop-PCs sind vielseitig einsetzbar

Vor allem bei der Ansicht und Bearbeitung von Fotos kann der Arbeitsplatzrechner durch die Größe des Monitors punkten. Auch die Bearbeitung von Dokumenten wird durch zusätzliche Hardware wie Tastatur und Maus wesentlich erleichtert. Leidenschaftliche Gamer oder Bastler bevorzugen den Desktop-PC, bieten sich hier doch mehr Möglichkeiten, Komponenten wie Grafikkarte, Festplatte oder Arbeitsspeicher auszutauschen und zu verbessern. Bei Spielen oder grafikintensiven Darstellungen ist der Arbeitsplatzrechner weiterhin durch seine Leistungsstärke mobilen Endgeräten überlegen.

Der Trend geht zu mobilen Endgeräten

Auch wenn der PC nach wie vor eine Daseinsberechtigung hat, zeigt die Umfrage, dass sich der Trend eindeutig in Richtung mobile Endgeräte entwickelt. So greift mit 89 Prozent der Großteil der Befragten am liebsten zum Smartphone, 64 Prozent besitzen ein Tablet oder Convertible. Der Vorteil liegt auf der Hand: mit mobilen Endgeräten ist man jederzeit und überall up to date. Streaminganbieter machen es möglich, das Smartphone oder Tablet bei Sportevents oder anderen Medienereignissen zum mobilen Fernseher umzufunktionieren. Um sich dieser Entwicklung anzupassen, arbeiten Hersteller kontinuierlich daran, die Geräte immer leichter, leistungsstärker und robuster zu gestalten.

Herausforderung für die Zukunft

Auch für das Innenleben der Geräte werden Hersteller neue Lösungen finden müssen. Speicherplatz und Prozessor der Mobilgeräte werden durch das stetig wachsende Datenvolumen von Videos, Fotos und anderen Dateien herausgefordert. Und auch beim Konsum längerer Inhalte, wie etwa bei Sportereignissen, kann der Prozessor des mobilen Endgeräts der limitierende Faktor sein. Die Folge: Übertragungslatenzen oder Unterbrechungen des Streams, die zu Unmut beim Empfänger führen.

Im Bereich der Mobilgeräte tut sich also einiges. Noch kann aber ein Smartphone oder Tablet einen Desktop-PC nicht vollständig ersetzen, daher sollte man für eine gewisse Zeit noch davon absehen, den PC in den Keller oder auf den Schrottplatz zu verbannen.

 


 

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