Die drei goldenen Regeln für sicheres autonomes Fahren

Functional Safety und Cyber Security sind die Bedingungen für verlässliche Sicherheit im autonomen Automobil.

 

Die Technologie- und Innovationsberatungsgesellschaft Invensity hat die drei wichtigsten Bedingungen für uneingeschränkt sicheres autonomes Fahren definiert. Die drei goldenen Regeln der Sicherheit im vernetzten Automobil lauten: Software muss verlässlich alle Bereiche des Automobils kontrollieren, das Zusammenspiel diverser Automobil-Software untereinander muss gegen mögliche Angriffe von außen abgesichert werden und schließlich muss künftig auch der Unsicherheitsfaktor Mensch stärker im autonomen Sicherheitskonzept Berücksichtigung finden.

 

Vielschichtige Aufgabe

»Je mehr Software im Automobil steckt, desto vielschichtiger ist die Aufgabe, Sicherheit im selbst fahrenden Auto zu schaffen«, erklärt Paul Arndt, Leiter des Kompetenzbereichs Cyber Security bei Invensity. Manipulationsversuche Dritter müssen sowohl im Auto, als auch im Zusammenspiel mit anderen Fahrzeugen oder der Umwelt ausgeschlossen werden. Vor allem fordert Arndt allerdings eine bessere Verzahnung von Functional Safety Management und Cyber Security: »Für die genannten Probleme gibt es bekannte Lösungen, jedoch wird deren Umsetzung eine der größten Veränderungen in der Automobilbranche, nämlich den Wandel von einer maschinenbau-geprägten Industrie hin zu einer durch Software geprägten Industrie, abschließen. Dies wird es erforderlich machen, viele Wege die bereits eingeschlagen wurden, zu Ende zu gehen, aber auch bisher ungewohnte Vorgehensweisen und Methoden werden in der Branche Einzug halten müssen« so Arndt.

 

Cyber Security und Functional Safety

Generell formen Cyber Security und Functional Safety die bestimmenden Dimensionen der Sicherheit im Automobil. Letztere meint den Schutz der Umwelt vor dem Fahrzeug. Cyber Security definiert den Schutz des Fahrzeugs vor der Umwelt. »Vor allem mit der Umsetzung von Cyber Security stehen wir noch ganz am Anfang. Manipulationen der Software im Automobil können nicht längst noch nicht ausgeschlossen werden«, warnt der Experte für Cyber Security.

Dabei ist der kontrollierte Einsatz von Software im Automobil für den Fahrer überlebenswichtig. Schon der Einsatz von Licht, Bremsen und Scheibenwischern muss verlässlich überwacht und gesichert werden. Dazu kommen mögliche Sicherheitslücken durch eine wachsende Anzahl von Schnittstellen wie Routenplanung oder die Verbindung mit anderen Fahrzeugen, beispielsweise als Hilfe für optimiertes Parken.

»Immer mehr Software im Auto sorgt vor allem dafür, dass das Automobil die Branche wechselt. Statt Maschinenbau wird das Auto immer mehr zur softwaregeprägten Industrie. So lange dieser Wechsel noch nicht in den Köpfen aller Beteiligter vollzogen ist, kann sicheres Autonomes Fahren keinen Erfolg haben«, fasst Arndt zusammen.

www.invensity.com

 


 

Hier folgt eine Auswahl an Fachbeiträgen, Studien, Stories und Statistiken die zu diesem Thema passen. Geben Sie in der »Artikelsuche…« rechts oben Ihre Suchbegriffe ein und lassen sich überraschen, welche weiteren Treffer Sie auf unserer Webseite finden.

 

Cybercrime größte Gefahr für autonomes Fahren

Autonomes Fahren: Können die Deutschen loslassen?

Autonomes Fahren: Interessiert, aber nach wie vor skeptisch

Autonomes Fahren: Knackpunkt Sicherheit

Rollende Daten: Informationen sind der Treiber für autonomes Fahren

Autonomes Fahren: Markteinführung erst ab 2029

E-Autos, autonomes Fahren: Was wollen die Deutschen wirklich?

Jedes zweite Automobilunternehmen erwartet Durchbruch für autonomes Fahren bis 2030

Weitere Artikel zu