Wearabels-Absatz: Wearables hängen vor allem am Handgelenk

122,6 Millionen Geräte aus der Kategorie Wearables werden die Hersteller laut einer aktuellen IDC-Schätzung im laufenden Jahr absetzen. Aber so richtig erfolgreich sind eigentlich nur Smartwatches (72,4 Millionen) und sonstige Armbänder (44,2 Millionen) – dabei handelt es sich überwiegend um Fitness-Tracker. In anderen Bereichen hat sich die Idee, Dinge, die wir am Körper tragen, smart zu machen noch nicht durchgesetzt, wie die Grafik von Statista zeigt. Geht es nach den Analysten wird die Zukunft der Wearables auch weiter vor allem am Handgelenk hängen. Von den für 2022 prognostizierten Verkäufen sollen nur zwölf Prozent andere Produkte wie Kleidung oder Kopfhörer entfallen. Mathias Brandt

https://de.statista.com/infografik/15541/weltweiter-wearables-absatz-nach-geraetetyp/

 

 

Smartwatch-Absatz: Die Apple Watch dominiert den Markt

 

Samsung hat bei seinem Unpacked-Events eine neue Smartwatch vorgestellt, die Galaxy Watch. Das neue Modell wird in zwei Größen (42 und 46 Millimeter) in den Handel kommen. Ob es den Südkoreanern gelingen wird, mit der neuen Smartwatch, den Abstand zu Apple zu verringern, wird sich zeigen. Indes ist der Vorsprung der Apple Watch ziemlich gewaltig, wie aktuelle IDC-Zahlen zeigen. Die Analysten schätzen den Absatz für das vergangene Jahr auf 17,7 Millionen. Samsung dagegen konnte nur vergleichsweise mickrige 3,6 Millionen Geräte verkaufen. Mathias Brandt

 

https://de.statista.com/infografik/15047/geschaetzter-weltweiter-smartwatch-absatz/

 


 

Die wichtigsten Daten und Zahlen zum Internet der Dinge: Wearables, Cloud Computing, M2M und mehr

 

Wie hoch schätzen Experten den Absatz von Wearables in den kommenden Jahren? Welche Technologietrends sind besonders relevant? Wie nutzen Unternehmen erfasste Daten?

Der Service-Verband KVD e. V. stellt einmal im Quartal die wichtigsten Daten und Zahlen zu aktuellen Trends im Dienstleistungssektor zusammen. Aktuell hat er Zahlen zu neuen Technologien im Service zusammengetragen.

 

Testzentren zur Industrie 4.0: Schwerpunkte Berlin und Thüringen

Über Deutschland verteilt existieren verschiedene Testzentren, in denen Industrie 4.0-Szenarien getestet werden können. Schwerpunkte sind nach Darstellung der Plattform Industrie 4.0 hierbei Berlin und Thüringen. Auch in der Rhein-Neckar-Region, rund um Hannover, im Grenzgebiet bei Aachen und in Rhein-Main finden sich viele Zentren. Eine weiße Fläche ist hier Mecklenburg-Vorpommern.

 

Knapp ein Viertel aller Maschinen in Unternehmen sind vernetzt

Im Durchschnitt sind 24 Prozent der Maschinen in Unternehmen mit dem Internet verbunden. Eine Quote von 20 bis 50 Prozent an vernetzten Geräten erreichen 54 Prozent aller Unternehmen, und damit knapp mehr als die Hälfte aller Befragten. Eine noch höhere Quote haben laut Bitkom Research dann nur noch 6 Prozent.

 

Technologietrends: IT-Sicherheit ist DAS Thema

Geht es um Technologietrends im Industrie 4.0-Zeitalter, steht laut EY die IT-Sicherheit ganz oben auf der Liste bei den Unternehmen. Jeder stuft dieses Thema als wichtig ein. Für 89 Prozent ist es M2M, bei 79 Prozent Cloud Computing und 78 Prozent nennen Social Machines.

 

Industrie 4.0: Strategische Bedeutung wächst stark

32 Prozent der Unternehmen glauben nach einer EY-Erhebung, dass die strategische Bedeutung stark zunehmen wird. 57 Prozent sagen ‚wird eher zunehmen‘, 10 Prozent gehen von einer unveränderten Bedeutung aus.

 

Absatz von Wearables weltweit steigt enorm

28,8 Millionen Wearables sind 2014 laut IDC weltweit verkauft worden. Ein Jahr später waren es schon 81,9 Millionen. Für das vergangene Jahr wurde ein Verkauf von 115,4 Millionen Exemplaren erhoben. Die Prognose zeigt ein weiteres Wachstum an: In diesem Jahr sollen es 132,9 Millionen Stück sein, 2022 dann 219,4 Millionen.

