Nachhaltigkeit von Rechenzentren: Mehr Transparenz und Zusammenarbeit notwendig

Wenn es um die Umsetzung von nachhaltigen Energiekonzepten geht, ist mehr Transparenz unter den Akteuren der IT-Branche gefragt, um gemeinsam die steigenden CO2-Emissionen bewältigen können. Im Green IT-Report für das Jahr 2017 von Greenpeace [1] mit dem Titel »Clicking Clean: Who is winning the race to build a green internet?« haben zahlreiche große Player gut abgeschnitten in Bezug auf ihren Einsatz und ihre Initiativen rund um erneuerbare Energien. Viele Unternehmen jedoch wurden aufgefordert, sich zu erneuerbaren Energien zu bekennen, mehr Transparenz zu zeigen und enger mit anderen zusammenzuarbeiten.

Google, Facebook und Apple mit grünen Innovationen

»Der Greenpeace Report ist ein guter Indikator dafür, dass sich die Rechenzentrumsbranche nachhaltiger aufstellt. Jedoch haben sich viele Organisationen eigene Ziele gesucht, anstatt zusammenzuarbeiten, um Erkenntnisse zu teilen und die besten Wege in eine nachhaltige Zukunft zu finden. Google, Facebook und Apple sind sehr aktiv bei grünen Innovationen und arbeiten auch eng mit den Energieversorgern zusammen, um nachhaltige Unternehmensziele zu erreichen. Ihr Einsatz beeinflusst den Rest der Branche, doch es muss noch mehr getan werden,« erklärt Roel Castelein, Customer Services Director bei The Green Grid.

Netflix hat Nachholbedarf

»Netflix ist so ein Hyperscaler, der eines der größten Datenaufkommen aller untersuchten Unternehmen hat und dazu aufgefordert wurde, mehr erneuerbare Energien zu nutzen und sich für erneuerbare Energien in der Rechenzentrumsbranche einzusetzen. Da der Video-Streaming-Markt weiter wächst und beispiellose Datenmengen produziert, könnte eine Vorreiterrolle von Netflix oder eines gleich großen Anbieters einen neuen Standard setzen. Der Einsatz für grüne Richtlinien könnte ein Vorbild für andere sein.«

Der jüngste Greenpeace-Bericht analysiert die großen Technologie- und Rechenzentrumsanbieter in Bezug auf die Nutzung erneuerbarer Energien, Interessensvertretung, Transparenz der Energiequellen sowie Planung. Google, Facebook, Apple und der Colocation Provider Switch erhielten beste Bewertungen, weil sie alle Kriterien erfüllten und zu 100 Prozent erneuerbare Energien nutzen.

Grüne Rechenzentrumsbranche

Seit 2012 ist der Stromverbrauch im IT-Sektor um sechs Prozent gestiegen (insgesamt 21 %), dadurch wird der Ruf nach einer grünen Rechenzentrumsbranche immer lauter. Die erwartete Verdreifachung des weltweiten Internet-Traffics bis 2020 verstärkt die Forderung nach dem Einsatz von erneuerbaren Energien in Rechenzentren, um das Wachstum zu bewältigen.

»Wenn Datenmengen wachsen, müssen sich Rechenzentrumsbetreiber zusammentun, statt in Silos zu arbeiten und Klarheit bei der Nutzung von erneuerbaren Energien gewinnen, um eine nachhaltige Branche zu erschaffen. Ob es um die Einhaltung behördlicher Nachhaltigkeitsziele geht, den Einsatz erneuerbarer Energien als Sekundärquelle oder um eine engere Verbindung mit Energieversorgern – alle Maßnahmen können zur Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen.«

Roel Castelein weiter: »Rechenzentrumsanbieter und Endverbraucher müssen zusammenarbeiten – das wird immer wichtiger, damit wir Daten nachhaltig nutzen können. Organisationen wie The Green Grid bieten den Raum dafür und entwickeln eine Reihe von Werkzeugen, um unsere wachsende Abhängigkeit von Technologie nachhaltig zu gestalten.«

 

 

Hintergrundinformationen zu The Green Grid:

The Green Grid ist ein weltweites Konsortium von mehr als 200 Mitgliedern – Unternehmen, Behörden, Bildungseinrichtungen und Einzelpersonen – das sich der Förderung der Ressourceneffizienz im Bereich der Informationstechnologie und Rechenzentren mit einem ganzheitlichen Ansatz widmet, einschließlich aller IT-, Facility- und Infrastruktur-Systeme. Als globale Autorität für ressourceneffiziente IT und Rechenzentren deckt The Green Grid das gesamte Computer- und Kommunikations-Ökosystem ab – von Rechenzentren bis hin zu PCs – und stellt der IT-Branche weltweit Metriken, Werkzeuge und Best Practices zur Verfügung, um die Ressourceneffizienz zu verbessern.

The Green Grid unterstützt keine herstellerspezifischen Produkte oder Lösungen, sondern spricht branchenweite Empfehlungen zu Best Practices, Metriken und Technologien aus, die die gesamte Ressourceneffizienz verbessern können. Weitere Informationen:

  • Webseite: www.thegreengrid.org
  • Twitter: @TheGreenGrid , http://twitter.com/TheGreenGrid oder https://twitter.com/TheGreenGrid_DE
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[1] Greenpeace hat den Report mit dem Titel »Clicking Clean: Who is winning the race to build a green internet?« veröffentlicht. Zahlreiche große Player haben gut abgeschnitten in Bezug auf ihren Einsatz und ihre Initiativen rund um erneuerbare Energien. Viele Unternehmen jedoch wurden aufgefordert, sich zu erneuerbaren Energien zu bekennen, mehr Transparenz zu zeigen und enger mit anderen zusammenzuarbeiten.

 


 

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