Infografik: Das Internet der Dinge

Das Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) wird zum Schlüsselfaktor für wirtschaftlichen Erfolg [1]. Das diesjährige IoT-Barometer beweist: Rund drei Viertel aller befragten deutschen Unternehmen sehen dies bereits so – und ein Viertel des IT-Budgets wird schon in diesen Bereich investiert. Vor allem vernetzte Produkte und die IoT-Sicherheit sind die Top-Themen der deutschen Unternehmen.

Mit 53 Prozent liegt Deutschland in der Entwicklung und Nutzung von vernetzten Produkten im weltweiten Vergleich vorn – bereits jedes zweite deutsche Unternehmen plant in den kommenden 12 Monaten die Einführung von vernetzten Lösungen. Als Vorteile werden die Ausfallsicherheit von Geräten, ein verbesserter Kapital-Einsatz und niedrigere Kosten gesehen. Besonders im Automotive-Bereich sind die digitalen Lösungen derzeit gefragt: Autonomes Fahren, Connected Cars und Flottenmanagement lauten hier die Schlagworte.

Ein Viertel des IT-Budgets fließt in Unternehmen schon ins Internet der Dinge.

Laut der Studie »IoT-Barometer« [1] bewerten 76 Prozent der weltweit und 74 Prozent der in Deutschland befragten Unternehmen den Einsatz von IoT als entscheidend für den zukünftigen Unternehmenserfolg in ihrer jeweiligen Branche. Diese Einschätzung spiegelt sich auch in den Investitionen wieder. Mit einem Anteil von 24 Prozent liegt IoT weltweit bei den IT-Ausgaben an der Spitze, dicht gefolgt von Cloud & Hosting, Analytics und Mobility.

IoT und Big Data Analytics

Die Investitionen in IoT-Anwendungen lohnen sich für die Wirtschaft: 63 Prozent der weltweit befragten Unternehmen [1] verzeichnen beim Einsatz von IoT einen signifikanten Return on Investment. Mit 82 Prozent noch höher bewertet wird in Deutschland der Nutzen von Big Data Analytics. Denn erst die Analyse und Interpretation der enormen Datenmengen führt zu einer bestmöglichen Effizienzsteigerung beim Einsatz von Mensch und Maschine.

Die weltweite Vernetzung von Geräten und Maschinen erreicht inzwischen Branchen, an die beim Thema IoT noch vor kurzer Zeit kaum jemand gedacht hat. Das spricht für das enorme Potenzial solcher Anwendungen. Auch in Deutschland wird IoT verstärkt in der Industrie 4.0 eingesetzt.

Big Data Analytics zukünftig immer wichtiger

82 Prozent der Unternehmen sind sich sicher, dass die Möglichkeiten im IoT am effektivsten genutzt werden können, wenn die generierten Daten nicht nur erfasst, sondern auch analysiert und verglichen werden. Mit IoT-Lösungen in Maschinen und Geräten sowie einer entsprechenden Big-Data-Analyse lassen sich Produktionsprozesse nicht mehr nur überwachen. Damit sind jetzt Ausfälle vorhersag- und vor allem vermeidbar. Denn mit Big Data Analytics lassen sich aus der Datenlage schon heute in Echtzeit Handlungsempfehlungen ableiten, mögliche System- und Materialfehler vorhersagen und der Verschleiß von Bauteilen berechnen. So wird IoT wirklich intelligent.

Deutsche vertrauen neuen IoT-Lösungen

Die deutschen Unternehmen fühlen sich für die Herausforderungen der Digitalisierung gut gewappnet. Insbesondere bei den Mitarbeitern sei eine hohe Affinität für digitale Lösungen und Prozesse und damit ein hohes Maß an entsprechenden Fähigkeiten für das IoT-Zeitalter vorhanden. Dies geben 67 Prozent der deutschen Unternehmen an; der globale Wert liegt bei 60 Prozent. Mit 87 Prozent ebenfalls sehr wichtig ist es den deutschen Unternehmen, die IoT-Security-Prozesse selbst zu managen. Weltweit liegt der Wert bei 69 Prozent. Dabei ist das Vertrauen in die Sicherheit der Technologie und der Datenübertragung mit 78 Prozent ebenfalls wesentlich höher als der globale Wert mit 65 Prozent.

Westeuropa wird beim Anstieg der IoT-Verbindungen eine führende Rolle einnehmen.

Die Untersuchung »Mobility Report« zeigt, dass das Internet der Dinge (Internet of Things; IoT) ab 2018 die Mobiltelefone als Spitzenreiter bei vernetzten Geräten überholen wird [2].

Die Zahl der im Internet der Dinge vernetzen Geräte wird zwischen 2015 und 2021 um jährlich 23 Prozent wachsen, wobei für Mobilfunklösungen die höchsten Steigerungsraten prognostiziert werden. Bei fast 16 Milliarden der insgesamt 28 Milliarden vernetzten Geräte, die im Jahr 2021 weltweit im Einsatz sein werden, wird es sich um IoT-Geräte handeln.

Die Anzahl der IoT-Geräte soll hier bis zum Jahr 2021 um 400 Prozent wachsen. Den wichtigsten Wachstumstreiber stellen regulatorische Anforderungen dar, zum Beispiel bei der Einführung intelligenter Stromzähler, und die steigende Nachfrage im Bereich vernetzter Fahrzeuge, wozu auch die E-Call-Direktive der EU gehört, die ab 2018 in Kraft treten soll.

Mit sinkenden Endgerätepreisen und dem Entstehen neuartiger Anwendungen nimmt das Internet der Dinge Fahrt auf. Ab 2020 werden mit dem kommerziellen Ausbau der neuen 5G-Netze zusätzliche Funktionalitäten hinzukommen, die für das Internet der Dinge entscheidend sind, etwa das »Network Slicing« und die Möglichkeit, wesentlich mehr Endgeräte zu vernetzen, als es heute möglich ist.

[1] Zu diesem Ergebnis kommt das diesjährige Vodafone IoT-Barometer – eine Studie mit mehr als 1000 Entscheidern aus 9 Branchen. Den Report und weitere Informationen erhalten Sie nach Registrierung unter: vodafone.de/iotbarometer.
[2] Den »Mobility Report« von Ericcson gibt es hier: www.ericsson.com/mobility-report
Das zu dem Report gehörende »Traffic Exploration Tool« kann eingesetzt werden, um spezielle Grafiken und Tabellen zu erstellen. Es ermöglicht, Infos und Daten nach Region, Anschlüssen, Technologie, Verkehr und Gerätetyp zu filtern. Im Report ist ein vernetztes Gerät als ein technisches Objekt definiert, das einen IP-Stack besitzt und über eine Netzschnittstelle die Zweiwege-Kommunikation ermöglicht.

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