 

Datenrelevanz: Erfassung von Auftrags- und Kundendaten relevant

Welche Relevanz haben erfasste Daten? Wie die KVD-Service-Studie 2017 zeigt, geht es vor allem um die Erfassung von Auftrags- und Kundendaten. Sowohl die Marktführer als auch die Verfolger sehen darin eine große Relevanz. Auch wichtig: die Datenaggregation über mehrere Maschinen, Anlagen und Produkte von Kunden hinweg.

 


 

Beim Internet der Dinge Kunden auf die digitale Reise mitnehmen

 

 

Kaum eine Technologie hat den Service so stark in Veränderungsprozesse geführt wie das Internet der Dinge und die damit verbundene Digitalisierung. Und tatsächlich: Für viele Prozesse, Leistungen und Lösungen ist das Internet der Dinge ein Segen. Es bringt aber auch Herausforderungen mit sich, die tief in die Strukturen eindringen und eher als Fluch erlebt werden.

 

Kaum eine Technologie hat den Service so stark in Veränderungsprozesse geführt wie das Internet der Dinge und die damit verbundene Digitalisierung. Und tatsächlich: Für viele Prozesse, Leistungen und Lösungen ist das Internet der Dinge ein Seegen. Es bringt aber auch Herausforderungen mit sich, die tief in die Strukturen eindringen und eher als Fluch erlebt werden. KVD Vorstand Uwe Limmer erklärt, was er damit meint.

Da ist vor allem das Thema Personal: Die Digitalisierung stellt Mitarbeiter vor neue Anforderungen, gerade in der Auseinandersetzung mit Medien und Technologien. Letztere schaffen aber auch ganz neue Arbeitsplätze mit spannenden Tätigkeitsfeldern und Möglichkeiten. Wir bewegen uns allgemein vom Papier weg und hin zu digitalen Prozessen. Auch Mitarbeiter müssen sich umstellen, was man intensiv mit Weiterbildungsmaßnahmen begleiten sollte. Wobei auch das Trainingsangebot selbst Veränderungen unterworfen ist: Web-Based-Trainings haben ihre Bedeutung noch einmal ausgebaut, dazu gibt es Facetten wie Videotrainings, Webinare und andere Formen des virtuellen Lernens. Das bedeutet auch eine Herausforderung für die Trainer selbst. Und noch mehr: Service-Abteilungen nehmen immer mehr den Self-Service in den Blick. Um einfache Service-Prozesse von Kunden übernehmen zu lassen, werden immer mehr Erste-Hilfe-Videos und Wizzards entwickelt – auch ein vollkommen neues Tätigkeitsfeld im Service.

Für Business Development ist das Internet der Dinge sicher ein Segen: Unternehmen können heute Maschinendaten nutzen, um Kunden einen enormen Mehrwert anzubieten. Denken Sie nur an das Wartungsmanagement, bei dem auf Basis von Maschinendaten vorausschauend Service angeboten und durchgeführt werden kann. Eine Herausforderung bleibt dabei natürlich das Thema Daten: Es müssen dringend Fragen dazu geklärt werden, wem die Maschinendaten eigentlich gehören und wer sie wie nutzen darf und sollte. Hier spielt auch der Datenschutz eine wichtige Rolle: Nicht selten werden Daten als das neue Gold bezeichnet, insofern werden Daten zu einem wichtigen Wirtschaftsgut von Unternehmen. Da ist es unabdingbar, nicht nur – wie es beispielsweise die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung vorgibt – über den Schutz personenbezogener Daten nachzudenken, sondern auch über die Sicherheit und Nutzbarmachung von Daten generell. Hier müssen Mitarbeiter entsprechend sensibilisiert sein, und Kunden muss ein Know-how vermittelt werden, wie sie die Potenziale von Daten heben können. Die Daten selbst müssten sicher gespeichert und hochverfügbar sein, gerade wenn Serviceprozesse vermehrt auf Cloud-Technologien aufbauen – eine Herausforderung auch für die IT-Abteilungen in Unternehmen.

Das spielt auch in den Bereich der künstlichen Intelligenz hinein. Dieser wird immer wichtiger, das spüren wir in vielen Situationen und Prozessen im Service. Immer mehr Unternehmen aus der KVD-Mitgliedschaft beschäftigen sich zurecht mit diesem Thema, einige entwickeln bereits erfolgreiche Geschäftsmodelle auf Basis von künstlicher Intelligenz.

Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass man keine Angst vor der Digitalisierung hat. Man muss die Kunden mitnehmen auf die Reise, dazu die Herausforderungen benennen, aber auch die Chancen aufzeigen. Wer offen und professionell mit dem Thema umgeht, wird enge Kundenbindungen schaffen und Mitarbeitern Arbeitsplätze anbieten können, die hochspannend sind und großes Entwicklungspotenzial bieten. So ist das Internet der Dinge im Service absolut als Segen, nicht als Fluch zu verstehen.

Uwe Limmer, KVD-Vorstand


 

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