Personalabteilungen vernachlässigen die Umsetzung mobiler Arbeitsweisen

Mitarbeiter und Unternehmen profitieren gleichermaßen von der Einführung einer IT-Infrastruktur, die ortsunabhängiges Arbeiten ermöglicht. Das belegt die aktuelle Studie »Enterprise Mobility 2015« [1]. Effizienzsteigerung und höhere Zufriedenheit der Mitarbeiter gehören dabei zu den entscheidenden Vorteilen. In der Umsetzung stehen die HR-Fachabteilungen dem Thema Enterprise Mobility und innovativen Arbeitsweisen dennoch sehr zurückhaltend gegenüber.

Die Ergebnisse der Studie »Enterprise Mobility 2015« zeigen die zentrale Bedeutung von Enterprise-Mobility-Lösungen für Unternehmen – also dem Einsatz von mobilen Devices wie Smartphones und Tablets im Arbeitsalltag. Im Rahmen der ersten Teilstudie wurden HR-Fachabteilungen zu ihren Einschätzungen hinsichtlich Nutzen und Einsatz entsprechender Technologien befragt.

Demnach sehen 67 Prozent der HR-Mitarbeiter mobiles Arbeiten als ausschlaggebenden Faktor dafür an, dass Projekte zeitsparend umgesetzt werden können. 64 Prozent der Personalverantwortlichen glauben, dass weniger Projekte scheitern würden, wenn Mitarbeiter durch entsprechende IT-Infrastruktur mobiler arbeiten könnten. Zudem verbinden 61 Prozent mit der Anwendung von Enterprise Mobility Technologien eine deutliche Effizienzsteigerung ihrer Arbeitsabläufe. Als weitere Vorteile mobilen Arbeitens nannten die Befragten höhere Erreichbarkeit, Kostenreduzierung, schnellere Entscheidungs- und Abstimmungsprozesse sowie vereinfachten Informationsaustausch.

Erfolgsfaktor für die Attraktivität

Mobiles Arbeiten führt aber nicht nur zu besserer Performance und mehr Effizienz, sondern stellt darüber hinaus einen wichtigen Erfolgsfaktor für die Attraktivität von Unternehmen dar: 66 Prozent der HR-Mitarbeiter beurteilen flexibles Arbeiten als nachhaltigen Vorteil und sind der Überzeugung, dass die Mitarbeiter zufriedener wären, wenn sie mobiler arbeiten könnten. Mitarbeiter lassen sich so langfristiger an ein Unternehmen binden. »Die Ergebnisse der Studie decken sich mit unseren Erfahrungen. Die Einführung einer modernen technischen Infrastruktur reicht aber nicht”, so Dr. Elke Frank, Senior Director Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Deutschland. »Es braucht gleichzeitig einen weitreichenden Führungs- und Kulturwandel innerhalb der Unternehmen. Nur in dieser Kombination kommen die Vorteile flexiblen Arbeitens voll zur Geltung.«

Erhebliches Steigerungspotenzial

Ungeachtet der großen Zustimmung zu den Vorteilen von Enterprise Mobility offenbart die Studie aber auch erhebliches Steigerungspotenzial, was die tatsächliche Einführung der Technologien betrifft – vor allem im Vergleich mit den in weiteren Teilstudien befragten IT- und Marketingabteilungen. So sehen insgesamt nur 48 Prozent der HR-Verantwortlichen einen Bedarf in der Umsetzung einer Enterprise Mobility Strategie. Hiermit grenzen sie sich deutlich von der Gesamtheit der Befragten ab: Über alle Fachbereiche hinweg sind 59 Prozent der Verantwortlichen der Überzeugung, zukünftig Enterprise Mobility für ihre Prozesse zu nutzen. Die geringe Initiative der HR-Abteilungen spiegelt sich auch darin wider, dass sie es nur in 14 Prozent der Fälle selbst sind, die das Thema Enterprise Mobility treiben. An der Spitze stehen hier mit 61 Prozent und somit großem Abstand die IT-Abteilungen.

Elke Frank sieht die HR-Abteilung in der Umsetzung einer Enterprise Mobility Strategie hingegen in einer integralen und strategisch wichtigen Funktion – und ermutigt ihre Kollegen, sich das Heft des Handelns nicht aus der Hand nehmen zu lassen: »Jeder einzelne Personaler hat die Riesenchance, die ›Neue Arbeitswelt‹ im eigenen Unternehmen nicht nur umzusetzen, sondern sie zu leiten und voranzutreiben. Denn HR ist die einzige Abteilung, die Kultur und Technologie bei diesem Thema zusammenbringen kann.”

Bei Microsoft Deutschland ist eine flexible Arbeitsgestaltung auf Basis einer offenen und den Mitarbeitern zugewandten Unternehmenskultur sowie innovativen Technologien seit Jahren etablierte Praxis. Statt Kontrolle und Anwesenheitspflicht setzt das Unternehmen auf Eigenverantwortung und Vertrauen. Leistung wird rein an Ergebnissen gemessen und nicht daran, wie lange ein Mitarbeiter an einem Ort tätig ist.

[1] techconsult-Studie »Enterprise Mobility 2015«, für die das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Entscheidungsträger des Fachbereiches Sales aus 340 Unternehmen ab 250 PC-Arbeitsplätzen im Auftrag von Microsoft Deutschland befragte.
Ausführlichere Informationen zur Studie »Enterprise Mobility 2015« finden Sie hier.
http://download.microsoft.com/download/C/D/5/CD508C9D-B0CF-475D-AD7A-C9A72131CF2D/EM_Die_Sicht_der_HR_auf_Enterprise_Mobility_final.pdf

infografik techconsult enterprise mobility personalabteilung

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