Salz & Zucker – Duo Infernale?

Wie süß und salzig sind die Deutschen?      

foto cc0 pixabay fotomek halloween zucker salz aa

Immer mehr Menschen leiden weltweit unter Übergewicht und Bluthochdruck. Allein jeder fünfte Deutsche ist adipös und fast jeder dritte Bundesbürger hat Hypertonie. Falsche Ernährung, insbesondere erhöhter Zucker- und Salzkonsum werden dafür verantwortlich gemacht.

Jetzt klärt eine aktuelle, repräsentative Studie des Frankfurter Marktforschungsinstituts targeted! mit 1.000 Teilnehmern, die in Kooperation mit dem Frankfurter Online-Institut Toluna durchgeführt wurde, darüber auf, ob sich die Deutschen ihren Zucker- und Salzkonsum deswegen vermiesen lassen. Denn nur 15 Prozent der Befragten sehen nichts Gutes in Zucker und 75 Prozent sagen aus, dass ihnen Essen ohne Salz nicht schmeckt. Allerdings wollen 79 Prozent ihren Salz- und Zuckerkonsum in Zukunft einschränken.

Süßer als nötig

»Unser Ziel war es herauszufinden, wie sensibel die Konsumenten mit dem Thema Salz- und Zuckerkonsum umgehen und ob sie sich den Umgang mit den beiden Geschmacksträgern durch Ernährungsgebote diktieren lassen«, erklärt Birgit Kühne-Hellmessen, targeted!-Gesellschafterin. Das Frankfurter Marktforschungsinstitut verfolgt Marktentwicklungen sowie –trends und ermittelt daraus Potenziale für Neuprodukte. Die aktuelle Studie zeigt, dass die Kenntnisse über die beiden Stoffe und der tatsächliche Konsum bei den Befragten stark auseinanderklaffen. Zwar sind sich über 80 Prozent der Befragten über die gesundheitlichen Risiken wie Gewichtszunahme und Karies, die Zucker auf den Körper hat, im Klaren. Dennoch konsumieren 28 Prozent der Probanden nach Selbsteinschätzung täglich mehr als die empfohlenen 25 Gramm des süßen Stimmungsaufhellers – die Männer sogar über 38 Gramm. Befragt nach einer möglichen Einschränkung ihres Zuckerkonsums, würden rund 70 Prozent auf den Genuss von Süßigkeiten verzichten, aber nur 28 Prozent auf Schokolade. Die Kenntnisse über Zuckeraustauschstoffe sind recht gut. Insbesondere »Stevia« erfährt einen Bekanntheitsgrad von 87 Prozent.

Verzicht auf Fertigprodukte

Aufhorchen lassen die Angaben über die Einstellung gegenüber Salz: Nur 2 Prozent der Befragten sehen in dem Nahrungsmittel etwas Schlechtes. Die maximal verträgliche Tagesdosis wird mit einem Teelöffel sehr konservativ geschätzt (62 %). Über die Risiken eines erhöhten Salzkonsums sind sich die meisten Menschen durchaus bewusst. Rund 80 Prozent der Probanden würden ihren Salzkonsum deshalb zukünftig reduzieren – am ehesten bei Ketchup, TK-Produkten und Knabberwaren.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Zucker:

  • 28 % konsumieren nach Selbsteinschätzung täglich zu viel Zucker
  • 88 % verbinden mit Zucker einen positiven Energieschub
  • 79 % würden zukünftig ihren Zuckerkonsum reduzieren

o 80 % weniger gesüßte Säfte/Limos

o 70 % weniger Süßigkeiten

Salz:

  • 16 % konsumieren nach Selbsteinschätzung täglich zu viel Salz
  • 64 % verbinden Bluthochdruck mit übermäßigem Salzkonsum
  • 79 % würden zukünftig ihren Salzkonsum reduzieren

o 88 % würden anders würzen

o 82 % würden auf Fertigprodukte verzichten

Wer mehr über die Studie erfahren möchte: info@targeted-research.de


 

Hier folgt eine Auswahl an Fachbeiträgen, Studien, Stories und Statistiken die zu diesem Thema passen. Geben Sie in der »Artikelsuche…« rechts oben Ihre Suchbegriffe ein und lassen sich überraschen, welche weiteren Treffer Sie auf unserer Webseite finden.

Diese Auswahl wurde von Menschen getroffen und nicht von Algorithmen.

 

Internetnutzer setzen auf Gesundheits-Apps oder Fitness-Tracker

Die Fettleibigen sind in der Überzahl

Immer mehr Laktoseintolerante

Ernährungsreport 2017: In der Mittagspause lieber Brotdose als Restaurant

Gesund, smart und digital – Gesundheitsförderung und Klimaschutz für Unternehmen

Patienten wollen Zugang zu ihren Gesundheitsdaten

Unternehmen sollen gute Arbeitsstellen, Qualität und Gesundheitsschutz bieten

Gesundheitssystem: Mangelnde Patientenorientierung

Der (positive) Einfluss von Gesundheits-Apps

Gesundheitsstudie: Die Digitalisierung formt sechs Typen selbstbewusster Gesundheitskonsumenten

IT-Trends für das Gesundheitswesen: Patienten- und serviceorientierte Versorgung

Weitere Artikel zu