Bürokratie kann ein Jobkiller sein

Mehr als jedes dritte Unternehmen sieht schwerwiegende Hindernisse für Neueinstellungen.

Die bürokratischen Hürden im Personalbereich sind so hoch, dass sie 37 Prozent der Unternehmer wesentlich daran hindern, neue Mitarbeiter einzustellen. Dies belegt eine aktuelle Studie des Software-Herstellers Sage. Im April 2015 hatte hierfür TNS Emnid 400 Geschäftsführer und Entscheider von Unternehmen mit 1 bis 499 Mitarbeitern befragt. Wissenschaftlich begleitet wurde die Untersuchung vom Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn. Die Studie zeigt insgesamt: Der Personalbereich ist besonders stark von der Bürokratie belastet.

»Wenn rund jeder dritte Unternehmer angibt, dass er sich durch Bürokratie und staatliche Regulierung an der Einstellung neuer Mitarbeiter gehindert fühle, dann ist die deutsche Gesetzgebung ein wahrer Jobkiller«, kommentiert Peter Dewald, Geschäftsführer der Sage Software GmbH, das Ergebnis.

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Neben der allgemeinen Bürokratiebelastung, die von fast allen Befragten (92 Prozent) als »hoch« oder »sehr hoch« bewertet wurde, ermittelte die Studie auch die Bürokratiebelastung in einzelnen Rechtsbereichen. Das Ergebnis: Nach Ansicht der Geschäftsführer und Entscheider sind die Bereiche Steuern (88 Prozent), Sozialversicherung/-abgaben (80 Prozent) und Arbeitsschutz/-sicherheit (78 Prozent) am häufigsten mit bürokratischen Belastungen verbunden.

Mindestlohn sorgt für Mehraufwand

Ein großes Thema für die Unternehmen ist zudem das Mindestlohngesetz. Es wird aktuell auf höchster politischer Ebene diskutiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel will die durch den Mindestlohn entstandene Bürokratie abbauen. In der Kritik stehen vor allem die umfangreichen Dokumentationspflichten. Auch zu diesem aktuellen Thema hat Sage die Unternehmer befragt.

Ergebnis: Auf die Einführung des Mindestlohns sahen sich immerhin mehr als die Hälfte der Betriebe (57 Prozent) gut vorbereitet. Ein knappes Drittel (30 Prozent) fühlte sich »schlecht« oder »sehr schlecht« vorbereitet. Die Regelung konnte nur von knapp der Hälfte der Unternehmen (45 Prozent) problemlos umgesetzt werden, lediglich vier von zehn (42 Prozent) sahen sich als ausreichend sowie rechtzeitig informiert. Einen Mehraufwand in der Lohnbuchhaltung bemängeln 41 Prozent der Befragten.

»Es ist alarmierend, dass die Hürden für Unternehmer anscheinend so groß geworden sind, dass viele von ihnen abgeschreckt werden, neues Personal einzustellen. Der Mindestlohn hat diesen Trend noch verschärft. Es besteht meiner Meinung nach dringender Handlungsbedarf«, fasst Peter Dewald die Ergebnisse zusammen.

Sage macht Jagd auf Bürokratiemonster
Die Studie »Bürokratie im deutschen Mittelstand« ist nur eine Maßnahme der aktuellen Initiative von Sage gegen die Bürokratiemonster in Deutschland. Daneben macht Sage mit zahlreichen weiteren Maßnahmen wie einem Online-Bürokratie-Check, Ratgebern, einem Bürokratiemonster-Wettbewerb und einem eigens für die Kampagne entwickelten Online-Spiel auf das Thema aufmerksam.
Alle Informationen zur Kampagne des Software-Herstellers, Möglichkeiten, sich zu beteiligen, und den ca. 30-seitigen Studienband mit allen Ergebnissen gibt es unter www.sage.de/buerokratiemonster.

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