Führungsebene ist nicht auf die digitale Disruption vorbereitet

NFV- und SDN-Technologien sind sinnvoll, aber die wachsende Qualifikationslücke ist für das Management in Deutschland eine Herausforderung.

Die Ergebnisse einer weltweiten Studie unter Beteiligung von 2.700 IT- und Business-Entscheidern (ITDM und BDM) unterstreichen, dass Unternehmen nicht auf die unvermeidlichen Auswirkungen der digitalen Disruption vorbereitet sind.

Der neue weltweite Report von Wakefield Research und Juniper Networks

  • zeigt deutlich die Kommunikationslücke zwischen der IT und dem Top-Management, die in Deutschland größer als im weltweiten Durchschnitt ist,
  • macht darauf aufmerksam, wie gut vorbereitet – oder wie unvorbereitet – Unternehmen im Hinblick auf die digitale Disruption sind, in der sich einige Branchen bereits befinden, und
  • unterstreicht die Vorteile von Investitionen in Automation. Damit steigt die Geschäftsflexibilität, Firmen sind der Disprution dadurch einen Schritt voraus.

Aktuelle und künftige IT-Führungskräfte auf die kommenden Veränderungen vorbereiten

35 Prozent der ITDMs und 22 Prozent der BDMs in Deutschland erwarten, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre eine neue disruptive Technologie, beziehungsweise ein disruptives Produkt oder ein Service innerhalb ihrer Branche auf den Markt kommt. Diese Zahl ist deutlich niedriger als der weltweite Durchschnitt: Hier sind 55 Prozent der ITDMs und 50 Prozent der BDMs dieser Meinung.

Nur eine Minderheit der deutschen Befragten gibt allerdings an, dass ihre IT-Abteilung nicht genügend auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet ist. Weniger als ein Viertel (20 Prozent) der deutschen Unternehmensleiter glaubt, dass ihre IT-Teams nicht über die notwendigen Qualifikationen verfügen, die sie in fünf Jahren benötigen, um ihre Rolle auszufüllen. IT-Entscheider sind sogar noch optimistischer: Nur 13 Prozent sind dieser Meinung.

Die Führungsebene ausbilden und auf den schnellen Wandel einstellen

grafik juniper c-suite tech-savvy84 Prozent der ITDMs und 76 Prozent der BDMs in Deutschland sind der Meinung, dass ihr Unternehmen leistungsfähiger wäre, wenn die Führungsriege technologieaffiner wäre. Unzureichende Investitionen in die IT blockieren Innovationen und hindern Organisationen daran, mit dem Wechsel Schritt zu halten und wettbewerbsfähig zu bleiben. Mehr als die Hälfte der ITDms (60 Prozent) in Deutschland sowie 42 Prozent der deutschen Führungskräfte erwarten, dass es mindestens ein Jahr dauern würde, bis ihr eigenes Unternehmen ein verbessertes Produkt entwickeln und supporten würde, wenn ein Wettbewerber sie herausfordert. Bei der Geschwindigkeit, mit der die Disruption voranschreitet, haben sie diese Zeit in vielen Fällen vermutlich nicht.

Noch schlimmer: Legacy-Infrastrukturen verlangsamen das Geschäftswachstum deutlich. Fast zwei Drittel der deutschen Befragten gaben an, dass die IT-Infrastruktur ihres Unternehmens sehr wahrscheinlich oder zumindest wahrscheinlich eine Hürde darstellt, wenn es darum geht, ein neues Produkt oder einen Service zu entwickeln. Diese Zahl liegt über dem Studiendurchschnitt, der bei knapp über 50 Prozent liegt.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihre Herangehensweise an die IT überdenken und kontinuierlich in Innovationen investieren. Ein Marktvorteil bleibt länger bestehen, wenn die Führungsriege bezüglich der technologischen Fortschritte auf dem Laufenden ist.

In Automation investieren

Um einen Schritt vor der Veränderung zu bleiben, sollten Unternehmen in Netzwerkautomation investieren. Die Studienergebnisse zeigen, dass ITDM und BDM die IT- und Netzwerkautomation als extrem wichtig für die künftige Wettbewerbsfähigkeit ihres Unternehmens weltweit ansehen.

