Flash als Speichermedium weiter im Aufwind – Wachstumspotenzial durch Cloud-​Ära

Unternehmen nutzen die All-Flash-basierten Speicherlösungen, um neue datengetriebene Anwendungen zu beschleunigen und neue Erkenntnisse über ihr Geschäft zu gewinnen. Dabei sinken Kosten und Komplexität.

»Wir konkurrieren auf dem Speichermarkt mit der mittlerweile seit 25 Jahren bestehenden Technologie der Mainframe- und Client-Server-Ära. Diese Technologie ist dem explosionsartigen Datenwachstum und dem zunehmenden Bedarf für Echtzeit-Datenanalyse jedoch nicht mehr gewachsen«, erklärt Güner Aksoy, Sales Director Central Europe bei Pure Storage. »Cloud-Computing erfordert eine neue Datenplattform, die das Datenvolumen und die Datengeschwindigkeit von heute unterstützt. Dabei gilt es vor allem den gestiegenen Leistungsanforderungen für prädiktive Analytik und maschinelles Lernen gerecht zu werden.«

Im Storage-Umfeld wird die Trennlinie zwischen der bisherigen »Legacy«-Ära und der neuen Cloud-Ära immer deutlicher, wie die folgenden Gegenüberstellung zeigt:

 

  Storage in der Mainframe- und Client-Server-Ära Storage in der Cloud-Ära
Performance Disk-optimiert (ms): MB/s an Bandbreite pro Anwendung Silizium-optimiert (µs): GB/s an Bandbreite pro Anwendung
Anwendungsarchitektur Dutzende bis Hunderte von monolithischen Anwendungen: TBs von Daten in jedem Anwendungssilo Tausende bis Hunderttausende von zusammengesetzten Anwendungen teilen sich PBs an Daten
Skalierbarkeit Hunderte von Terabytes: Kapazität wird bereitgestellt, bevor Bedarf besteht Elastisch skalierbar auf Petabytes: »Pay-as-you-grow« mit konstanter Kompatibilität
Management Manuell: Dedizierter Admin für Dutzende Arrays Vollautomatisch: Keine dedizierten Admins erforderlich
Software & Erweiterbarkeit Komplexe »À-la-carte«-Software & geschlossenes Ökosystem Einfache „All-inclusive“-Software & offene Entwicklungsplattform
Konsummodell Anschaffung neuer Storage-Arrays alle 3-5 Jahre

und manuelle Datenmigration

Abo-Modelle für Hardware- und Software-Innovation: Bezahlung für tatsächliche Nutzung

 

Nach Meinung von Pure Storage tragen mehrere Gründe bei zum Erfolg des All-Flash-Storage-Ansatzes bei.

