Softwareroboter machen Unternehmen smarter – immense Auswirkungen der intelligenten Prozessautomatisierung

Firmen entdecken den Mehrwert von maschinellem Lernen, künstlicher Intelligenz und Big Data. Mit diesen Wissensprozessen erzielen sie Einsparungen, erhöhen die Agilität und gewinnen Entscheidungsgrundlagen.

Führungskräfte sind sich branchenübergreifend darüber einig, dass neue »Softwareroboter«, die das Potenzial von maschinellem Lernen, künstlicher Intelligenz und Big Data ausschöpfen können, innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahren einen erheblichen Mehrwert für Unternehmen liefern werden [1].

Im Zuge der von Cognizants ›Center for the Future of Work‹ durchgeführten Studie, wurden 537 Unternehmens- und Technologie-Entscheider aus den unterschiedlichsten Branchen, darunter Finanzdienstleister, Versicherungen, Gesundheitswesen, Pharmaunternehmen, Einzelhandel, Gastronomie und Technologie zu Softwarerobotern befragt.

Im Wesentlichen waren sich alle Studienteilnehmer darüber einig, dass die Vorteile der intelligenten Prozessautomation (IPA) und die Auswertung der daraus resultierenden Datenmengen sowohl finanzielle Vorteile als auch eine neue Bedeutung für Unternehmen bringen können, beispielsweise durch eine schnellere Bearbeitung mit weniger Fehlern, unbegrenzter Skalierbarkeit und geringeren Betriebskosten, kombiniert mit der Fähigkeit, zeitnahe Geschäftsentscheidungen durch automatisierte Analytics-Anwendungen zu treffen.

Die befragten Führungskräfte stuften ihre Nutzung von Prozessautomatisierungen als hoch ein, gaben aber auch an, die Möglichkeiten bis jetzt, im Vergleich zur verfügbaren Technologie, nur im geringen Maße zu nutzen. Das Ergebnis der Studie: es ist noch ein weiter Weg bis alle Systeme auf Prozessautomatisierung umgestellt sind und maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz eine neue Generation von »Robotern« hervorbringen wird. Diese Roboter werden jedoch in der Lage sein, menschliche Handlungen zu imitieren und gleichzeitig eine Vielzahl von Anwendungen bedienen zu können.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie auf einen Blick:

  • Die Befragten gaben an, dass heutzutage bereits 25-40 Prozent ihres Workflows automatisiert ist. Die Studie zeigt außerdem, dass diese Automatisierung innerhalb von Workflows auftreten, die festgeschriebene Ablaufprozeduren und manuelle Eingaben erfordern. Die Automatisierung ebnet hier den Weg für eine neue Generation von IPA-Technologie, die die Kostenersparnis und Effizienz erhöht und wichtige Unternehmenseinblicke gewähren wird, wenn sie auf komplexere Workflows angewendet wird.
  • Über die Hälfte aller Befragten sieht die Automatisierung als signifikante Verbesserung ihrer Geschäftsprozesse innerhalb von drei bis fünf Jahren. Ungefähr 44 Prozent haben ähnlich hohe Erwartungen bei Business Analytics.
  • Fast ein Fünftel berichtet davon, im vergangenen Jahr durch IPA mehr als 15 Prozent Kosten eingespart zu haben.
  • Bei der Automatisierung erwiesen sich Krankenkassen als Vorreiter und konnten ihre Kosten bei der Front- und Backendkommunikation, wie zum Beispiel beim Codieren und Verarbeiten von Informationen, innerhalb eines Quartals im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent reduzieren.
  • Bei den Banken haben fast die Hälfte der Befragten von mindestens 10 Prozent Umsatzwachstum durch prozess-orientierte Analytics-Lösungen innerhalb des letzten Jahres berichtet. Fast drei von vier Banken (73 Prozent) erwarten ein ähnliches Wachstum innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre.

 

»Die Zukunft der Prozessarbeit ist das Zusammenbringen von qualifizierten Menschen mit immer leistungsfähigeren Technologien, wie Autonomic Computing – dazu zählen künstliche Intelligenzen und lernende Maschinen -, die die Einsparungen erhöhen, die Insights verbessern und Geschäftsprozesse beschleunigen. Diese Verschiebung spielt sich in allen Branchen ab.«, sagte Gajen Kandiah, Executive Vice President, Business Process Services, Cognizant. »Unsere IPA-Praktiken stellen eine digitale Transformation auf der Prozessebene dar, durch die unsere Kunden von der Automatisierung profitieren. Die Studienergebnisse zeigen, dass dieser Trend in den nächsten Jahren an Fahrt aufnehmen wird, da Geschäftsentscheider immer mehr Agilität, ein besseres Kundenverständnis und Kosteneinsparungen anstreben.«

Prozessautomatisierung als Schlüsselelement

»Unternehmen gehen neue Wege um ihre Organisations- und Geschäftsprozessmodelle mit Hilfe der Automatisierung als Schlüsselelement zu digitalisieren und zu analysieren«, sagt Charles Sutherland, Executive Vice President of Research bei HfS Research, der Entwicklungen in der Technologie und Prozessautomatisierung genauestens erforscht. »Durch die Implementierung von Softwarerobotern können Service-Provider gewährleisten, dass die Arbeit rund um die Uhr durchgeführt und menschliche Fehler beseitig werden. Darüber hinaus kann auch eine Skalierbarkeit, die Kosten einspart und den Umsatz anhebt, garantiert werden. Prozessautomatisierung ermöglicht es Kunden und Dienstleistern außerdem Vorteile gemeinsam zu nutzen, wie zum Beispiel verbesserte Compliance, reduzierte Risiken und eine Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit.«

[1] Die Umfrage wurde von Cognizant mit Unterstützung durch eine unabhängige Forschungsagentur (E2E Research) durchgeführt. Mehr als 500 Führungskräfte in Nordamerika (57 Prozent) und Europa (43 Prozent) nahmen an der Online-Umfrage teil. Die Befragten vertreten Unternehmen mit einem Umsatz von 500 Millionen bis zu 3 Milliarden US-Dollar. Automatisierung wurde als eine Tätigkeit, die bisher manuell durchgeführt und nun durch Technologie, zum Beispiel durch Prozessautomatisierungstools, erledigt wird, definiert.

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