Neun Cloud-Prognosen für 2017

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2016 war ein turbulentes Jahr für Clouds. Salesforce ist zu einem E-Commerce-Player geworden, HP und Verizon haben ihre Public Cloud heruntergefahren, Künstliche Intelligenz ist im Mainstream angekommen, AWS dominiert weiterhin mit einem beispiellosen Partner-Vertrieb und Rackspace wurde privatisiert.

Was steht für die Cloud als nächstes an? Die Geschäftsführung von Rackspace stellt folgende Prognosen für 2017 auf:

1) Die Verwaltung von Kerngeschäften wird in den nächsten 10 Jahren zum bestimmenden Thema der Open-Source-Infrastruktur

Da Unternehmen unterschiedliche Open-Source-Plattformen einsetzen, sehen sie sich mit zunehmend unüberwindbaren operativen Herausforderungen konfrontiert – alles muss effizient, sicher und zuverlässig zusammenarbeiten. Wir nähern uns bei der Einführung von Open Source einem neuen kritischen Moment. Der Schwerpunkt liegt nicht mehr länger auf der Entwicklung von Software, sondern darauf, die Software erfolgreich zu nutzen. Damit steht uns eine neue Ära bevor, in der operations die Vorherrschaft unter den größten Open-Source-Herausforderungen haben werden. – Scott Crenshaw, SVP Product and Strategy

2) Multi-Cloud ist Realität

Die Kombination von öffentlichen und privaten Clouds hat sich durchgesetzt – doch damit nicht genug – große Cloud-Provider wie Rackspace, VMware und Microsoft ermöglichen nun die Nutzung mehrerer Cloud-Anbieter, um Hand in Hand mit verschiedenen Cloud-Implementierungen zu arbeiten. Diesen Trend der »Multi-Cloud« sehe ich auch 2017 weiter wachsen. Diverse Clouds erfüllen verschiedene Bedürfnisse für unterschiedliche Unternehmen und wir merken, dass die meisten Unternehmen sich verschiedener Clouds über mehrere Regionen hinweg und für unterschiedliche Anwendungsfälle / Workloads bedienen werden. Die Kosten für die Migration eines älteren Workloads in eine Cloud, weg vom Kundenrechenzentrum, könnte unwirtschaftlich sein. – Kaushik Balasubramanian, Sr. Director VMware practice

3) Sicherheit wird sich vollständig von der reinen IT-Funktion zum »integrierten Business Enabler« entwickeln

Wenn wir die Realität annehmen wie sie ist und Sicherheitsoperationen entwickeln, welche mit den heutigen, anspruchsvollen und hartnäckigen Gegnern umgehen können, wird das Thema Sicherheit zunehmend technologisch-dynamischer und geschäftskonzentrierter werden. Ein umfassendes Verständnis für die geschäftlichen Auswirkungen von Daten und Systemen, die wir schützen, wird eine effektive Automatisierung in effizienten zero-trust-environments ermöglichen, die nur wenige oder keine standing permissions erlauben. – Daniel Clayton, Director of Operations, Rackspace Managed Security

4) OpenStack wird die API für das softwaredefinierte Rechenzentrum werden

Im Jahr 2017 wird die Sammlung von OpenStack-Projekten eine der am schnellsten wachsenden Open-Source-Communities der Welt darstellen und die Position als De-facto-Standard für den Aufbau privater Clouds bestmöglich behaupten. Das liegt unter anderem daran, dass die OpenStack-Community 2017 die 15. und 16. Hauptversion der integrierten Projekte (Ocata und Pike) liefert. Die Stärke von OpenStack ist weiterhin die API – ein Standard-Interface, dass es Benutzern und Systemen erlaubt mit allen Arten von Infrastrukturen zusammenzuarbeiten – einschließlich Computer-, Netzwerk-, Speicher- und anderen Fabric-Services. Wenn sich immer mehr Organisationen OpenStack zu Nutze machen, um ihre privaten Clouds zu versorgen, werden sie das Potenzial des softwaredefinierten Rechenzentrums und die damit verbundene Flexibilität und Innovation erkennen. – Bryan Thompson, General Manager, OpenStack Private Cloud

5) Der Wechsel zur Anwendung

Die Anwendungsautomatisierung wird an Bedeutung gewinnen – dies wird eine Fokusverlagerung von der Infrastruktur auf die Applikation ins Rollen bringen. Container werden mehr Mainstream-/Produktions-Adoptionen erleben, während es Experimente mit einer serverlosen Architektur geben wird (etwa AWS Lambda). – Prashanth Chandrasekar, Vice President & GM, Fanatical Support for AWS

