Multi-Cloud-Architekturen erfordern Multi-Cloud-Management – Wegbereiter des digitalen Wandels

Die digitale Transformation betrifft Unternehmen jeder Größe und Branche sowie deren Geschäftsmodelle. Um die Digitalisierung voranzutreiben, bedarf es eines flexiblen Zusammenspiels von bestehenden, lokal implementierten sowie Cloud-basierten Lösungen. Sogenannte Cloud-Management-Plattformen helfen, die damit einhergehende Komplexität zu beherrschen, und erhöhen die Transparenz.

Es stellt sich heute nicht mehr die Frage, ob, sondern in welcher Ausprägung und Kombination die Cloud genutzt wird. Der Multi-Cloud-Ansatz ist schon weit verbreitet. Einer Studie von Crisp Research zufolge nimmt das Multi-Cloud-Sourcing auch in Deutschland immer mehr Fahrt auf: So setzen sich nach Erkenntnissen der Marktforscher über 85 Prozent der mittelständischen Unternehmen intensiv mit dem Thema auseinander und befinden sich in der Planung, Implementierung oder bereits im produktiven Betrieb. Außerdem fänden sie sich mehrheitlich in hybriden und Multi-Cloud-Architekturen (68,8 Prozent) wieder. Single-Cloud-Architekturen stellten künftig die Ausnahme dar. Dies reduziere auch die Abhängigkeit von einem Anbieter und minimiere das Ausfallrisiko.

Dieses Vorgehen ebnet den Weg in die digitale Transformation. Doch verschiedene Provider auf konsistente Weise zu managen, ist ein komplexes Unterfangen. Fallstricke lauern rund um Service-Level sowie das erhöhte Risiko eines Compliance-Verstoßes aufgrund mangelnder einheitlicher Governance. Nachteilig wirken sich auch höhere Kosten für Ressourcen und Personal aus, nicht zuletzt, weil der Überblick über die Ausgaben nur mangelhaft oder schlicht gar nicht vorhanden ist.

Unternehmen sehen sich also doppelt herausgefordert: Zum einen wollen sie ihre traditionelle Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in die Cloud migrieren, um effizienter und kostenoptimierter zu arbeiten. Zum anderen implementieren sie – unter dem Einfluss mobiler, sozialer, Big-Data- und IoT-getriebener digitaler Technologien – in und für die Cloud erstellte sogenannte Cloud-native Applikationen. Auf diese Weise entwickeln sie sich in Richtung einer DevOps-Kultur, die zu schneller Innovation beiträgt.

Ganzheitliche Sicht und Kontrolle über die IKT-Infrastruktur. Eine Cloud-Management-Plattform (CMP) ermöglicht laut Gartner das Management von Public-, Private- und Hybrid-Cloud-Umgebungen. Sie sollte Unternehmen jeglicher Größe eine ganzheitliche Sicht und Kontrolle über eine immer unübersichtlichere IKT-Infrastruktur eröffnen. Doch wie kann sie diesem Anspruch gerecht werden? In einem weit reichenden IT-Management-Ansatz erfasst eine solche Lösung unterschiedliche Ressourcen, sowohl im unternehmenseigenen Rechenzentrum als auch in den virtualisierten Infrastrukturen verschiedener Cloud-Services-Anbieter wie AWS, Azure, NTT Enterprise Cloud etc. Dabei sollte sie die Elemente Discovery, Visibility und Management beinhalten. Ziel ist, die gesamte IT-Landschaft zu erfassen, sichtbar zu machen und zu managen – und Daten nicht nur zu sammeln, sondern im jeweiligen Kontext als aussagekräftige Information einfach darzustellen.

»Im Gegensatz zu vergleichbaren Produkten adressiert unsere CMP das Multi-Cloud-Management in einem Top-down-Ansatz. Ausgangspunkt sind die Schwachstellen der CIOs. NTT Communications war es daher wichtig, dass sich die IT-Ressourcen in gemischten On-Premises- und Cloud-Umgebungen nachvollziehbar sichtbar machen und grafisch darstellen lassen«, so Thomas Stoßberg, Sales Director Cloud Services, NTT Europe Ltd., Germany. »Wir wollen der IT-Umgebung die Komplexität nehmen. Bei Bedarf soll die gesamte Organisation mit der Plattform arbeiten können. Auch verfolgen wir eine bi-modale Strategie, denn nur wenige Unternehmen setzen auf eine hundertprozentige Cloud-Umgebung. Auf Basis historischer Daten prognostiziert das System die Auslastung und benachrichtigt den IT-Verantwortlichen, bevor zusätzliche Kosten überschritten werden.«

Dabei gewähren anwenderspezifisch anpassbare Dashboards in der Management-Konsole den erforderlichen Einblick in umfangreiche Informationen rund um Status, Performance und Events innerhalb und im Umfeld der Infrastruktur. Dank eingebauter Kontrollelemente erfolgt eine unmittelbare Reaktion und Benachrichtigung auf etwaige Ereignismeldungen. Hochgradig flexibel lassen sich etwa Ressourcen nach Anwendungen gruppieren und Abteilungen zuordnen, um die entsprechenden Kosten und eine umgebungs- und betreiberübergreifende Nutzung aufzuzeigen. Dank RBAC-Funktionalität (Role Based Access Control) können jedem Mitarbeiter Funktionen und Daten aufgaben- und rollenbasiert zugeordnet werden. Mit der Servicekatalog-Funktion lassen sich zudem bedarfsgerecht maßgeschneiderte Dienste erstellen.

Visualisierung der Cloud-Kosten.Das Potenzial einer CMP erschließt sich zum einen, wenn Unternehmen mit unterschiedlichen IaaS-Anbietern zusammenarbeiten. Zum anderen wenn sowohl On-Premises- als auch Legacy-Infrastrukturen sowie verschiedene Hypervisoren einzubinden sind, beispielsweise von VMWare, Microsoft (Hyper V) oder auf Basis von OpenStack. Und schließlich auch dann, wenn mehr als 50 physische oder virtuelle Server zu verwalten sind. Der Nutzer behält stets den Überblick über seine Workloads – ob sie sich nun im eigenen Rechenzentrum oder in der Cloud befinden. Zudem behält er die Kosten im Griff und kann alle genutzten Dienste über ihren vollständigen Lebenszyklus hinweg effektiv administrieren.

Einer der ersten Nutzer der NTT Com CMP war der Kommunikationsdienstleister Xura, der für acht von zehn globalen Netzbetreibern Messaging-Plattform-Dienste anbietet. Francesco Casi, VP for Cloud and Professional Services bei Xura, kommentiert: »Wir haben auf die Cloud-Management-Plattform gewartet. Da sie mit allen gängigen Public-Cloud-Anbietern zusammenarbeitet, ist sie ein sehr nützliches Management-Tool für uns. Wir können nun dank der Visualisierung der Cloud-Kosten die Ausgabenseite viel besser kontrollieren. Zusätzlich lassen sich IT-Ressourcen markieren, so dass wir diese kostenmäßig exakt zuordnen können – etwa nach Kunden, Projekten oder Geschäftsbereichen.«

Eine Cloud-Management-Plattform verbessert also die Governance und sorgt für den notwendigen Überblick. Dazu gehören auch entsprechende Simulationen, das Monitoring mit Hilfe visualisierter Daten sowie Korrelationen zwischen Log- und Performance-Daten – jeweils anhand kundenspezifisch anpassbarerer Dashboards.


Sabina Merk
Bilder: © NTT Europe

 


 

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