Ökologischer Fußabdruck: Die Welt ist nicht genug

Seit dem 2. August leben wir auf Pump. In diesem Fall nicht finanziell, sondern ökologisch. Denn auf dieses Datum fiel 2017 der Tag, an dem wir so viele Ressourcen verbraucht haben, wie die Welt sie uns in einem Jahr zur Verfügung stellt. Das errechnete die NGO Global Footprint Network. Damit fiel der sogenannte Welterschöpfungstag erneut auf einen sechs Tage früheren Termin als im Vorjahr.

Wie die Grafik von Statista zeigt, sind es vor allem die Industrienationen, die die Welt bereits nach sieben Monaten an den Rand ihrer Ressourcen bringt. Auf dem ersten Platz liegt Australien. Die Bevölkerung verbraucht jährlich so viele Ressourcen, dass alle 7,5 Milliarden Erdenbürger bei gleichem Lebensstil 5,2 Planeten wie die Erde bräuchten, um nachhaltig zu leben. Die USA folgt mit fünf knapp dahinter. Ein weltweiter Lebensstil wie in Deutschland würde 3,2 Erden benötigen. Damit fällt der »Erdüberlastungstag« hierzulande schon auf den 24. April.

Derzeit macht der CO2-Ausstoß fast 60 Prozent des ökologischen Fußabdrucks aus. Dabei spielen vor allem die Bereiche Energie, Verkehr und industrielle Landwirtschaft eine Rolle. Bei der Senkung ist zum einen die Politik gefragt, aber auch jeder Einzelne kann entscheiden, ob er jährlich eine Flugreise und mehr antreten muss oder zum Einkaufen mit dem SUV fährt. Hedda Nier

 

https://de.statista.com/infografik/10574/oekologischer-fussabdruck-die-welt-ist-nicht-genug/

 

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