State of 5G Trials: Report über den aktuellen Status von 5G

In dem Report »State of 5G Trials« von VIAVI Solutions wurde die weltweite Situation bezüglich 5G untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass sich das Tempo der 5G-Feldversuche und -Einsätze in den letzten sechs Monaten rapide beschleunigt hat. Insgesamt 72 Netzbetreiber testen bereits 5G – fast dreimal so viele wie zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr. 28 davon berichten, dass sie sich derzeit in Feldversuchen befinden. Weitere 28 Betreiber haben Pläne für 5G-Versuche angekündigt. Noch bedeutender ist, dass zwei Dienstleister im Nahen Osten bereits vorkommerzielle 5G-Dienste mit begrenzter Verfügbarkeit eingeführt haben – Etisalat und Ooredoo.

Berichte aus laufenden 5G-Studien deuten darauf hin, dass einige Anwender enorm schnelle Datenraten erreichen. So berichten vier Betreiber, dass sie eine Geschwindigkeit von 70 Gbps erreicht haben – Etisalat, Proximus, Telenor und Zain. Die durchschnittliche Geschwindigkeit liegt allerdings erheblich darunter. Sechs Betreiber beanspruchen Datenraten von mehr als 35 Gbps, weitere sechs melden eine Geschwindigkeit von 10 Gbps.

Trotz der Tatsache, dass die neue Funkspezifikation 3GPP 5G erst kürzlich fertiggestellt wurde, haben bereits 14 Systemhersteller angekündigt, sich an 5G-Tests zu beteiligen. Bislang wurden diese Versuche in einem breiten Bandbreitenspektrum von sub-3 GHz bis 86 GHz durchgeführt. Von den Betreibern, die ihr Testspektrum offenlegen, ist die am häufigsten getestete Wellenlänge 28 GHz. Sie wird von 21 Operatoren genutzt. 15 GHz folgen auf Platz zwei.

Die Daten für die Infografik »State of 5G Trials« wurden aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt. Sie dienen nur zu Informationszwecken und sind Teil der VIAVI-Praxis, Trends zu verfolgen, um zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln. VIAVI »State of 5G Trials« dient als Begleitdokument zum VIAVI Gigabit Monitor, einer visuellen Datenbank weltweiter Gigabit-Internet-Installationen.

 

Stimmen zur Entwicklung bei 5G

»Die Erwartungen an 5G sind enorm hoch und bieten Mobilfunkbetreibern neue Umsatzmöglichkeiten«, sagte Stéphane Téral, Executive Director of Research and Analysis, Mobile Infrastructure and Carrier Economics bei IHS Markit. »Aber der Weg zur kompletten 5G-Umsetzung ist kompliziert und befindet sich noch im Fluss. Betreiber und Infrastrukturanbieter auf der ganzen Welt bewegen sich in Bezug auf Test und Bereitstellung mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Und sie müssen jetzt handeln, wollen sie die technologischen Herausforderungen meistern.«

»Netzbetreiber haben sich seit einiger Zeit mit der Entwicklung zu 5G auseinandergesetzt, einschließlich der Fragen, wie man technologische Herausforderungen wie Fixed Mobile Convergence, Hybrid Cloud, Network Slicing oder die zunehmende Virtualisierung angehen kann«, so Sameh Yamany, Chief Technology Officer bei VIAVI Solutions. »Virtuelle Tests, Automatisierung, Selbstoptimierung und Analytik werden wesentlich sein, um der wachsenden Komplexität und Größe von 5G-Netzwerken gerecht zu werden und gleichzeitig die Nachfrage nach hohen Datenraten, Anwendungen mit sehr geringer Latenz und umfangreichen IoT-Diensten zu bewältigen«.

 

Mit Werkzeugen für den Test und die Sicherheit von Netzwerken ist VIAVI Solutions einer der Wegbereiter für 5G und macht Komplexität und Skalierbarkeit beherrschbar.

 

 


 

1 Milliarde 5G-Verbindungen bis 2025 – Warum sich testen (schon jetzt) lohnt

Schöne, neue vernetzte Welt. Jeden Tag kommen in der Welt der vernetzten Geräte und des Internets der Dinge neue Aspekte auf, die verschiedene Aspekte unseres privaten und beruflichen Miteinanders betreffen. Diese untereinander verbundenen Geräte benötigen überall und jederzeit Netzwerkzugriff sowie die Fähigkeit, mehrere komplexe Anwendungen in konvergenten Netzwerken auszuführen, die eine Kombination aus Bandbreite, Zuverlässigkeit und Sicherheit erfordern. All dies führt zu einer größeren Nachfrage nach Netzwerken und Tests, um ein qualitativ hochwertiges Nutzererlebnis zu gewährleisten. Daher ist es unerlässlich, jede Komponente in der Anwendungskette – von Geräten bis hin zum Rechenzentrum und Cloud über Netzwerke und Sicherheitssysteme hinweg – zu überprüfen.

