Streaming während der Fußball-EM – Ruckelfreie Wiedergabe statt Ausfälle

Eine aktuelle Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom anlässlich der kommenden Fußball-EM zeigt, dass inzwischen fast ein Viertel (23 Prozent) der Internetnutzer Sportereignisse live im Internet verfolgt. In der Altersgruppe von 14-29 Jahren greifen sogar rund ein Drittel (34 Prozent) auf Videostream und Liveticker zurück.

Insbesondere die kostenlosen Livestreams, wie die der öffentlich-rechtlichen Sender, sind dabei beliebt – 44 Prozent der Befragen nutzen diese regelmäßig – aber auch die Streams der Bezahlsender liegen mit einer Nutzungsrate von 28 Prozent noch über der textbasierten Live-Berichterstattung. Bei den genutzten Geräten liegen die Smart-TVs mit 66 Prozent klar vorne, wobei die Smartphones mit insgesamt 45 Prozent vor allem bei den jüngeren Befragten unter 30 sehr beliebt sind. Damit steigt der Verkehr von Video Content in mobile und verkabelte Netze weiter kräftig an.

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Donald Badoux, Geschäftsführer, Equinix

Für Donald Badoux, Geschäftsführer des Interconnection- und Rechenzentrumsdienstleisters Equinix in Deutschland, zeigt dies, wie eng alle an der Realisierung beteiligten Unternehmen zusammenarbeiten müssen und unterstreicht dabei die Rolle von Rechenzentren:

Gnadenlos, wenn auch noch so kleine Fehler auftreten

»Der Trend hin zum Streaming bringt für alle involvierten Unternehmen neue Herausforderungen, Content-Anbieter oder Netzwerkbetreiber. Denn die Zuschauer wollen nicht nur frei sein in ihrer Entscheidung, wo und auf welchem Gerät sie ein Sportereignis verfolgen, sie fordern auch höchste Qualität ohne Aussetzer. Sie sind gnadenlos, wenn auch noch so kleine Fehler auftreten – kurze Ausfälle können die Zuschauerzahlen eines Livestreams rapide nach unten treiben.

Hochverfügbarkeit

Das bedeutet, dass Content-Anbieter – seien es nun Fernsehsender, Videoplattformen oder Mediatheken – einerseits die Hochverfügbarkeit ihrer Inhalte sicherstellen müssen, wenn sie langfristig auf diesen Vertriebsweg setzen wollen. Es muss dafür gesorgt werden, dass die Infrastruktur mit der schieren Menge an Daten, die zum Beispiel eine HD-Übertragung generiert, zurechtkommt und die benötigten Kapazitäten flexibel vorhält. Das muss nicht immer mit eigener Infrastruktur sein, sondern kann heute auch bequem und skalierbar über Cloud Provider geschehen. Zudem muss dafür gesorgt werden, dass die IT in einer hochverfügbaren und vor allem sicheren Umgebung untergebracht ist. Stromversorgung und Kühlung klingen trivial, bei der Menge an der für Videostreaming benötigten Rechenpower sind sie es aber ganz sicher nicht.

Vernetzung

Andererseits ist es entscheidend, dass der Content auch beim Endkunden ankommt – und das möglichst ruckelfrei und in hoher Qualität. Hierzu ist die Vernetzung der verschiedenen Dienstleister entscheidend. Alle Beteiligten – Sender, Cloud-Anbieter, Netzwerk Provider – müssen sich nahtlos und direkt miteinander vernetzen, um schließlich die entscheidende Verbindung zum Zuschauer zu schaffen, wo der Content in hoher Qualität und ohne Störung ankommen soll. Das kann nur geschehen, wenn alles Hand in Hand läuft und mit skalierbaren Interconnection-Modellen gearbeitet wird, die zum Beispiel Leistungsspitzen während besonders gefragter Spiele auffangen können.

Interconnection-Plattformen

Dafür ist es entscheidend, dass sich alle Unternehmen in der Wertschöpfungskette auf einer verlässlichen Plattform zusammenfinden. Um dabei die nötige Ausfallsicherheit, Hochverfügbarkeit und eine hohe Auswahl an möglichen Partnern sicherzustellen, werden solche Interconnection-Plattformen heute schon in modernen Rechenzentren aufgebaut, die damit immer mehr zu einer wichtigen Schnittstelle des digitalen Lebens werden.«


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