Automatisierungsgrad im Einkauf: Von Handarbeit zu Einkauf 4.0

  • Vielschichtige Lieferanten-Kunden-Beziehungen erfordern flexible Lösungen.
  • Automatisierung im Einkauf ist nur schwach ausgeprägt.
  • E-Procurement-Werkzeuge überwinden Restriktionen von ERP-Systemen und EDI-Anbindungen.
  • Whitepaper ab sofort kostenfrei verfügbar.

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Industrie 4.0 setzt den Einkauf 4.0 voraus – werden die Lieferanten-Kunden-Beziehungen zwischen großen und kleinen Partnern insbesondere in der Fertigungsindustrie doch immer vielschichtiger. Allerdings sieht die Realität noch anders aus. Die Integration der Lieferketten beruht auf Einkaufslösungen, die für die flexible Erweiterung und den kostengünstigen Einsatz bei zahlreichen Lieferanten ungeeignet und zudem aufwendig sind – ein wesentlicher Grund für den zurückhaltenden Einsatz von E-Supply-Lösungen in Deutschland. Dabei erfordert es nicht in jedem Fall komplexe E-Procurement- und ERP-Lösungen mit hohem Integrationsaufwand. Flexible, ergänzende IT-Lösungen ermöglichen, elektronische Lieferketten durch Automatisierung und Echtzeitverarbeitung zu optimieren und gleichzeitig auch kleinere Zulieferer zu berücksichtigen, die schnell eingebunden werden müssen.

Mit den Herausforderungen elektronischer Lieferketten in der Fertigungsindustrie setzt sich aktuell das neue Whitepaper »E-Procurement-Optimierung in der Fertigungsindustrie« auseinander. In fachlicher Zusammenarbeit der Netfira GmbH und des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Lünendonk entstanden, beschäftigt es sich umfassend mit Lösungen für heterogene Lieferantenstrukturen und den Einkauf 4.0. Das Whitepaper steht ab sofort kostenlos zum Download [1] zur Verfügung.

Mehr Zeit für wichtige strategische Aufgaben

In der von großen, aber auch vielen kleinen und mittelständischen Betrieben geprägten Fertigungsindustrie ist der Einkauf aufgrund des umfassenden Bezugs von hochwertigen Vorprodukten, Materialien und Waren enorm aufwendig. Lieferantenkontakte wollen gepflegt, neue Quellen identifiziert, Preise verglichen, Verhandlungen geführt und eine hohe Anzahl von Bestellungen abgewickelt werden. Hier ließen sich durch Anwendungen, Tools und Apps des E-Procurements viele Tätigkeiten elektronisch abwickeln und durch Automatisierung vereinfachen. Der Einkauf würde so von zeitraubenden manuellen Arbeiten entlastet, könnte die gewonnene Zeit für wichtige strategische Aufgaben nutzen und so zur Wertschöpfung im Unternehmen beitragen.

Dennoch erfolgt der große Teil der Bestellungen selbst bei größeren Unternehmen noch immer über Telefon, Fax oder E-Mail. Laut einer aktuellen BME-Studie sieht sogar mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen keine Relevanz für den Einsatz von E-Tools im E-Supply-Management. »Frappierend ist aber auch der Befund, dass ein weiteres Drittel – egal ob Konzern oder Mittelständler – zwar die Relevanz solcher Tools bestätigt, sie aber nicht einsetzt«, sagt Mario Zillmann, Leiter Professional Services bei Lünendonk und Autor des Whitepapers. »Dabei ist die Vereinfachung und Automatisierung der Abläufe des Einkaufs in der Fertigungsindustrie notwendig, denn manuelle Abläufe kosten Zeit und Marge.«

So zeigen Untersuchungen gravierende Unterschiede bei den Prozesskosten für jeden Bestellvorgang. Sie betragen bei Unternehmen mit geringer oder keiner Automatisierung im Einkauf pro Bestellung bis zu 200 Euro. Unternehmen, die E-Procurement-Lösungen einsetzen, wenden dagegen nur 100 Euro pro Bestellung auf.

Flexible Lösungen für Unternehmen jeder Größenordnung

Obwohl es an E-Procurement-Lösungen nicht mangelt, ist die elektronische Lieferantenanbindung bis heute eher die Ausnahme als die Regel. »Viele Lösungen sind aufwendig und unübersichtlich, in der Einführung und Wartung zu teuer, decken nur einen Teil der geforderten Funktionalitäten aber oder sind nicht mit den beim Lieferanten etablierten Prozessen und Systemen kompatibel«, kennt Reinald Schneller, Geschäftsführer Netfira, die Gründe für die mangelnde Akzeptanz. »Dabei gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Werkzeuge im E-Procurement mit spezifischen Vorteilen auch für kleine Unternehmen. Mit ihrer Hilfe lassen sich Bestell- und Verkaufsprozesse automatisieren und die Restriktionen großer ERP-Systeme und EDI-Anbindungen überwinden.«

Vom Nutzen profitieren sowohl mittelständische Unternehmen, die diese modularen Lösungen selbst einführen, als auch Konzerne und Großunternehmen. Sie können mit einer einmaligen Investition ihr Supplier- und Distributorennetzwerk in das bestehende Supply-Chain-Managementsystem einbinden.

[1] Das gemeinsam von Netfira und Lünendonk herausgegebene Whitepaper »E-Procurement-Optimierung in der Fertigungsindustrie – Lösungen für heterogene Lieferantenstrukturen und den Einkauf 4.0« ist ab sofort unter https://www.netfira.com/DE/e-procurement-optimierung-in-der-fertigungsindustrie/ kostenfrei erhältlich.