Informationszentrale Monitoring-​Lösung

Fast jedes Unternehmen setzt heute eine oder mehrere IT-Monitoring-Lösungen ein, um die Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit seiner IT-Infrastruktur zu sichern. Bricht man die Funktionen einer solchen Software auf das Wesentliche herunter, bleiben letztlich drei Aspekte übrig: Daten sammeln, Daten analysieren und Daten publizieren. Wenn die Software einige technische Voraussetzungen erfüllt, lassen sich mit ihr jenseits von Netzwerk-Monitoring alle Arten von Information sammeln, aufbereiten und punktgenau verteilen. Die Monitoring-Lösung kann zur zentralen Informationsplattform im Unternehmen werden.

screen shot paessler monitoring food truck

Klassische Netzwerk- oder IT-Infrastruktur-Monitoring-Lösungen überwachen Verfügbarkeit und Performance in Netzwerken: Da wird Traffic auf Switchen und Routern überwacht, Geräte werden mittels Ping auf Verfügbarkeit geprüft, Standardapplikationen in Hinblick auf Performance gemonitort oder Webserver im Blick behalten. Das funktioniert alles out of the box für Standardgeräte oder über das Anpassen von Vorlagen mit Hilfe von Hersteller-MIBs. Hier sind die Möglichkeiten allerdings meist begrenzt, da die wenigsten Monitoring-Tools eine gut dokumentierte und potente API zum Ermitteln von Daten bieten, die über das reine Infrastruktur-Monitoring hinausgehen. Ohne diese API bleiben viele Monitoring-Lösungen »nur« eine Netzwerk- oder Applikations-Monitoring-Lösung.

Dabei könnten sie eine zentrale Informationsplattform mit Mehrwert für das Unternehmen und die einzelnen Mitarbeiter sein. Leider wird diese Gelegenheit viel zu oft verpasst. Ist allerdings eine entsprechende API vorhanden und werden auch noch Vorlagen mitgeliefert, die das Arbeiten mit der API erleichtern, sind den Möglichkeiten zum Ausbau der Monitoring-Lösung mit Hilfe eigener Skripte zu einer unternehmensweiten Informationszentrale so gut wie keine Grenzen gesetzt. Aber wie könnte dieser Mehrwert konkret aussehen?

Optimierter Kundensupport dank Monitoring

Bei Paessler nutzen wir unsere Network Monitoring-Lösung PRTG Network Monitor, um jedem unserer Spezialisten-Teams eine eigene Übersichtsseite mit relevanten Informationen anzuzeigen. Dazu nutzen wir die PRTG »Maps«: Über einen einfachen Drag & Drop Editor erstellen wir Übersichten mit teamspezifischen Inhalten, die PRTG anschließend als HTML-Seiten publiziert. Diese werden auf Monitoren im Büro des jeweiligen Teams angezeigt. Spezielle Maps für einzelne Mitarbeiter können auf Wunsch auch mit Passwörtern geschützt werden.

Für unser Kunden-Support-Team lesen wir zum Beispiel die Ticketzahlen aus unserem Ticketsystem aus. Für neue Tickets haben wir feste Grenzwerte definiert. Im ersten Eskalationsschritt werden die im Idealfall grünen Zahlen auf der Map gelb hinterlegt. Das Support-Team ist dann gewarnt und kann erste Schritte einleiten. In der nächsten Eskalationsstufe werden die Ticketzahlen rot. Das Team muss jetzt konzentriert an der Reduktion der Tickets arbeiten. Werden die Zahlen nicht innerhalb einer festgelegten Zeitspanne reduziert, erhält das Entwickler-Team automatisch eine E-Mail und muss den Kollegen unter die Arme greifen. So optimieren wir mit unserer Monitoring-Lösung den Kunden-Support: Alle involvierten Parteien werden stets rechtzeitig und zuverlässig informiert, Stress durch nicht mehr zu bewältigende Aufgaben wird konsequent vorgebeugt, die Qualität der Supportantworten ist dementsprechend hoch.

Nützliche Informationen für den Büro-Alltag

Wir haben auch Maps, die wir allen Kollegen zugänglich machen. So lesen wir beispielsweise die Belegung der Konferenzräume mit einem selbstgebauten PRTG Sensor aus Outlook aus und zeigen Räume mit aktuellen oder kommenden Belegungen an. Sie suchen einen freien Raum für eine spontane Besprechung? Der Monitor auf dem Gang zeigt auf einen Blick, welche Räume frei sind.

Mittagessen ist wohl in jedem Unternehmen ein wichtiges Thema. In der Umgebung unseres Büros tauchen nach wechselnden Plänen allseits beliebte Food Trucks auf, deren Angebot von Suppen über BBQ bis hin zu Pasta reicht. Ein einfaches Skript, das als Sensor in PRTG eingebunden ist, liest die aktuellen Daten von der Food-Truck-Webseite aus und listet alle Trucks, die in der Nähe des Büros stehen. Das Ergebnis wird allen Mitarbeitern auf den Büro-Monitoren angezeigt – die gemeinsame Mittagsplanung kann beginnen.

Ein anderes Dauerthema ist die Verkehrssituation zum Feierabend: Will der Kollege eine Stunde auf dem Heimweg im Stau stehen oder doch noch die Präsentation für nächste Woche fertigstellen und anschließend schnell und ohne Stau nach Hause? Über individuelles HTML wird die aktuelle Verkehrslage in die Büro-Maps eingebunden. Ein kurzer Blick auf den Monitor im Büro und der Kollege weiß, ob er besser noch ein wenig wartet oder ob er schon entspannt in den Feierabend fahren kann.

Fazit

Das sind nur ein paar Beispiele von unzähligen, denkbaren Anwendungsfällen. Liefert Ihre Monitoring-Lösung die nötigen Voraussetzungen wie Unterstützung der gängigen Protokolle, ein gut dokumentiertes API und passende Vorlagen, können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Schaffen Sie eine zentrale Plattform für Ihr Unternehmen, die alle relevanten Informationen aufbereitet, ausliefert und im Bedarfsfall aktiv und zielgerichtet benachrichtigt. Dabei vernachlässigt sie natürlich niemals ihre Hauptaufgabe, nämlich Sie als Administrator stets über den Zustand Ihrer IT auf dem Laufenden zu halten! Übrigens finden Sie einige der Beispiel-Sensoren und viele weitere Skripte zum freien Download in der Paessler Knowledge-Base .

Sebastian Krüger

Sebastian Krüger, Partner Account Manager Paessler AG

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