Fast alle deutschen ITDMs (99 Prozent) bestätigen die Enterprise-Funktionen, die durch SDN gewonnen werden. Dazu gehören Cloud-Interconnect-Fähigkeiten (52 Prozent), virtuelle Rechenzentrumsfunktionen (48 Prozent), Security-Automations-Funktionen (38 Prozent) und Netzwerk-Visibilität (38 Prozent). Dank dieser Vorteile stimmen fast neun von zehn befragten ITDMs damit überein, dass Netzwerk- und IT-Automation enorm wichtig sind, damit ihr Unternehmen auch künftig wettbewerbsfähig bleibt (86 Prozent der ITDMs und 92 Prozent der BDMs).

ITDMs in Deutschland berichten außerdem, dass sich ihre Fähigkeiten durch die Einführung von NFV erhöht haben. Sie verzeichneten die größten Gewinne bei virtueller Security (45 Prozent), Netzwerk-Analytik (41 Prozent) sowie virtuellem Routing (41 Prozent). Einen Wermutstropfen gibt es jedoch: Während die ITDMs der Meinung sind, dass das Netzwerk der Schlüssel zum Unternehmenserfolg ist, sind 66 Prozent davon überzeugt, dass die Führungsriege dies nicht so sieht.

»Juniper arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit Kunden zusammen, um ihr Unternehmenswachstum mithilfe von Investitionen in Netzwerkinnovationen zu unterstützen«, erklärt Manfred Opificius, General Manager, Juniper Networks GmbH. »Wahre Innovation setzt ein Verständnis für den Wert voraus, den Technologien liefern. Mehr denn je sind smarte Technologieinvestitionen notwendig, um einen Wettbewerbsvorteil zu erhalten. Das Top-Management muss dazu nicht Code lernen. Um eine Unternehmensstrategie zu realisieren, die auf Wachstum beruht, ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen den Mitarbeitern, die die Strategie entwickeln und denen, die sie zum Leben erwecken, notwendig.«

»Als Cloud Engineering und Consulting Unternehmen kennen wir die Vorteile einer SDN-Einführung aus erster Hand. SDN hilft unseren Kunden dabei, mit ihrem schnell wachsenden Geschäften Schritt zu halten. Wir sind hautnah dabei, wenn es um die Kosteneinsparungen und Betriebsvorteile geht, die eine Software-defined Herangehensweise mit sich bringt. Unsere Software-defined Infrastruktur A.C.R.E (Advanced Cloud Resource Elements) erlaubt unseren Kunden, neue Rechenzentren und IT-Infrastruktur auszurollen, die sich den wechselnden Anforderungen und dem Wachstum von Unternehmen anpassen. SND ist für unserer Branche wegweisend und hat Implikationen nicht nur für unsere, sondern auch für deren Kunden. Wir fungieren als Berater und überbrücken die Qualifikationslücke. Dadurch sind Unternehmen in der Lage, die Vorteile von Software-defined IT zu realisieren – und zwar auf skalierbaren, flexibelen und automatisierten Plattformen. Kevin Fibich, Gründer und Managing Director, CloudSeeds

[1] Die Studie wurde von Wakefield Research im Auftrag von Juniper Networks durchgeführt. An der Online-Umfrage nahmen 2.704 Personen in den USA, China, Australien, Japan, Indien, Deutschland, Großbritannien und Frankreich teil.
Weitere Informationen zu der Studie finden sich unter http://www.juniper.net/us/en/dm/sdn-nfv-executive-report/.
Unter diesem Link steht zudem ein Dokument mit den wichtigsten deutschlandspezifischen Ergebnissen bereit: https://edelmanftp.box.com/s/o0ynluldaxzufmq5ewppna6shiqd07ug
Weitere Ressourcen:
  • Die Lücke hindert Unternehmen daran, alle sich ihnen durch die digitale Disruption bietenden Möglichkeiten auszuschöpfen. Um sie zu schließen, erweitert Juniper Networks sein OpenLab Programm – und bietet es ab sofort an sieben Standorten weltweit an. OpenLab bietet Kunden, Partnern, Wissenschaftlern und anderen Branchengrößen die Möglichkeit, an Network Automation-Workshops und anderen Bildungsangeboten teilzunehmen. Des Weiteren haben sie Zugriff auf entsprechende Ressourcen des OpenLab.

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