Moderne und flexible IT-Infrastruktur – Durch Integrationen zur zukunftsfähigen IT

Mit Integrationslösungen lassen sich auch vielfältige und komplexe Systeme ineinander überführen, ohne dass es zu Datenverlusten, langwierigen Prozessen und Ausfallzeiten kommt. Zudem ermöglichen sie im Anschluss sukzessive den Austausch von Legacy-Systemen durch moderne Anwendungen.

Um der Monopolisierung zu begegnen oder durch strategische Akquisitionen neue Geschäftsmodelle zu erschließen sind Zusammenschlüsse ein probates Mittel für Unternehmen. Die Fusion verschiedener Geschäftsmodelle und Strategien gerät angesichts der zunehmenden Vernetzung immer mehr zu einer hochkomplexen Aufgabe, da mitunter Cloud-native Systeme auf On-Premises-Strukturen treffen.

Integrationslösungen führen verschiedene Systeme ineinander. Amazon, Google, Netflix – die Technologie-Branche steht stellvertretend für die zunehmende Monopolisierung verschiedener Branchen durch deren Big Player, die mehr und mehr Kontrolle über den Markt übernehmen. Die Konkurrenz reagiert auf die zunehmende Dominanz mit Übernahmen und Fusionen, um konkurrenzfähig zu bleiben. So befindet sich Walt Disney beispielsweise in Gesprächen mit Konkurrent 20th Century Fox, um der wachsenden Vormachtstellung durch Netflix zu begegnen. Der Informationsdienst Dealogic schätzt, dass alleine amerikanische Unternehmen im November Zusammenschlüsse im Wert von 200 Milliarden Dollar angekündigt haben, was zum wohl fusionsträchtigsten Monat der letzten 20 Jahre führte [1].

Ob strategischer Gewinn eines neuen Unternehmenszweiges oder gezieltes Wachstum, um gegenüber der Konkurrenz nicht ins Hintertreffen zu geraten – zwei Unternehmen zu einem großen Ganzen zusammenzuführen bedeutet für die Verantwortlichen großen Aufwand. Es geht nicht nur um die Analyse des Unternehmenswertes, neue Geschäftsmodelle oder zukünftige Wachstumspläne. Die erste große Herausforderung besteht darin, zwei IT-Infrastrukturen zusammenlegen zu können.

Digital oder Tod. Im digitalen Zeitalter muss die IT nicht nur reibungslos funktionieren, sondern auch schnelle und agile Prozesse ermöglichen, um das neu gestaltete Unternehmen von Anfang an auf Spur zu bringen. Eine gut durchdachte Digitalstrategie stellt von Anfang an die Weichen, ob ein neues Unternehmen sich wirklich von der Konkurrenz abheben kann. Denn wenn die Infrastruktur nicht richtig aufgesetzt wird, kann das dramatische Konsequenzen nach sich ziehen. Neue und aufstrebende Unternehmen, egal in welchem Sektor werden von Beginn an mit einem »Data first«-Konzept aufgebaut und bringen die nötige Flexibilität mit, um schnell auf Kundenbedürfnisse oder Marktveränderungen zu reagieren. Alteingesessene Unternehmen, deren Legacy-Systeme nicht mit den Disruptionen des digitalen Zeitalters mithalten können, sind hingegen – Fusion hin oder her – zum Scheitern verurteilt. So ergab eine jüngst getätigte Umfrage von ChristianSteven Software, dass ganze 40 Prozent der Fortune-500-Unternehmen der digitalen Umwälzung zum Opfer fallen und von der Bildfläche verschwinden werden [2].

Daher sollte eine moderne und flexible IT-Infrastruktur nicht nur der Nebengedanke einer Akquisition sein. Besonders, da die Legacy-Systeme aus einer inkonsistenten Sammlung verschiedener Applikationen und Datensilos bestehen, die sich nicht einfach in ein einheitliches System überführen lassen.

