Fußball Live-Streaming: So machen Sie Ihr Netzwerk fit

Am Donnerstag fällt der Startschuss des wohl wichtigsten Turiners für die Fußball-Nationalmannschaften. Fans haben immer mehr Möglichkeiten, auch ohne Ticket nah am Geschehen zu sein, denn Live-Streams bei Sport-Großereignissen sind stark im Kommen. Durch die immer bessere Abdeckung mit schnellem Internet und immer leistungsfähigeren Rechnern ist es oft ohne Qualitätsverlust möglich, Fußballspiele zu streamen. Vorausgesetzt der Arbeitgeber hat nichts dagegen, wenn seine Angestellten während des Fußballturniers gelegentlich einen Blick ins Internet werfen.

Doch was für Sportfans eine freudige Nachricht ist, bereitet den Netzwerk-Admins heftige Kopfschmerzen. Denn diese müssen sich auf verstopfte Netzwerke und enormen Bandbreitenbedarf einstellen, wenn selbst die Fans von wenig bekannten Mannschaften wie Südkorea oder Senegal während der Arbeitszeit die Spiele im Internet verfolgen.

 

Tipps wie Unternehmen die Kontrolle über ihren Netzwerkverkehr behalten

Da Ausschläge bei der Netzwerknutzung das Tagesgeschäft eines Unternehmens stören und schlimmstenfalls sogar lahmlegen können, müssen Administratoren auf solche Nutzungsspitzen vorbereitet sein.

Im Folgenden erklärt Sascha Giese, Senior Sales Engineer DACH bei SolarWinds, wie IT-Administratoren ihre Netzwerke auf das Live-Streaming der Nachmittagsspiele vorbereiten können.

 

  • Die Verbreitung von Streams kontrollieren – Streams auf ARD.de und ZDF.de sind legal, andere Streams eher weniger. Das Sperren ist eine Herausforderung: es gibt verschiedene Protokolle, Ports etc. – doch Mitarbeiter werden immer Lösungen finden, Sperren zu umgehen. Daher ist die kontrollierte Verbreitung vermutlich die beste Lösung.
  • Schutz vor Cyberangriffen – Ransomware kann zu teils erheblichen Beeinträchtigungen der IT führen und gefährdet die Sicherheit in Unternehmen. Software zum Download, ohne die der Nutzer erst gar nicht zum Inhalt durchkommt, kann Schädlinge enthalten.
    Kontinuierliches Scannen und aufmerksames Überwachen des IT-Netzwerks sind hier elementar wichtig, um Veränderungen und Schwachstellen frühzeitig zu erkennen. Ein Tool für automatisierte Sicherheitsüberwachung, Warnung und Reaktion zur Abwehr von Bedrohungen ist notwendig, um sich gegen Cyberangriffe zu schützen und Sicherheitsrisiken zu minimieren.
  • Überwachung der Bandbreite – Das Bandbreitenaufkommen ist immens. Ein herkömmlicher Stream in SD-Qualität (Standard Definition; kein HD oder gar 4K) bei der Ard.de schlägt mit 2,7 Mbit/s zu Buche und wird pro Kopf Streaming multipliziert. Während des Buffervorgangs steigt die Auslastung exponentiell an, um den Pufferspeicher zu füllen. Größere Streaming-Anbieter liefern Streams von verschiedenen Quellen (Content Delivery Networks) gleichzeitig um die Last zu verteilen. Ein Overhead entsteht und behindert folglich die Bandbreite des Unternehmens. Um dies zu verhindern, hat sich folgendes Vorgehen bewährt:

o        Der IT-Administrator bekommt Bandbreitenalarme. Daraufhin sollte er eine Analyse durchführen um zu sehen, ob das erhöhte Bandbreitenaufkommen von Streaming Media beziehungsweise den Domains von ARD und ZDF verursacht wurde. Kann er das tolerieren?

o        Ein Cross Check auf die wichtige Infrastruktur bringt folglich in Erfahrung, ob noch genügend Bandbreite und Ressourcen für geschäftskritische Anwendungen vorhanden sind.

o        Zusätzlich könnte er mit entsprechenden Tools Routen umleiten oder Quality-of-Service-Klassen einsehen, um Streams möglicherweise zu de-priorisieren.

 

Fazit: Überwachungstools für die Netzwerkbandbreite können dem IT-Admin helfen, Leistungsproblemen vorzubeugen und für eine bessere Transparenz des Datenverkehrs zu sorgen. Dann steht einer Live-Verfolgung der Spiele im Internet nichts mehr im Wege.

 


 

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