  1. Das Datenwachstum explodiert: IDC zufolge, wird die Welt bis 2025 voraussichtlich 180 Zettabytes (ZB) Daten – gegenüber 44 ZB im Jahr 2020 und 10 ZB im Jahr 2015 – angehäuft haben. Immer größere Datensätze sind für die heutige prädiktive Analytik erforderlich, einschließlich des maschinellen Lernens.
  2. Die Daten bleiben am Rand: Big Data wird immer größer. Angesichts eines Datenwachstums von 33 Prozent pro Jahr, während die Internetbandbreite nur um 20 Prozent pro Jahr wächst, werden die meisten neuen Daten notwendigerweise in Edge-Rechenzentren und nicht in zentralisierten öffentlichen Clouds gespeichert werden. IDC schätzt, dass bis 2019 mindestens 40 Prozent der IoT-Daten nah oder am Rande des Netzwerks erstellt, gespeichert, verarbeitet, analysiert und gehandhabt werden. Cisco schätzt, dass im Jahr 2020 die Mehrheit der geschäftlichen Arbeitslasten wie Datenbanken, Analytik, Big Data, Business Intelligence, ERP etc. in privaten Rechenzentren abgewickelt werden. Diese Workloads sind ideal für rein Flash-basierte Datenplattformen. Pure Storage sieht eine enorme Chance im IoT-Bereich (allein ein Geschäftsvolumen von 6 Milliarden US-Dollar in Edge-Rechenzentren bis 2020), ebenso wie in den Bereichen Fabrikautomation, Healthcare/Biotech und Logistik sowie anderen Echtzeit-Kontrollsysteme, die nicht in die Public Clouds passen.
  3. Weltweiter Umstieg auf Flash-Speicher: Im letzten Quartal hatte Pure Storage bereits Kunden, die Simulationen und Analysen im großen Stil durchführen. Dabei konnten im Rechenzentrum beispielsweise mehr als 20 Racks mit einem einzigen FlashBlade (bei vier Rack-Einheiten, etwa die Größe eines Mikrowellenofens) ersetzt werden. Eine solche drastische Konsolidierung ist auf Speichersoftware angewiesen, die für Silizium und nicht für mechanische Festplatten entwickelt wurde. Schätzungen gehen davon aus, dass 90 Prozent des unvermeidlichen Umstiegs von Festplatten auf Solid-State-Speicher noch vor uns liegen.
  4. Weltweiter Umstieg auf Cloud Computing: Mehr als 25 Prozent des Geschäfts von Pure Storage entfällt auf Cloud-Kunden. Das Unternehmen hat über 500 Kunden in den Bereichen Software-as-a-Service, Consumer-Internet, Infrastruktur-as-a-Service und Platform-as-a-Service. Die Architektur von Pure folgt dem Modell, das in der öffentlichen Cloud angewandt wird: mehrstufig, vollautomatisiert und softwaregetrieben, beschleunigt durch den Rohstoff Silizium. Pure Storage bietet Kunden zufolge höhere Performance und Servicequalität zu geringeren Kosten.
  5. 35 Milliarden US-Dollar Marktpotenzial: Der gesamte für All-Flash-Lösungen adressierbare Markt beläuft sich auf 35 Milliarden US-Dollar. Laut Pacific Crest Securities, werden die großen drei öffentlichen Cloud-Anbieter AWS, Azure und Google Cloud bis 2020 auf einen Anteil von etwa 15 Prozent des gesamten IT-Markts anwachsen. Der Löwenanteil des Markts bleibt damit erschließbar für All-Flash- und Cloud-fähigen Speicher.
  6. Analytik als wichtiger Wachstumsmarkt: Pure Storage konzentriert sich auf drei Schlüsselbereiche: Datenbanken/Geschäftsanwendungen (Oracle, Microsoft SQL Server, SAP); Virtualisierung (VMware, HyperV, OpenStack); und VDI (VMware View und Citrix). Für dieses Jahr sieht das Unternehmen eine massive Wachstumschance in der Analytik, sowohl bei klassischen als auch bei Ansätzen der nächsten Generation. Die Kombination von Flash-Blade und Flash-Array beschleunigt sowohl herkömmliche Analysen mit Oracle OLAP, SAP Hana und SAS als auch Next-Gen-Plattformen wie Splunk und Apache Spark. Im Bereich Analytik ergibt sich ein Infrastrukturmarkt mit einem Volumen von 130 Milliarden US-Dollar.
  7. Evergreen-Abo-Geschäftsmodell: Pure Storage bietet mit seinem Evergreen-Modell ein Abonnement für zukünftige Innovationen. Das Unternehmen entwickelt seine Produkte mit dauerhafter Vorwärtskompatibilität, so dass sich die Kunden niemals in einer Sackgasse befinden und gezwungen sind, die Hardware zu ersetzen und ihre Daten zu migrieren. Der diesjährige Übergang zum NVMe-Protokoll wird vielen Kunden die Augen öffnen, die sich an die Rückkauf- und Forklift-Zyklen ihrer etablierten Anbieter gewöhnt haben.
  8. Ende der Anwendungssilos dank einer Datenplattform: Um Erfolg zu haben, müssen Unternehmen ihren Datenschatz heben, aber dies ist wegen ihrer Speicherumgebung oftmals zu langsam, kostspielig und komplex. Bei der herkömmlichen Speicherung werden Daten häufig auf eine einzelne Anwendung abgebildet, anstatt die gemeinsame Nutzung von Daten über viele Anwendungen zu ermöglichen. Damit Kunden viel mehr Wert aus ihren Daten ziehen und für viele weitere Anwendungen nutzbar machen können, ist eine zeitgemäße Datenplattform unerlässlich.

»Rund um das Thema Storage, das mehr und mehr mit dem Thema Datenmanagement verschmilzt, tut sich eine Menge. Gerade hybride Cloud-Modelle, Big Data und ähnliche Szenarien bringen konventionelle Speichertechnologien an ihre Grenzen«, fasst Güner Aksoy abschließend zusammen. »Anbieter, die Unternehmen zukunftssichere Hardware, flexible Software und dazu noch das erforderliche Knowhow in Sachen Cloud und IoT bieten können, haben beste Zukunftsaussichten.«

 


 

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