Digitalisierung lässt Bestände um bis zu 25 Prozent schrumpfen

Foto: Remira Shutterstock

Die Lagerbestände lassen sich durch die Umstellung auf ein digitales Bestandsmanagement signifikant senken – und zwar um bis zu 25 Prozent. Das hat eine aktuelle Umfrage ergeben. Im Rahmen der Erhebung befragte der IT-Hersteller Unternehmen aus Handel und E-Commerce, was sie von einer Lösung zur Bestandsoptimierung erwarten und welche Verbesserungen sie durch die Einführung eines softwaregestützten Bestandsmanagements konkret erzielt haben.

Eine bedarfsgerechte Bestandsplanung und die Vorbereitung auf weiteres Unternehmenswachstum – das sind laut der Remira-Umfrage mit 24 beziehungsweise 20 Prozent die wichtigsten Ziele bei der Einführung einer Bestandsmanagementsoftware. Diese werden meist auch erfüllt: Durch ein automatisiertes Bestandsmanagement konnten die Befragten ihre Bestände im Schnitt um rund 15 Prozent senken. 63 Prozent reduzierten überflüssige Vorräte um mehr als zehn Prozent, ein knappes Zehntel sogar um über 20 Prozent. Eine weitere Anforderung ist die Vermeidung von Out-of-Stocks, also dem Verlust der Lieferfähigkeit aufgrund von fehlenden Artikeln. Auch hier schaffen Softwarelösungen Abhilfe: Die Mehrzahl der Umfrageteilnehmer (58 Prozent) steigerte ihre Warenverfügbarkeit um fünf bis zehn Prozent. »Wer eine Software zum Bestandsmanagement einführt, automatisiert nicht nur seine Disposition. Durch die Senkung von unnötigen Sicherheitsbeständen reduziert sich auch das gebundene Kapital und die Liquidität steigt – wichtige Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg«, sagt Thomas Sindermann, Geschäftsführer der Remira GmbH.

Flexibilität ist Trumpf

Anhand welcher Faktoren Unternehmen sich für eine bestimmte Lösung entscheiden, hat die Umfrage ebenfalls unter die Lupe genommen. Als wichtigstes Kriterium bei der Anbieterauswahl nannten 60 Prozent der Befragungsteilnehmer die Flexibilität der Software. Auch eine fundierte Beratung durch den Anbieter rangierte mit 50 Prozent weit oben auf der Beliebtheitsskala. Eine einfache Bedienung ist für 45 Prozent der Befragten von großer Bedeutung. Neben wirtschaftlichen Kriterien, Systemtiefe oder Preis-Leistungs-Verhältnis sprechen die Anwender service- und nutzerorientierten Faktoren damit eine hohe Relevanz zu. »Unternehmen treffen mit Hilfe einer Bestandsmanagementsoftware Entscheidungen, die sich auf ihre Rendite auswirken. Um dabei maximalen Nutzen zu erzielen, muss sich die Lösung leicht bedienen und an geänderte Anforderungen anpassen lassen , erklärt Thomas Sindermann. Ermöglicht wird die gewünschte Flexibilität zum Beispiel durch modulare Softwarelösungen, bei denen sich verschiedene Leistungsbausteine beliebig kombinieren sowie zu- und abbuchen lassen.


 

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