Künstliche Intelligenz: Bürger sehen mehr Risiko als Nutzen in KI

Künstliche Intelligenz wird unsere Gesellschaft grundlegend verändern, das steht fest. Ob diese Veränderungen positiv oder negativ sein werden, darüber sind sich die Deutschen nicht einig, wie eine Umfrage von YouGov zeigt. Während 15 Prozent aller Befragten glauben, der Nutzen von KI sei größer als das Risiko, denken immerhin 26 Prozent das Gegenteil. Beinahe die Hälfte der Deutschen vermutet, dass sich Risiko und Schaden die Waage halten.

Je nach Altersgruppe unterscheidet sich die Einstellung bezüglich künstlicher Intelligenz nur minimal, Baby Boomer zweifeln am stärksten am Nutzen der Technologie während Millennials allenfalls noch als KI-agnostisch bezeichnet werden können. Patrick Wagner

https://de.statista.com/infografik/15411/risiko-und-nutzen-von-ki/

 


 

Künstliche Intelligenz: Deutsche sehen aktuell eher Risiken als Nutzen

Am Thema künstliche Intelligenz scheiden sich die Geister. Auf der einen Seite bringt sie große Fortschritte, auf der anderen birgt sie schwer einschätzbare Risiken. Dies wird beispielsweise an selbstfahrenden Autos deutlich, die einerseits den Straßenverkehr viel sicherer machen können, aber auf der anderen Seite teilweise unberechenbar sind.

Die Deutschen stehen dem Einsatz von künstlicher Intelligenz im Allgemeinen eher skeptisch gegenüber. Knapp jeder Zweite (45 Prozent) nimmt zwar ein ausgeglichenes Nutzen-Risiko-Verhältnis wahr, ein Viertel (26 Prozent) bewertet das Risiko allerdings als höher, nur 15 Prozent hingegen sehen den Nutzen höher. Mit dem Alter steigt der Anteil der Skeptiker an. Während die Millennials (18-36 Jahre) eher eine ausgeglichene Wahrnehmung von Nutzen (18 Prozent) und Risiko (22 Prozent) haben, sind die Baby Boomer deutlich ängstlicher (13 Prozent sehen Nutzen, 29 Prozent Risiko).

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die 2000 Personen ab 18 Jahren vom 24. bis 28.08.2018 bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden [1].

 

 

 

Ablehnung vor allem in Einsatzbereichen, die gerechtigkeitsrelevant sind

Ein Blick auf die Aufgaben, die Maschinen mit künstlicher Intelligenz übernehmen könnten, zeigt ein differenziertes Bild. Große Ablehnung gegenüber KI herrscht in Bereichen, in denen Menschen bewertet werden. Drei Viertel (77 Prozent) sitzen bei einem Vorstellungsgespräch lieber einem Menschen gegenüber und lehnen auch die Auswahl eines Bewerbers für einen Arbeitsplatz durch Maschinen ab (73 Prozent). Auch ein Bereich, in dem KI den Deutschen Angst macht, sind kriegerische Auseinandersetzungen. Die Steuerung von Waffensystemen im Krieg würde ein Großteil (71 Prozent) nicht in die Hände von künstlicher Intelligenz geben.

 

 

Weniger Probleme haben die Deutschen im Vergleich mit autonomen Autos (52 Prozent). Am geringsten ist die Skepsis der Befragten bei der Vorstellung, dass einfachere Berichte, wie solche über ein Fußballspiel (45 Prozent Befürwortung) oder Aktienkurse, von künstlicher Intelligenz (49 Prozent Befürwortung) erstellt werden.

»Beim Einsatz von künstlicher Intelligenz ist es wichtig, den Menschen den Nutzen klar zu kommunizieren. Vor allem in Bereichen, in denen Gerechtigkeit eine Rolle spielt, sind die Deutschen deutlich skeptisch«, so Frieder Schmid, Senior Consultant Custom Research bei YouGov. »Durch eine klare Kommunikation und Transparenz kann diese Skepsis ein Stück weit abgeschwächt werden. Dies sieht man beispielsweise beim Thema selbstfahrende Autos. Durch die rege multimediale Berichterstattung rund um das Thema ist die Technologie und deren potenzieller Nutzen den Verbrauchern bekannt und die Zustimmungswerte entsprechend hoch.«

 

Die Ergebnisse der Befragung finden Sie zum Download unter: http://bit.ly/Ergebnisse_KI


 

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