Digitale Transformation – Business-IT-Alignment ermöglicht neue Geschäftsmodelle

Eins-zu-eins-Kundeninteraktion, neue Serviceoptionen und Umsatzpotenziale: Die digitale Transformation eröffnet Riesenchancen, erfordert aber auch einen organisatorischen Kraftakt. Immer mehr CIOs erkennen die Bedeutung eines nahtlosen Business-IT-Alignment.

Die Gretchenfrage für Entscheider in der digitalen Transformation lautet: Wie können wir auf der Basis neuer Technologien kundennahe Geschäftsmodelle schaffen? Und das besser und schneller als der Wettbewerb?

In drei Schritten zur Digitalstrategie.

Zuerst gilt es, das bestmögliche Business-IT-Alignment herzustellen, also die IT-Organisation an den Geschäftsfähigkeiten des Unternehmens auszurichten. Bei der Vorbereitung hilft ein bewährtes Management-Tool: die Capability Map (Abbildung 1).

Abbildung 1: In drei Schritten zur serviceorientierten IT-Organisation.

Abbildung 1: In drei Schritten zur serviceorientierten IT-Organisation.

Das Werkzeug hilft, wichtige Fragen frühzeitig zu beantworten. Bevor das bestehende Geschäftsmodell verändert wird, prüft der CIO/IT-Leiter zunächst, ob die bestehenden Business Capabilities dem neuen Geschäftsmodell auch tatsächlich gewachsen sind oder eventuell noch wesentliche Fähigkeiten fehlen. Das Ergebnis ist eine umfassende Übersicht aller künftig benötigten Geschäftsfähigkeiten (Abbildung 2).

Abbildung 2: Die Capability Map macht Geschäftsfähigkeiten transparent.

Abbildung 2: Die Capability Map macht Geschäftsfähigkeiten transparent.

In einem zweiten Schritt bewertet der CIO/IT-Leiter dann die einzelnen Bereiche nach qualitativen Kriterien wie Reifegrad und Ertrag. Es entsteht ein klares und umfassendes Bild der Geschäftsfähigkeiten. Auf dieser Basis lassen sich in einem dritten Schritt schließlich Optimierungsmaßnahmen ableiten und anstoßen.

Servicierung ermöglicht neue Geschäftsmodelle. Die Geschäftsmodelle werden sich im Zuge der digitalen Transformation in verschiedene Richtungen weiterentwickeln. Der gemeinsame Nenner ist das Customer-First-Prinzip: Unternehmen stellen künftig den (einzelnen) Kunden konsequent in den Mittelpunkt ihres Handelns.

Ein Beispiel: Angenommen, ein IT-Servicedienstleister unterstützt einen Kunden mit etwa 20 Anwendern. Er installiert IT-Komponenten, konfiguriert das Netzwerk und stellt dessen Verfügbarkeit sicher. Seine Kunden melden Störungen noch klassisch via Telefon oder Mail: Sämtliche Geräte- und Softwaredaten müssen dabei aufwendig abgefragt werden. Oft wissen die Kunden nicht einmal, welche Software gerade aufgespielt ist. Und vor allem: Die Anfrage lässt sich nicht systematisch erfassen. So gehen Informationen leicht verloren oder fehlen lange.

Digitalisierte Prozesse vereinfachen den Ablauf enorm: Eine Configuration Management Database (CMDB) mit integrierter Discovery-Funktion und ein Ticketing-System machen das gesamte Servicemanagement agiler und effektiver. Der Dienstleister durchleuchtet per Scan die IT-Landschaft des Kunden, erstellt automatisch eine Liste aller vorhandenen Software- und Hardwarekomponenten. Das Störungsmanagement läuft einfach über Systemtickets, die alle wichtigen Grundinformationen enthalten. Ein erneuter Systemscan verdeutlicht komplexere Zusammenhänge und Ausfälle. Entsprechend schnell kann der IT-Dienstleister die jeweilige Situation analysieren und helfen. Und nicht zuletzt auch seine Services einfach und effizient skalieren und dadurch mit gleicher Manpower mehr Kunden betreuen.

IT-Organisation effizienter aufstellen. Diese kundenorientierte Neuausrichtung schlägt auch auf interne Prozesse durch. Eine wesentliche Business Capability der IT-Organisation ist darum das Demand Management – die Aufnahme der Kundenanforderungen sowie deren Analyse und interne Abstimmung. Digital automatisierte Prozesse und ein Serviceportfolio sind dafür ein Muss.

Ist das Business-IT-Alignment sichergestellt, lauten darum die wichtigsten Fragen: Welche Abläufe lassen sich automatisieren? Welche Services können wir Kunden über ein zentrales Serviceportal zur Verfügung stellen?

Um die Servicierung abzuschließen, ist ein letzter Schritt notwendig: die durchgängige Harmonisierung der IT-Landschaft. Damit ist die Organisation im digitalen Zeitalter angekommen und kann die Vorteile neuer Geschäftsmodelle voll ausschöpfen.

 

Sicheres Business-IT-Alignment durch Cloud-Lösung

Mit dem cloudbasierten Information Hub dot4 schaffen Unternehmen eine solide Wissensbasis für die digitale Transformation. Ein automatisierter, agentenloser Discovery-Prozess erfasst alle Daten zu Hardware und Software innerhalb einer IT-Landschaft. Darüber hinaus enthält dot4 das komplette funktionale Framework für eine umfassende Servicierung der IT- und Kundenprozesse. Die Lösung eignet sich speziell für mittelständische Unternehmen. Sie wird in Deutschland entwickelt und gehostet, folgt ITIL-Standards und ist in allen Basisfunktionen kostenlos.

www.dot4.de

 


Karina Weirich ist Director Business Management Consulting bei REALTECH Deutschland. Sie unterstützt Unternehmen dabei, die digitale Transformation auf der Grundlage eines Business-IT-Alignment zu meistern. Sie unterstützt Unternehmen dabei, die digitale Transformation auf der Grundlage eines Business-IT-Alignment zu meistern.

 

 

 

Illustration: © Peshkova /shutterstock.com 

 


 

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