Die Herausforderungen für die IT werden durch die Tatsache verstärkt, dass sich das Netzwerk und die Serviceleistungen, die zur Erfüllung von Kundenwünschen angeboten werden, ständig ändern. Permanente Umwälzungen der globalen Wirtschaft und digitale Störungen erschüttern die Infrastruktur, was eine fortwährende Suche nach innovativen Mitteln erfordert, wie zum Beispiel:

  • Die Welt bereitet sich auf den Übergang zu 5G vor und die die weltweite Industrievereinigung der GSM-Mobilfunkanbieter GSMA erwartet, dass es bis 2025 1,1 Milliarden 5G-fähige Verbindungen geben wird [1].
  • NSS Labs prognostiziert, dass 75 Prozent des Webverkehrs bis 2019 verschlüsselt sein werden [2] .
  • Während Anwendungen, Medien und Services in die Cloud migrieren, prognostiziert Gartner, dass Cloud-Pannen und Schatten-Clouds bis 2020 auf 80 Prozent ansteigen werden [3] .
  • IDC geht davon aus, dass bis 2020 50 Billionen Gigabyte an Daten im Spiel sein werden, während Gartner prognostiziert, dass dieser gesamte Datenverkehr von über 20 Milliarden angeschlossenen Geräten generiert wird [4] .

Und was hat das alles zu bedeuten? Das bedeutet, dass Unternehmen eine robuste Testarchitektur benötigen, um ihre Netzwerke und Dienste zu validieren, bevor all die oben genannten Entwicklungen in vollem Gange sind. Nur wer vorbereitet ist, kann ein qualitativ hochwertiges Kundenerlebnis auf schnelle, zuverlässige und sichere Weise sicherzustellen.

 

Probleme frühzeitig erkennen

Die Services der heutigen Zeit sind stark auf die Kunden ausgerichtet. Funktioniert etwa das Bezahlen im Online-Shop nicht oder liegen Sicherheitsprobleme vor, wechselt der Kunde zur Konkurrenz. Durch die Komplexität und Vielfalt der Geräte, Netzwerke und Anwendungen ist es wichtig, die richtige Strategie, Tools und Infrastruktur zu bestimmen. Hierfür muss man in die IT-Architektur investieren und ein Testing aller Komponenten im Applikationsprozesskette von Anfang bis Ende – von Chips und Geräten bis hin zu Netzwerk, Rechenzentrum und Cloud – einrichten.

Benjamin Franklin sagte einst, dass »eine Unze Prävention ein Pfund Heilung wert ist«. Dies gilt nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für Komplikationen in einem Produktentwicklungs- und Dienstleistungs-Lebenszyklus. Es ist viel kosteneffektiver, Fehler in den frühen Phasen der Entwicklung zu beheben, anstatt später in der Produktion. Die Kosten steigen exponentiell an, wenn wir die Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt verlegen und dadurch etwa negative Kundenbewertungen oder Markenschäden riskiert werden.

Tritt beispielsweise ein Software-Bug in der Entwurfsphase auf, könnten die Kosten etwa 80 bis 100 Euro betragen. Wenn der Fehler erst in der Qualitätssicherungs-Phase gefunden wird, könnten die Kosten auf 1.000 Euro steigen, und wenn er bis zur Auslieferung nicht gefunden wird, könnten die Kosten leicht bis zu 8.000 Euro erreichen. Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben, erhöht demzufolge die Erfolgschancen, spart Geld und ermöglicht Unternehmen, Kundenerwartungen effektiv zu erfüllen oder sogar zu übertreffen.

Solide Testlösungen sind das A und O

Defekte führen zu Schwachstellen, und Schwachstellen öffnen Angreifern Tür und Tor zu einem Netzwerk. Um es zu wiederholen: Es ist 90 Mal weniger kostspielig, Fehler in der Entwurfsphase zu beheben, als sie in Echtzeit zu lösen. Eine starke Testarchitektur kann Fehler finden, die Performance- und Sicherheitsprobleme verursachen.

Um eine solide Testlösung zu erstellen, sind die folgenden Informationen erforderlich:

  1. Was muss getestet werden?
  2. Was sind die besten Geschwindigkeiten?
  3. Wie ist die Art und Größte des Traffics?

Sobald all diese Informationen ermittelt wurden, muss nur noch die richtige Test-Software basierend auf den Parametern für Funktionalität, Leistung, Skalierbarkeit, Sicherheit, Ausfallsicherheit und Compliance ermittelt werden. Anschließend sollten die richtigen Hardware-Schnittstellen, die für die benötigte Netzwerkgeschwindigkeit erforderlich sind, definiert und in einem ausreichend dimensionierten Gehäuse untergebracht werden. Und voilà, das Testing kann beginnen!

Christian Hirsch, Systems Engineer bei Ixia

 

[1] https://www.rcrwireless.com/20170308/carriers/gsma-5g-connections-tag23
[2] https://www.nsslabs.com/company/news/press-releases/nss-labs-predicts-75-of-web-traffic-will-be- encrypted-by-2019/
[3] https://www.ixiacom.com/resources/security-report-2017
[4] https://www.emc.com/collateral/analyst-reports/idc-the-digital-universe-in-2020.pdf und https://www.gartner.com/newsroom/id/3598917

 

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