Integrationslösungen vereinfachen Zusammenschlüsse. Zwei IT-Systeme zu vereinen bedeutet meistens einen langwierigen Prozess, in dem komplexe Datensätze, unterschiedlicher Applikationen und letztendlich das technische Rückgrat eines kompletten Geschäftsmodells in ein neues System migriert werden müssen. Daher ist es hochgradig riskant, zwei Unternehmen einfach nur in ein gemeinsames IT-Framework packen zu wollen. Im besten Fall bedeutet es nur einen großen Zeitaufwand, im Normalfall jedoch verringerte Effizienz und schwindende Performance. Besonders das aufgekaufte Unternehmen leidet unter den Anforderungen der technischen Umstellung auf den neuen Besitzer und ist mitunter gezwungen, sein Geschäftsmodell zu ändern. Dies hat zur Folge, dass die Faktoren leiden, die das Unternehmen als attraktiven Übernahmekandidaten positioniert haben.

Wesentlich gewinnbringender ist es, zu planen, welche Aspekte beider Unternehmen in dem neuen Zusammenschluss besonders zur Geltung kommen sollen, um ein besseres Verständnis für Kundenbedürfnisse zu bekommen. Der Fokus muss vor allem darauf liegen, Echtzeitdaten und intuitive Business Intelligence zu nutzen, um die Kommunikation mit Kunden und Prospects relevant zu gestalten. Damit dies gelingen kann gilt es, die fragmentierten Datensilos aufzubrechen, um die wichtigen Daten in Echtzeit bereitzustellen.

Hierbei helfen Integrationslösungen, die genau für das Zusammenlegen heterogener Systeme konstruiert sind. Diese können mit Hilfe eines Drag-and-Drop-Interfaces neue Integrationen einfach entwerfen, testen und anschließend ausrollen. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil in Zeiten des Fachkräftemangels ist der Wegfall benötigter Programmierkenntnisse. Vielmehr können Mitarbeiter aller Abteilungen Integrationen selbstständig und ohne Spezialwissen vornehmen.

Unternehmen profitieren von einer solchen Lösung auf vielerlei Weise. Es entfallen komplexe Prozesse, die IT neu aufzusetzen, was im Normalfall mit Ausfallzeiten einhergeht und bringen die neue Firma schneller auf Betrieb. Somit wissen auch Kunden schneller um neue Angebote und leiden nicht unter den anderweitig anfallenden Ausfällen. Zudem ist es in diesem Fall unerheblich, ob das eine Unternehmen bereits vollständig mit cloud-nativen Applikationen arbeitet und das andere noch auf On-Premises setzt. Deren Integration würde im Normalfall eine ressourcenaufwändige Herkules-Aufgabe darstellen. Mit Integrationslösung können Systeme neue Innovationen und Geschäftsmodelle schneller in Angriff genommen werden, was einen Vorsprung vor den Wettbewerbern bedeutet.

Fazit: Schneller auf Kurs. Aufgrund der komplexen IT-Landschaften, die in Unternehmen herrschen, sind gerade bei Zusammenschlüssen die beteiligten Parteien darauf angewiesen, ihre Systeme so schnell wie möglich aufeinander auszurichten, um den Zusammenschluss nicht zum IT-Alptraum werden zu lassen. Mit Integrationslösungen lassen sich auch vielfältige und komplexe Systeme ineinander überführen, ohne dass es zu Datenverlusten, langwierigen Prozessen und Ausfallzeiten kommt. Zudem ermöglichen sie im Anschluss sukzessive den Austausch von Legacy-Systemen durch moderne Anwendungen. So wird das neue Unternehmen nicht nur schnell auf Kurs gebracht, sondern ist gleichzeitig zukunftsfähig.


Ian Currie,
EMEA Director
Dell Boomi
https://boomi.com/

 

 

[1] http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/die-konkurrenz-von-amazon-fluechtet-in-fusionen-15303591.html
[2] http://www.information-age.com/65-c-suite-execs-believe-four-ten-fortune-500-firms-wont-exist-10-years-123464546/

 

Illustration: © pluie_r /shutterstock.com 

 

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