Cyberangriffe erschüttern Kundenvertrauen nachhaltig

65 Prozent der Teilnehmer einer SafeNet-Umfrage würden nicht mehr bei Firmen einkaufen, denen Bankdaten gestohlen wurden [1].

Hackerangriffe haben großen Einfluss auf das künftige Verhalten von Kunden. Fast zwei Drittel aller Befragten einer Studie würden sehr wahrscheinlich oder sicher nicht mehr bei einem Unternehmen einkaufen, das Opfer eines Datendiebstahls wurde. Diese Zahl bezieht sich auf Fälle, in denen Bankdaten – Kreditkarteninformationen, Bankkontonummern oder dazugehörige Login-Daten – kompromittiert wurden.

Dabei schenken deutsche Konsumenten Unternehmen im internationalen Vergleich noch das größte Vertrauen: »Nur« rund 53 Prozent der Deutschen würden eine betroffene Firma meiden. Die Japaner hingegen strafen Firmen am stärksten ab (82 Prozent), gefolgt von den Australiern (72 Prozent), Briten (68 Prozent) und US-Amerikanern (54 Prozent). Auch Fälle, in denen andere persönliche Daten der Kunden erbeutet wurden, halten 57 Prozent der Befragten in allen Ländern von weiteren Einkäufen bei betroffenen Firmen ein.

Konsumenten finden: Firmen nehmen Datenschutz nicht ernst genug

Ein weiteres wichtiges Ergebnis: Nur etwa die Hälfte aller Umfrageteilnehmer findet, dass Unternehmen genug für den Schutz und die Sicherheit von Kundendaten tun. Diese Meinung könnte als Reaktion auf die große Zahl von Datendiebstählen 2014 gewertet werden. Allein im zweiten Quartal waren Firmen wie AOL, Ebay und Spotify mit Hackerangriffen konfrontiert.

»Fälle von Datendiebstahl sind nicht nur eine Sicherheitsbedrohung für die betroffenen Unternehmen, sie erschüttern auch das Vertrauen der Kunden. Hinzu kommt, dass weltweit strengere Gesetze bezüglich der Berichtspflicht von Hackerangriffen anstehen. Dies macht Sicherheitslücken für Verbraucher deutlicher sichtbar«, sagt Thorsten Krüger, Regional Sales Director, SafeNet. »Cyberkriminelle suchen nach einfachen Zielen, oftmals sind dies unverschlüsselte, persönliche Daten. Starke Verschlüsselung und Multi-Faktor-Authentifizierung können diese Informationen schützen.«

 


[1] Im Rahmen der Studie wurden 4559 Erwachsene in fünf Ländern befragt: USA, Großbritannien, Deutschland, Japan und Australien. Die Umfrage wurde vom 27. Juni bis zum 4. Juli 2014 unter erwachsenen Internetnutzern durchgeführt.