Anzahl der Private-Cloud-Befürworter verdreifacht sich

Während 2013 noch 23 Prozent der mittelständischen Fertiger keine Angaben zu den Public- und Private-Cloud-Modellen machen konnten, sank dieser Wert 2014 auf 8 Prozent. Gleichzeitig stieg der Anteil derjenigen, die das Private-Cloud-Modell als geeignet ansehen, zwischen 2013 und 2014 von 11 auf 37 Prozent. Noch höher liegt dieser Anstieg bei kleineren Mittelständlern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des unabhängigen Marktforschungsinstituts Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag der Freudenberg IT. Die Follow-up-Studie zeigt, dass sich gegenüber dem Vorjahr ein Bewusstseinswandel im produzierenden Gewerbe abzeichnet: »Bei den befragten Unternehmen herrscht heute deutlich mehr Klarheit über die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Cloud-Varianten als noch vor einem Jahr«, konstatiert PAC-Analyst Karsten Leclerque. »Dennoch halten sich in der Zielgruppe hartnäckige Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit, weshalb der Cloud-Trend im industriellen Mittelstand nur zögerlich vorankommt.«

80 Prozent der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer lehnen Cloud Computing wegen vermeintlicher Sicherheitsmängel ab. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als der Durchschnittswert der befragten mittelständischen Fertigungsunternehmen. Diese hohen Sicherheitsbedenken geben einen Hinweis darauf, warum dem Private-Cloud-Modell der Vorzug gegeben wird, das vermeintlich höhere Sicherheitsstandards gegenüber dem Public-Cloud-Modell bietet.

»Die schleppende Adaption des Cloud-Megatrends in einem volkswirtschaftlich so wichtigen Industriezweig setzt entscheidende Standortvorteile aufs Spiel«, mahnt Horst Reichardt, CEO der Freudenberg IT. »Angesichts immer neuer Enthüllungen über Spähaktionen ausländischer Dienste ist es umso dringlicher, über die Sicherheitseigenschaften deutscher Cloud-Infrastrukturen aufzuklären, deren Betreiber – anders als etwa amerikanische Provider – nicht dem Patriot Act der US-Administration unterliegen.«

Zugenommen hat die Cloud-Nutzung hingegen vor allem bei Non-Automotive-Unternehmen, wozu beispielsweise auch Elektro- und Elektronikhersteller gehören. Schlusslicht ist wie schon 2013 der Maschinen- und Anlagenbau – hier sind in allen Cloud-Nutzungsvarianten nur moderate Zuwachsraten zu verzeichnen.

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Informationen zur Studie

Für die repräsentative Untersuchung befragte das Marktforschungsinstitut  PAC in einer zweiten Welle rund 130 IT-Entscheider und Produktionsleiter mittelständischer Fertigungsunternehmen in Deutschland. Die befragte Unternehmensgruppe setzt sich aus folgenden Branchen zusammen: Maschinen- und Anlagenbau (36 Prozent), Automotive (29 Prozent) sowie sonstige Fertigung (36 Prozent) mit einer Mitarbeiterzahl von 250 bis 499 (40 Prozent) beziehungsweise 500 bis 4.499 (60 Prozent). Als Auftraggeber veröffentlicht die Freudenberg IT in den kommenden Wochen und Monaten weitere Studienergebnisse, die sich bis zum Nationalen IT-Gipfel im Oktober 2014 zu einem vollständigen »IT Innovation Readiness Index« verdichten werden. Der IT-Provider und SAP-Spezialist für den industriellen Mittelstand legt damit schon das zweite Jahr in Folge ein aktuelles Bild zum Status Quo der IT-Durchdringung in diesem Unternehmenssegment vor. Die Studienergebnisse des »IT Innovation Readiness Index 2014« können unter https://www.freudenberg-it.com/de/it-innovation-readiness-index-2014/ abgerufen werden, die Ergebnisse aus 2013 unter https://www.freudenberg-it.com/de/it-innovation-readiness-index/ueberblick.

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