Künstliche Intelligenz – die Antwort auf all unsere Probleme?

Die Mehrheit der Deutschen sieht in der rasanten Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) eher eine Chance als eine Bedrohung. Zu diesem Ergebnis kommt eine PwC-Umfrage unter gut 1.000 Bundesbürgern [1]. 77 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass künstliche Intelligenz den Menschen helfen wird, ihren Alltag besser zu organisieren. 72 Prozent hegen zudem die Hoffnung, sich dadurch »auf wichtigere Dinge im Leben« konzentrieren zu können.

 

Zugleich räumen allerdings 51 Prozent ein, dass Ihnen die Entwicklung ein Stück weit auch Angst mache. Dieser Zwiespalt zeigt sich besonders, wenn es um mögliche Konsequenzen für den Arbeitsmarkt geht. So erhoffen sich einerseits 58 Prozent der Befragten von künstlicher Intelligenz eine Lösung für den drohenden Fachkräftemangel etwa in der Altenpflege. Andererseits befürchten allerdings auch viele Bundesbürger, dass dadurch Jobs verlorengehen könnten. So trifft die Aussage »Die künstliche Intelligenz wird mehr Arbeitsplätze schaffen als vernichten« nur bei 35 Prozent auf Zustimmung.

Hohe Erwartungen an künstliche Intelligenz

»Der Aufstieg der künstlichen Intelligenz bedeutet eine Zäsur, vergleichbar mit der Industrialisierung oder der IT-Revolution. Insofern ist das Unbehagen, das sich in unserer Umfrage zeigt, sehr gut nachvollziehbar«, sagt Susanne Arnoldy, Partnerin und Technology Roadmap Leader bei PwC Deutschland. Letzten Endes würden die positiven Effekte der künstlichen Intelligenz aber eindeutig überwiegen, so Arnoldy: »Die Probleme, vor denen die Menschheit steht – von der Erderwärmung bis zum demographischen Wandel – sind so gewaltig, dass wir alleine damit überfordert sein werden. Darum ist es ein gutes Signal, dass die meisten Deutschen die Fortschritte bei der künstlichen Intelligenz eben doch gutheißen.«

Weitere Ergebnisse der Studie im Überblick:

88 Prozent halten künstliche Intelligenz für nützlich: Nur zwölf Prozent der Befragten bestreiten den Nutzen von künstlicher Intelligenz ganz generell. Dagegen bejahen 49 Prozent die Aussage, dass intelligente Software oder lernfähige Roboter dazu beitragen könnten, sozial Schwächeren Zugang zu Bereichen zu ermöglichen, die sie sich bislang nicht leisten können – etwa juristische Dienstleistungen, Finanzberatung oder Nachhilfe für die Kinder. Ebenfalls 49 Prozent halten die künstliche Intelligenz für ein mögliches Instrument gegen Cyber-Kriminalität. 45 Prozent trauen ihr Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel zu. Und 43 Prozent hoffen, dass sich mithilfe künstlicher Intelligenz bessere Medikamente und Therapien finden lassen, beispielsweise gegen Krebs.

»Ja« zum smarten Putzroboter, »Nein« zum intelligenten Auto: Geht es um praktische Einsatzfelder im Alltag, sagen 58 Prozent, sie würden sich einen Putzroboter anschaffen, der die Wohnung sauber hält. 51 Prozent wünschen sich einen Hilfsroboter, der den Menschen schwere körperliche Arbeiten abnimmt. Dagegen stoßen selbstfahrende Autos nur bei jedem dritten Befragten auf Begeisterung. Lediglich 15 Prozent lehnen die Hilfe durch künstliche Intelligenz in alltäglichen Dingen grundsätzlich ab.

[1] http://www.pwc.de/de/managementberatung/pwc-umfrage-deutsche-halten-kuenstliche-intelligenz-fuer-nuetzlich-sehen-aber-auch-risiken.html

 

https://de.statista.com/infografik/10674/hilft-kuenstliche-intelligenz-zukuenftige-herausforderungen-zu-meistern/

 

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