6) Serverlose Architektur

Eine serverlose Datenverarbeitung erleichtert das Leben der Entwickler. 2017 könnte das Jahr werden, in dem es richtig losgeht. »Serverlos« ist natürlich eine falsche Bezeichnung. Es wird immer Server geben. Eine serverlose Architektur bezieht sich auf Anwendungen, die von Drittanbieterservices abhängig sind (Backend-as-a-Service) oder von benutzerdefinierten Codes (Function-as-a-Service) – AWS Lambda ist heute der beliebteste Host-Anbieter. Was serverlos wirklich bedeutet, ist, dass Entwickler sich nicht mehr um die Infrastruktur kümmern müssen. Und da diese Barrieren für den IoT-Einstieg stetig kleiner werden, werden auch weiterhin neue Player und deren Geräte auf diesem schier unendlichen Markt mitmischen. – John Engates, Chief Technology Officer

7) Fortschrittliche Workloads in Microsoft Azure sind primärer Katalysator, um Daten-Überlauf in Azure voranzutreiben

Technologische Fortschritte in Azure, wie die Cortana Intelligence Suite, Machine Learning, und das Azure Security Center werden durch standardmäßig bestehende Vorteile Workloads in Azure in einer größeren Anzahl ermöglichen. Der Hauptvorteil beim Wechsel zur Public Cloud lag bislang in der DevOps-Transformation und der DataCenter-Konsolidierung. Zu den Begünstigten zählte in erster Linie die IT-Community innerhalb eines Unternehmens. Die oben genannten Punkte werden erhebliche Auswirkungen auf alle Bereiche eines Unternehmens haben. Dies geschieht durch ihre charakteristischen Tools zum dynamischen Data-Mining, durch das Lernen aus Aktionen aller Art (nicht nur von Maschinen) und die sichere Verwahrung von Daten und Ergebnissen. Die Microsoft-Cloud ist nicht nur darauf ausgerichtet Datenverarbeitung effizienter zu gestalten – sie wird den Geschäftsbetrieb, so wie wir ihn kennen, transformieren. – Jeff DeVerter, CTO of Microsoft Technologies

8) Mit der Veröffentlichung von Microsoft Azure Stack wird Azure zur Cloud der Wahl für Unternehmens-Workloads

Da die Gürtel in allen IT-Organisationen enger geschnallt werden und tiefgreifende IT-Kompetenzen knapp sind, werden IT-Organisationen die Gelegenheit nutzen, Azure – öffentlich und privat – als Plattform der Wahl zu standardisieren. Da der Azure Stack-Code in erster Linie aus der gleichen Codebasis wie Azure stammt, werden Unternehmen in der Lage sein, ihre eigenen APIs und nativen Azure-Funktionen für ihre privaten Cloud-Anforderungen zu standardisieren. Diese beiden Produkte werden IT-Organisationen ein nie dagewesenes Maß an Effizienz und Leistungsfähigkeit bringen. – Jeff DeVerter, CTO of Microsoft Technologies

9) »Das Internet der Dinge« im eigenen Haus

Viele Menschen werden bereits im nächsten Jahr mit Geräten in ihren Häusern reden. Man kann Amazon.com nicht mehr aufrufen ohne Werbung für »Echo« zu sehen – den Audio-Zylinder des Unternehmens, der immer mit der Cloud verbunden ist und mit seinen Besitzern als Alexa per Sprache interagiert. Sie können mit Google Home über Google Assistant sprechen und ihrer Xbox mit Cortana Befehle geben. Ich glaube nicht, dass wir lange warten müssen, bis Microsoft etwas Ähnliches für das ganze Haus entwickelt. Apple arbeitet ebenso eifrig an einem Home-Device mit dem Siri-Voice-Assistenten als Grundlage, um mit Echo zu konkurrieren. Sogar das eigene Auto wird nicht außen vor bleiben mit Armaturenbrettern, die sich wie normale Geräte verhalten und mit permanenter Wi-Fi-Verbindung ausgestattet sind. Tesla bringt mit seinem Tesla 3 nächstes Jahr sogar ein erschwingliches Auto mit entsprechender Technologie auf den Markt, während sich Chevy mit dem Chevrolet Bolt mit Tesla einen harten Wettkampf liefern wird. – John Engates, Chief Technology Officer


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