Trends 2018: Datenkraken, Sprachsteuerung und Blockchain

Eine Prozesslawine rollt auf uns zu. Alexa auf Arbeit? Blockchain macht Konkurrenten zu Partnern. Diskussion um Netzneutralität verändert Edge Computing. Künstliche Intelligenz wird immer mehr zur Realität.

 

Nicht nur zwischen Trump-Tweets und iPhone X war im Netz 2017 einiges los. Die Malware WannaCry sorgte für schwarze Bildschirme und bereitete Unternehmen sowie Sicherheitsexperten große Sorgen. Was bringt das neue Jahr in der Welt der Technologie? Ian Currie, Direktor EMEA bei Dell Boomi, wagt einen Ausblick auf 2018.

 

  1. Eine Prozesslawine rollt auf uns zu

Unternehmen haben Zugriff auf immer mehr Daten, die von immer mehr vernetzten Endgeräten produziert werden. Sie sammeln und werten Daten von Smartphones, -watches und sämtlichen anderen Geräten aus. Das wird auch 2018 nicht weniger werden. Dabei herrscht nach wie vor große Unsicherheit, aus was diese Daten genau bestehen und wofür sie genutzt werden. Doch die Zeit des sorglosen Datensammelns läuft langsam ab, mit neuen Gesetzen, wie der EU-Datenschutzgrundverordnung, bekommen Verbraucher Rechtsmittel in die Hand, um dagegen vorzugehen. Unternehmen, die sich nicht um den Datenschutz kümmern, sehen sich neben hohen Strafen auch der Gefahr von etlichen Klagen ausgesetzt.

  1. Alexa auf Arbeit?

Sprachsteuerung und persönliche Assistenten sind ein riesiger Wachstumsmarkt. Immer mehr Menschen haben Amazons Echo oder Googles Home zuhause stehen. Wenn wir uns privat mit den digitalen Helfern anfreunden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie uns auch im beruflichen Umfeld begegnen und den Arbeitsalltag einfacher machen. Besonders für Berufstätige, die ihre Hände zum Arbeiten brauchen, stellt die Sprachsteuerung eine echte Erleichterung dar.

Auch in der Logistikbranche, wo alles besonders schnell gehen muss, kann die Technologie helfen wertvolle Zeit zu sparen und Fahrer können das Internet nutzen, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis Unternehmen die Vorteile der Sprachsteuerung erkennen und sie konsequent einsetzen, um ihre Produktivität zu erhöhen.

  1. Blockchain macht Konkurrenten zu Partnern

Die Blockchain-Technologie wird die Kooperation zwischen Unternehmen radikal verändern. Ehemals erbitterte Rivalen werden nun zusammenarbeiten. So unglaublich das zunächst klingt, werden die Vorteile überwiegen, denn Blockchain bietet verlässliche Informationen und Manipulationssicherheit. Wenn verschiedene Unternehmen ihre Daten bestimmter Geschäftsbereiche in eine einzige Blockchain einspeisen, die auch von Abteilungen anderer Unternehmen genutzt wird, gewinnen dadurch schließlich alle. Die Vorteile schnell und unkompliziert an verlässliche Informationen, etwa über Investments, zu kommen überwiegen die befürchteten Nachteile durch Preisgabe der eigenen Daten.

  1. Diskussion um Netzneutralität verändert Edge Computing

Die Abschaffung der Netzneutralität in den USA war ein Thema, das zum Ende des letzten Jahres die Gemüter erhitzte. Dadurch, dass die Gleichbehandlung aller Daten im Netz nicht mehr garantiert wird verändert sich die Welt des Cloud Computing. Unternehmen werden verstärkt darauf setzen, Daten dort zu verarbeiten, wo sie entstehen, um so weniger Traffic durch das Netz schicken zu müssen. Das sogenannte Edge Computing wird sich dadurch weiterentwickeln. Außerdem werden durch die veränderten Bedingungen neue Funktionalitäten in Software integriert werden müssen. Auch wenn in Europa die Netzneutralität gesetzlich garantiert ist, werden die Entwicklungen, die ihre Abschaffung in den USA auslöst, auch den heimischen Markt betreffen.

  1. Künstliche Intelligenz wird immer mehr zur Realität

In dem Maße, wie sich Sprachsteuerung ausbreitet müssen Maschinen in der Lage sein, immer mehr und komplexere Anweisungen von Menschen zu verstehen. Kunden erwarten, dass sie auf natürliche Weise mit Alexa und Co. interagieren können und dabei kommt die künstliche Intelligenz zum Einsatz. Sie kann ganz normal gesprochene Sätze verstehen und lernt ständig dazu. Doch nicht nur die Spracherkennung wird immer komplexer, auch die Aufgaben, die wir den digitalen Assistenten stellen werden immer anspruchsvoller, besonders wenn diese sich in der Business-Welt etablieren. Erst die künstliche Intelligenz im Hintergrund sorgt dafür, dass uns digitale Assistenten nicht nur triviale Aufgaben abnehmen, sondern wirklich die Produktivität befördern.

 


 

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