Zahlungsmethoden: Den Deutschen ist ihr Bargeld lieb

Die Deutschen lieben ihr Bargeld – und die zugehörigen Automaten. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Marktwächter Finanzen, einem Angebot der Verbraucherzentralen. So heben 38 Prozent der Befragten mindestens einmal pro Woche Geld am Automaten ab. 27 Prozent holen sich alle zwei Wochen frisches Geld. Die durchschnittliche Summe beträgt dabei 248 Euro. Die Auszahlung an Tankstellen oder Supermarktkassen sorgt bisher allerdings für keine große Begeisterung: 78 Prozent geben an, sich dort nie Bargeld auszahlen zu lassen.

Beim bargeldlosen Bezahlen zeigt sich, dass die Deutschen noch immer Berührungsängste mit mobile Payment per Smartphone haben. 97 Prozent und damit nahezu jeder gab an, diese Form nie zu nutzen. In Geschäften per Karte zahlen 16 Prozent mindestens einmal täglich, 33 Prozent mehrmals pro Woche. Hedda Nier

https://de.statista.com/infografik/12501/umfrage-zum-zahlungsverhalten-der-deutschen/

 


 

»Abschaffung von Bargeld«: Die Deutschen haben Bargeld einfach gern

Fast alle Deutschen haben Bares dabei, wenn sie unterwegs sind. Und die Mehrheit ist auch nicht bereit, sich davon zu trennen. Knapp zwei Drittel der Deutschen geben an, gegen eine Abschaffung von Bargeld zu stimmen, wenn heute eine Volksabstimmung stattfinden würde. Dies zeigt die aktuelle Umfrage »Bargeld 2016« des GfK Vereins.

Fragt man die Deutschen, wie sie sich entscheiden würden, wenn es heute eine Volksabstimmung zur Abschaffung von Bargeld gäbe (vorausgesetzt man könnte tatsächlich überall – also auch in kleinen Geschäften und zwischen Privatpersonen – bargeldlos bezahlen), so würden 44 Prozent entschieden gegen eine Abschaffung stimmen und 20 Prozent vermutlich nicht zustimmen. Zwar steigt die Akzeptanz bargeldloser Zahlung mit sinkendem Alter der Befragten, aber auch bei der jungen Zielgruppe der 14 bis 34-Jährigen äußert sich knapp die Hälfte negativ. Lediglich 8 Prozent der jüngeren Menschen geben an, der Abschaffung von Münzen und Scheinen entschieden zuzustimmen, vermutlich zustimmen würden 11 Prozent.

grafik gfk verein bargeld abschaffung de

Ablehner sorgen sich um die Übersichtlichkeit der Ausgaben

Einer der am häufigsten genannten Gründe gegen die Abschaffung des Bargelds ist der bessere Überblick über die eigenen Ausgaben, wenn man mit Scheinen und Münzen zahlt. Drei von zehn befragten Abschaffungsgegnern nennen diesen Grund. Ebenso viele geben an, dass sie an Bargeld gewöhnt sind und es einfach gerne mögen. 17 Prozent sorgen sich beim bargeldlosen Zahlungsverkehr um den Datenschutz und befürchten, dass alle Ausgaben dann digital von Dritten nachvollziehbar sind. »Deutsche sind generell sensibel, wenn es um ihre persönlichen Daten geht – sensibler als viele andere Europäer. Für Deutsche ist Bargeld eine Möglichkeit des Datenschutzes«, so Professor Raimund Wildner, Geschäftsführer des GfK Vereins.

Befürworter denken praktisch

Aber auch der kleinere Teil der Befragten, die Befürworter des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, nennt Gründe für die Entscheidung: Über 40 Prozent geben an, dass sie bargeldlose Zahlung mit parktischerweise nur einer Karte gut finden. Knapp ein Drittel schätzt die Vereinfachung des Zahlungsverkehrs. Ein Viertel hält die bargeldlose Zahlung für sicherer, da man Geld nicht mehr verlieren oder dessen beraubt werden kann.

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[1] Für die Studie »Bargeld 2016« hat der GfK Verein die GfK Marktforschung zur Befragung von 2.000 Männern und Frauen ab 14 Jahren (repräsentativ für die deutsche Bevölkerung) beauftragt. Die Studie wurde im Juli und August 2016 durchgeführt.

 

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