Reisende wünschen sich Mobilität aus einer Hand

Mehr als 50 Prozent der Deutschen wünschen sich eine übergreifende Mobilitätsplattform, die ihre gesamte Reise abdeckt – von der Buchung bis zur Abwicklung. Zu diesem Ergebnis kommt eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage. Um diesem Kundenwunsch nachzukommen, bedarf es jedoch einer stärkeren Vernetzung auf Anbieterseite.

 

Das persönliche Reiseverhalten der Bundesbürger hat sich durch neue Mobilitätsangebote wie Carsharing oder Uber verändert. Wie die Online-Befragung von Q_PERIOR zeigt, schlägt sich dieser Wandel unmittelbar in gestiegenen Wünschen und Erwartungen auf Kundenseite nieder. Neben der Option, Reisen vollständig über eine einzige Plattform abzuwickeln, würden beispielsweise vier von zehn Deutschen Reisen gerne direkt über Social Media oder Google buchen. Auch alternative Bezahlmodelle wie Mobilität-Flatrates (59 Prozent Zustimmung) oder Pay-per-Use (49 Prozent Zustimmung) erfreuen sich großer Beliebtheit.

»Stand heute sind die Mobilitätsanbieter jedoch nicht in der Lage, diesen Kundenwünschen nachzukommen,« erklärt Astrid Blechschmidt, verantwortlich für den Bereich Touristik, Transport und Logistik bei Q_PERIOR. »Den am Markt befindlichen Lösungen fehlt es vor allem an überregionaler Vernetzung.« Eine bessere Zusammenarbeit unterschiedlicher Verkehrsverbunde ist jedoch Grundvoraussetzung, um die technische Basis – eine Plattform mit Schnittstellen zu unterschiedlichen Systemen – für eine übergreifende Customer Journey zu schaffen.

Mobilitätsdaten werden kaum genutzt

Neben einer besseren Vernetzung der Mobilitätsanbieter birgt laut Umfrage auch die Nutzung von Mobilitätsdaten viel Potenzial. Immerhin 57 Prozent der Bundesbürger erklären sich bereit, Unternehmen unter gewissen Umständen Informationen wie etwa ihr Bewegungsprofil zur Verfügung zu stellen. Vergütung, Zeitersparnis oder personalisierte Angebote stellen dabei die Hauptanreize dar. Vor allem Verkehrsunternehmen können diese Daten gewinnbringend nutzen, um das eigene Angebot zu optimieren. »Wenn die etablierten Mobilitätsanbieter die verfügbaren Daten zukünftig nicht effektiver nutzen, laufen sie Gefahr, Kunden an Wettbewerber zu verlieren, die flexibler auf deren Bedürfnisse eingehen«, so Astrid Blechschmidt abschließend.

 

 


 

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