Sichere Kommunikation: Nur eine Minderheit verschlüsselt E-Mails

Drei Viertel der deutschen Internetnutzer finden es wichtig, E-Mails so verschlüsseln zu können, dass nur noch der Empfänger sie lesen kann. Das geht aus einer aktuellen Umfrage im Auftrag von WEB.DE und GMX hervor. Tatsächlich verwenden aber nur 13,5 Prozent der Befragten Ende-zu-Ende Verschlüsselung [1]. Aber warum verzichten Onliner darauf, ihre Kommunikation zu sichern? 46,6 Prozent ist die Prozedur zu aufwändig. Ähnlich viele sagen, dass sie schlicht nicht wissen, wie es geht. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/9522/nutzung-von-ende-zu-ende-verschluesselung/

 

 

 

Bei einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kann nur der Empfänger durch Eingabe seines privaten Schlüssels die Inhalte einer E-Mail lesen. Damit ist ein Höchstmaß an Vertraulichkeit gewährleistet. Der Studie zur Folge geben allerdings nur rund 14 Prozent der Befragten an, ihre E-Mails auch tatsächlich zu verschlüsseln.

 

 

Jeder siebte verschlüsselt seine E-Mails

Als Gründe für den Verzicht werden vor allem hoher Installationsaufwand (37,6 %) und mangelnde Kenntnis (36,6 %) genannt. Bei GMX ist verschlüsselte Kommunikation per Mail ganz einfach per PGP möglich: Seit 2015 können Nutzer ihre E-Mail-Kommunikation mit dem weltweit anerkannten, bewährten Standard schützen. PGP (für »Pretty Good Privacy«) bietet ein hohes Sicherheitsniveau und steht jedem Nutzer kostenlos zur Verfügung, vom FreeMail-User bis zum Club-Mitglied.

 

https://newsroom.gmx.net/2018/08/24/interesse-an-verschluesselten-mails-steigt/

 

Einfach einrichten

Die Einrichtung ist dabei schnell erledigt: Mit dem Browser-Plugin Mailvelope ist nach erfolgreicher Installation und der Vergabe eines Passwortes nicht nur die sichere Kommunikation zwischen Nutzern von WEB.DE untereinander möglich, auch Empfänger bei anderen E-Mail-Anbietern mit aktivem PGP-Postfach lassen sich mit verschlüsselten Nachrichten erreichen.

 

Das PGP-Prinzip

Das PGP-System funktioniert mit sogenannten Schlüsselpaaren: Jedem Nutzer ist dabei eindeutig ein Schlüsselpaar, bestehend aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel, zugeordnet. E-Mails, die an einen Empfänger geschickt werden, können mit dessen öffentlichem Schlüssel verschlüsselt werden. Mithilfe seines privaten Schlüssels kann dann allein der Empfänger selbst diese E-Mails entschlüsseln. So bleiben vertrauliche Nachrichten jederzeit privat.

 

[1] Zur Methode: Repräsentative Umfrage der Convios Consulting GmbH im Auftrag von GMX und WEB.DE. Die Convios Consulting GmbH untersucht seit 2009 regelmäßig für GMX und WEB.DE das Kommunikationsverhalten der deutschen Internet-Nutzer. Für die aktuelle Studie wurden im März 2018 insgesamt 1.008 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt.

 


 

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