Dieser IT-Infrastruktur-Trend kommt 2017 auf den Mittelstand zu

foto-cc0-pixabay-insspirito-infrastrukturNicht nur Großunternehmen sind damit konfrontiert, dass ihre Netzwerkinfrastruktur zunehmend beansprucht wird. Auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) gehen täglich mit wachsenden Dateigrößen um, setzen cloudbasierte Dienste ein und erleben durch den anhaltenden Trend zum Einsatz von Mobilgeräten sowie steigendem Daten-Traffic bei Video- und Broadcast-Streaming enorm wachsende Datenmengen. Wie Großunternehmen müssen KMU auf diesen Trend reagieren – verschlafen sie es, rechtzeitig aufzurüsten, drohen Performance-Engpässe im Netzwerk, die geschäftskritische Arbeitsabläufe gefährden.

Klar ist also: Der große IT-Infrastruktur-Trend für KMU in 2017 ist es, eine leistungsfähige Netzwerk-, Wireless-und Storage-Infrastruktur aufzubauen. Dieser zentrale Trend kann in drei entscheidende Komponenten unterteilt werden: 10Gigabit, 11ac Wave 2 und NAS der nächsten Generation. Netgear, ein Anbieter von Netzwerkequipment, fasst wichtige Informationen zu diesen Themen zusammen.

  1. 10-Gigabit-Ethernet: Unternehmen beugen Performance-Engpässen vor, indem sie 10-Gigabit-Ethernet umsetzen. Doch es halten sich hartnäckige Fehlinformationen zu der Technologie. So lässt sich 10-Gigabit-Ethernet nicht mehr nur über Glasfaser umsetzen: Mit den richtigen Switches kann 10G auch über bestehende Kupferverkabelungen realisiert werden – Kupferlatenz und Stromverbrauch wurden gesenkt. Einschränkungen gibt es lediglich bei der Reichweite, hier schlägt Glasfaser Kupfer. Die Kupfer-Reichweiten liegen bei Cat5e bei bis zu 30-45 m, Cat6 bis zu 55 m und bei Cat6A/Cat7 bis zu 100 m. Ein weiteres Gerücht betrifft die Kosten: 10-Gigabit ist auch für KMU erschwinglich geworden, weil Anbieter mittlerweile kosteneffiziente 10G-Kupfer-Switches anbieten, die zudem keine neue Verkabelung erfordern. 10G ist somit nicht mehr nur Großunternehmen vorbehalten.
  2. 11ac Wave 2: Der IEEE-Standard 802.11ac bietet Unternehmen großes Leistungsvermögen. Doch selbst wenn ein Unternehmen 11ac Wave2 Access Points einsetzt, kann es sein, dass die Leistung nicht voll verfügbar ist, weil das angebundene 1-Gigabit-Netzwerk zum Bottleneck wird. Dem können IT-Abteilungen sehr einfach vorbeugen: Entweder setzen sie darauf, den Multi-Gigabit-Ethernet-Port am Access Point mit bis zu 2,5 GBit/s Datendurchsatz über ein einziges Kabel mit einem 2,5/5-GbE-Multi-Gigabit-Switch, wie dem Netgear ProSAFE M4200, zu verbinden. Oder sie kombinieren zwei 1-Gbit/s-Ethernet-Ports zu einer LAG (Link Aggregation Group) und schaffen so eine 2-Gbit/s-Ethernet-Verbindung.
  3. NAS der nächsten Generation: Daten sind für moderne Unternehmen der Rohstoff schlechthin. Umso wichtiger ist es, Daten so zu sichern, dass sie je nach Bedarf geteilt werden können, von überall zugänglich und vor dem Katastrophenfall geschützt sind. Leistungsfähige NAS sind allein deshalb unabdingbar, weil es inzwischen auch bei der Verfügbarkeit von hochauflösenden Bildern, HD-Videos und die allgemein steigenden Datenmengen um Schnelligkeit und Zuverlässigkeit geht. Unternehmen sollten darauf achten, skalierbare NAS mit leistungsstarken Prozessoren, erweiterbaren Speichern und entsprechenden Speicherkapazitäten für Datensicherung, File Sharing und Synchronisation bereitzustellen. Bitrot-Schutz gegen den schleichenden Verlust von einzelnen Bits sollte ebenso vorhanden sein, wie eine, in die Firmware integrierte, Disaster-Recovery-Lösung. Dort, wo maximale Performance beim Dateizugriff und Redundanz gefordert sind, sollten NAS mit 10G Ports in Erwägung gezogen werden (z. B. ReadyNAS 626X).

Die moderne Wirtschaft ist datengetrieben. Wollen KMU nicht den Anschluss an die globale Konkurrenz und zeitgemäßes Arbeiten verpassen, müssen sie auf die weiter steigende Netzwerk- und Netzwerkspeicherbelastung reagieren. Rüsten KMU jetzt auf, sind sie auch für die wachsenden Datenmengen von 8,6 Exabyte in 2015 auf rund 40 Exabyte im Jahr 2020 gerüstet.


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