Predictive Maintenance: Maschinenverfügbarkeit rauf, Kosten runter, Kundenbindung nachhaltig stärken

Aktuelle Studie zeigt, dass Predictive Maintenance in der Industrie bisher eher diskutiert als umgesetzt wird [1].

Es zwickt hier und da, wenn bei Menschen die Knochen morsch werden. Im Zuge der Digitalisierung lernen auch Maschinen, sich zu äußern, bevor ihre eigenen Gelenke knirschen. Wurde die Instandhaltung lange Zeit eher als notwendiges Übel in Unternehmen wahrgenommen, steht sie mit Predictive Maintenance zunehmend im Zentrum vieler Diskussionen rund um die Themen Digitalisierung und Industrie 4.0.

Vorausschauende Instandhaltung wird lieber diskutiert als umgesetzt 

Eine aktuelle Umfrage von BearingPoint unter 74 Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Chemie/Pharma und der Automobilindustrie ergab, dass das Thema der vorausschauenden Instandhaltung bislang jedoch lieber diskutiert als umgesetzt wird: Während sich 84 Prozent der Befragten mit dem Thema Predictive Maintenance in ihrem Unternehmen auseinandersetzen, hat nur jedes vierte Unternehmen bereits erste Projekte durchgeführt.

Der Nutzen von Predictive Maintenance 

Herkömmliche Instandhaltungskonzepte werden den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht, sie binden Kapital und verbrauchen zu viele Ressourcen. So sehen die Unternehmen den Nutzen von Predictive Maintenance vor allem in der Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit (80 Prozent) und in der Senkung der Wartungskosten (60 Prozent). Jedes zweite Unternehmen (52 Prozent) nimmt es auch als Chance wahr, Kunden durch bessere Servicemodelle zu binden.

Die Nutzung von Maschinendaten steht laut der Studie noch nicht im Fokus der Unternehmen. So erfassen zwar 76 Prozent der Befragten relevante Daten via Sensoren und 59 Prozent werten diese zielgerichtet aus. Allerdings optimieren lediglich rund 20 Prozent die Instandhaltung ihrer Anlagen auf Grundlage dieser Daten. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (57 Prozent) nannten als größte technische Hürde die IT-Sicherheit. Noch gewichtiger ist nur der hohe Implementierungsaufwand, gaben 61 Prozent der Befragten an.

Mit kleinen Leuchtturmprojekten starten 

Donald Wachs, globaler Leiter Manufacturing bei BearingPoint und Experte für Industry 4.0 / IoT, kommentiert: »Die Voraussetzungen für den entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft sind da und sollten von den Unternehmen genutzt werden. Oft fehlt es am Mut, Fehler zu machen und aus diesen zu lernen. Das hemmt die Unternehmen und blockiert die Potenziale von Predictive Maintenance. Wichtig ist, das Thema ganzheitlich zu betrachten und mit kleinen Leuchtturmprojekten zu starten. Unternehmen, die Predictive Maintenance proaktiv angehen, können die Maschinenverfügbarkeit steigern, die Kosten senken sowie die Kundenbindung stärken.«

 

[1] Für die Studie Predictive Maintenance wurden 74 Unternehmen hauptsächlich aus den Bereichen Maschinenbau, Chemie/Pharma und Automobilindustrie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mittels einer quantitativen Online-Umfrage befragt. Die teilnehmenden Fachexperten stammen primär aus den Bereichen Instandhaltung, Produktion, Logistik und IT.
Die vollständige Studie steht auf der Webseite zur Verfügung: https://www.bearingpoint.com/de-de/unsere-expertise/insights/predicitive-maintenance/

 


 

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