Online-Shops: Mai ist der neue Dezember

Der E-Commerce wächst und wächst. Nach Angaben des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft Eco um durchschnittliche zwölf Prozent pro Jahr. Für 2017 erwartet Eco demnach einen Umsatz von 55 Milliarden Euro. Mit dem Markt wachsen jedoch auch die Anforderungen an die technische Leistungsfähigkeit von Online-Shops. Dies zeigt die Auswertung der abgerufenen Rechnerleistung der letzten fünf Jahre auf der Websale-Cloud: Der saisonal erhöhte Leistungsbedarf, der jeweils zum Weihnachtsgeschäft im Dezember benötigt wurde, wurde nahezu immer bereits im Mai des Folgejahres wieder erreicht und dann überschritten.

Die Gründe dafür sind einfach: Die Online-Affinität der Endkunden und die Nutzungshäufigkeit von Online-Shops nehmen zu. Der gestiegene Leistungsbedarf in der Websale Cloud zeigt, dass die Riesen der Branche nicht den Rest der Händler verdrängt haben. Jedoch korreliert er auch nicht eins zu eins, mit einem gestiegenen Umsatz. Der Shop-Betreiber muss vielmehr seinen Shop stets an die aktuellen Anforderungen anpassen, um den Käufern ein zeitgemäßes Einkaufserlebnis zu bieten und sich vom Mitbewerb abzuheben. Daher werden einerseits immer mehr Informationen, Bilder und Videos und andererseits neue zusätzliche Features in die Online-Shops integriert. Ebenso bauen Händler ihre Marktpräsenz durch weitere Länder- und Themenshops weiter aus um zusätzliche Zielgruppen anzusprechen.

 

Der Helfer im Hintergrund

Dafür müssen sowohl Nischen-Händler wie Super-Seller ihre Infrastruktur und Rechenleistung laufend ausbauen. Im Idealfall geschieht das im Hintergrund durch den sachkundigen Hoster des Shops als Dienstleistung ohne Arbeitsaufwand für den Online-Händler. Manchmal sind Leistungsspitzen vorhersehbar, wie für die Weihnachtszeit mit hohen Bestellaufkommen, für besondere Branchen wie Online-Blumenshops zu allgemein üblichen Anlässen wie dem Valentinstag oder einhergehend mit besonderen Marketingaktionen. Da Leistungsspitzen jedoch nicht immer vorhersehbar sind, sollten Shop-Betreiber immer und on-Demand ohne Zeitverzug auf ausreichende zusätzliche Leistungsstärke im Shop-Betrieb zugreifen können. Unabhängig von der Vorhersehbarkeit muss der Shop in der Lage sein, die Peaks durch einen leistungsstarken Shop-Betrieb ad hoc aufzufangen, um die Seitenabrufe und damit Käufe bedienen zu können. Optimaler Weise sollte dies automatisch und ohne vorherige Zubuchung von Rechenleistung durch den Hoster erledigt werden.

 

Leistungsspitzen in Umsatz wandeln

Denn Leistungsspitzen optimal zu bedienen ist geschäftsrelevant. Nur mit einem stets performanten Shop können alle Anfragen auch in Bestellungen umgewandelt werden. Ein speziell auf den Online-Shop abgestimmtes Betriebskonzept des Hosters oder im Idealfall durch einen SaaS-Anbieter, der sowohl die Shop-Software als auch den Shop-Betrieb aus einer Hand verantwortet, kann ein reibungsloser Shop-Betrieb gewährleistet werden. Vor allem mittelständische Händler profitieren sofort von SaaS-Anbietern, die Shop-Betrieb und Shop-Software aus einer Hand bereitstellen, da sich die Händler in der Regel auf ihr Kerngeschäft, den Vertrieb, konzentrieren können und so keine eigenen IT-Spezialisten für den Shop-Betrieb benötigen. Denn in der optimalen Abstimmung aller Soft- und Hardware-Systeme entsteht neben vielen anderen Mehrwerten auch ein enormes Geschwindigkeitspotenzial. Nichts erzeugt im Onlinehandel so viel Frustration, wie ein langsamer Seitenaufbau, der zum Beispiel durch Überlastung der Systeme hervorgerufen wird.

 

Einfluss der Performance auf mobile Nutzer

Auch die Nutzung mobiler Endgeräte nimmt bekanntermaßen im Online-Shopping stark zu. Da jedoch noch immer nicht überall schnelle LTE- oder W-LAN-Verbindungen zugänglich sind, hat die Shop-Performance für mobile Endgeräte einen noch größeren Einfluss. Insbesondere in allen Spitzenzeiten in denen mehr Zugriffe auf einen Shop treffen, muss genügend Rechenleistung bereitgehalten werden, um alle Anfragen performant zu bewältigen. Zusammen mit einem gut konzipierten Mobile-Shop, der einen schnellen Seitenaufbau gewährleistet und dem »Mobile First«-Gedanken gerecht wird, können so die mobilen Zugriffe direkt in Bestellungen umgewandelt werden. Auch in diesem Bereich sind also intelligente Lösungen gefragt, die dem erhöhten Leistungsbedarf auf allen Devices gerecht werden und Shop-Seiten besonders schnell ausliefern.

 

Fazit

Der Leistungsbedarf gibt deutlich Auskunft über die Erfolgsmöglichkeiten der Shops. Die Fülle, der in den Shop integrierten Features, benötigt zwar mehr Rechenleistung, welche jedoch direkt dem Einkaufserlebnis der Kunden und dem langfristigen Erfolg des Shops zu Gute kommt. Denn Käufer würden den Shop nicht noch einmal besuchen, wären sie unzufrieden. Zum anderen benötigen mehr Besucher, die über die Länder- und Themenshops generiert werden, wiederum noch mehr Performance und erzeugt am Ende den gewünschten Mehr-Umsatz. Spezialisierte Shop-Partner, die neben der Shopsoftware auch den Shop-Betrieb verantworten, bieten dabei in jeglicher Hinsicht dem Händler Wachstumschancen, da ihre Systeme und Softwares kontinuierlich weiterentwickelt und dabei zusammen optimiert werden.

Johannes W. Klinger

 

Johannes W. Klinger ist Vorstandsvorsitzender der Websale AG. Das Unternehmen entwickelt und betreibt seit 1996 die gleichnamige Shop-Plattform »Websale« für Online-Händler und gilt als First-Mover für SaaS-Shopsysteme in Deutschland. Es hat jede Station in der Entwicklung des E-Commerce mitgestaltet und passt die Shopsoftware wie auch die Leistungen des Betriebsservices immer wieder den neuen Anforderungen des Marktes an. Aktuell wird die Shop-Plattform unter dem Namen »WEBSALE V8s« in der achten Version betrieben.

 


 

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