Wachsender Bedarf für effizientes, virtualisiertes Datenmanagement

Der Ruf nach Datenspeicherung in der EU, generelles Datenwachstum, aber vor allem das Problem der Flut an Datenkopien machen virtualisiertes Datenmanagement immer interessanter für Unternehmen.

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Der Europäische Gerichtshof hat das Safe-Harbor-Abkommen zum Austausch personenbezogener Daten zwischen der Europäischen Union und den USA für ungültig erklärt. Grund dafür ist, dass die EU persönliche Daten europäischer Nutzer in den USA nicht ausreichend vor dem Zugriff durch Behörden geschützt sieht. Actifio, spezialisiert auf virtualisiertes Datenmanagement, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es künftig vermehrt Bedarf an Speicherkapazitäten in Rechenzentren und Clouds, die in Europa betrieben werden, geben wird. Dies gilt sowohl für EU-Bürger, deren Datenschutzrechte nun gestärkt wurden, als auch für Unternehmen, die darauf aus sind, ihr geistiges Eigentum zu schützen.

Standort der Datenspeicherung 

Unternehmen in der EU bevorzugen es, dass ihre Daten in räumlicher Nähe vorgehalten werden. Laut einer aktuellen Studie von Bitkom und KPMG ist es für zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland wichtig, dass ein Cloud-Service-Provider seinen Sitz in Deutschland oder der EU hat. Etwa 75 Prozent der befragten Firmen bevorzugen einen Dienstleister, der zumindest ein Rechenzentrum innerhalb der EU betreibt. Bei einer anderen aktuellen Studie, erstellt von PwC und dem Berufsverband für Informationssysteme ISACA, landet der Standort der Datenspeicherung – nach Daten- und Informationssicherheit sowie Compliance – unter den drei wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines Cloud-Dienstes. Ihre Daten im Auge zu behalten, dies gilt gerade in der mittelständischen Unternehmenslandschaft in der DACH-Region, mit vielen hoch spezialisierten Betrieben und »Hidden Champions« mit besonders wertvollem Know-how.

Angesichts der Orientierung der Unternehmen zu regionalen, nationalen oder zumindest in der EU angesiedelten Rechenzentrums- und Cloud-Ressourcen ist davon auszugehen, dass in Zukunft mehr Daten gesichert, archiviert und verwaltet werden müssen. Es sieht hier nach einem größeren Bedarf an Datenspeicherung, Datenmanagement und Datenanalyse aus. »Unternehmen und Betreiber von Rechenzentren stehen nun vor der Wahl, massiv in neue Hardwarekapazitäten zu investieren – oder auf Datenvirtualisierung zu setzen. Bei letzterer Alternative kommt Actifio ins Spiel«, erklärt Gregor Hansbuer, Sales Director DACH bei Actifio.

Datenkopien sind das Problem 

Nicht das generelle Datenwachstum oder die Datennutzung in großem Stil – Stichwort Big Data – sind das Problem, sondern Datenkopien. Und dies gilt rund um den Globus. Angesichts der aktuellen Produktionsrate werden weltweit bis zum Jahr 2016 mehr digitale Informationen erzeugt werden, als auf einfache Weise gespeichert werden können: Experten prognostizieren bis zum Jahr 2020 eine Kapazitätslücke von mehr als sechs Zettabyte. Dies allein entspricht fast dem Doppelten aller Daten, die im Jahr 2013 produziert wurden.

Das Problem der enorm wachsenden Datenmenge besteht aufgrund der mehr oder weniger ungebremsten und unkontrollierten Verbreitung von mehrfachen physischen Datenkopien. Unternehmen benötigen Kopien für Datensicherung, Anwendungsentwicklung, Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, Geschäftsanalyse und Disaster-Recovery-Maßnahmen. IDC zufolge halten Unternehmen im Durchschnitt 375 Kopien von physischen Datensätzen vor. Die Analysten von IDC schätzen die Kosten für die Verwaltung von Datenkopien auf 50,63 Milliarden US-Dollar bis 2018. Dabei entfallen bis zu 60 Prozent des Budgets für IT-Storage-Hardware und -Infrastruktur auf die Bewältigung der Datenkopien.

Die Datenexplosion kann gelöst werden durch einen Ansatz, der auf einer einzigen »goldenen« Master-Kopie basiert. Mittels einer Plattform für Copy Data Management lassen sich virtuelle Kopien für sämtliche Anforderungen – wie Tests, Datensicherung, Replikation und Analyse – bereitstellen. Wenn Unternehmen Datenkopien virtualisieren, können sie die Effizienz verbessern, Kosten reduzieren und das Datenmanagement vereinfachen. Dies bedeutet einen schnelleren Zugriff auf Produktionsdaten, eine effektivere Nutzung der Daten und weniger Aufwand bei der Einhaltung von Vorschriften.

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