Masterplan für die digitale Transformation: Zu kurz gesprungen

grafik-arithnea-equinix-sprungFür fast alle deutschen Unternehmen (96 Prozent) steht die digitale Transformation mittlerweile auf der Agenda. Dies ergab eine aktuelle Umfrage von Arithnea unter Geschäftsführern deutscher Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Allerdings sehen nur knapp über die Hälfte (58 Prozent) der Befragten die Modernisierung der IT als strategische Aufgabe an. Und lediglich 40 Prozent haben bereits erste Projekte realisiert.

foto autor donald badoux equinixDonald Badoux, Geschäftsführer von Equinix Deutschland, kommentiert diese Entwicklung:

»Es ist schon erstaunlich. Laut der angeführten Umfrage stehen die Chancen, die das Internet der Dinge bietet, für 79 Prozent und die Notwendigkeit, die eigene Wettbewerbsfähigkeit langfristig sicherzustellen, für 73 Prozent der Unternehmensentscheider im Fokus, wenn es um die Erneuerung der IT-Infrastruktur geht. Bei solch gewichtigen Themen ist es nicht nachvollziehbar, dass immerhin 42 Prozent der Befragten dennoch der Meinung sind, ohne einen Masterplan in die digitale Transformation gehen zu können.

Die digitale Transformation nicht strategisch anzugehen, ist eindeutig zu kurz gesprungen. Es reicht heute einfach nicht mehr aus, die Erneuerung der IT-Landschaft auf den Einkauf von ein paar Servern und WLAN-Routern für die hauseigene IT-Abteilung sowie die Beschaffung neuer Softwarepakete zu reduzieren. Starre, zentrierte IT-Konzepte erinnern an die Geschichte der Dinosaurier, die gezeigt hat, dass schiere Größe nicht ausreicht, um zu überleben, wenn das nötige Maß an Flexibilität fehlt, um auf sich verändernde Bedingungen zu reagieren.

Unternehmen, die in der heutigen digitalen Wirtschaft nicht untergehen, sondern erfolgreich agieren wollen, müssen vielmehr eine IT-Infrastruktur gewissenhaft konzipieren, planen und realisieren, die bestehende Prozesse optimiert, sich an Veränderungen des Umfelds anpassen lässt und Wachstumsambitionen unterstützt. Und hierbei stehen eine überlegte Standortwahl für die IT-Ressourcen und vor allem eine zukunftsfähige Interconnection Strategie im Vordergrund.

Denn nur über agile, flexible und dabei sichere und zuverlässige Netzwerkverbindungen mit Schnittstellen, die möglichst nahe zu den mittlerweile weltweit verteilten Cloud-Services, Mitarbeitern und Kunden, Daten und Applikationen platziert sind, ist es möglich, die von den Befragten angeführten primären Ziele zu erreichen. Eine werthaltige Nutzung des Internets der Dinge ist eben ohne Cloud nicht denkbar. Und die Wettbewerbsfähigkeit kann nur gewahrt werden, wenn ein Unternehmen in der Lage ist, auf die sich stetig und immer schneller verändernden Marktbedingungen zu reagieren.

Festzustellen bleibt: Auch wenn die 42 Prozent der Unternehmen, die bislang auf ein strategisches Vorgehen bei der digitalen Transformation verzichten, wird es Gewinner geben. Die aber werden sich unter den restlichen 58 Prozent der Firmen finden.«

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