Das Internet der Dinge gewinnt bei Unternehmen an Zustimmung

illu verizon internet of things

Ein Bericht mit dem Titel »State of the Market: The Internet of Things (IoT) 2015: Discover How IoT is Transforming Business Results« verdeutlicht, dass die Einführung des Internets der Dinge (IoT) bei Unternehmen an Dynamik gewinnt [1]. Der Report nennt wesentliche Faktoren für die wachsende Zahl von IoT-Deployments und gibt darüber hinaus Entscheidern in Unternehmen und Behörden Anhaltspunkte für die Entwicklung einer IoT-Strategie.

Dem Bericht zufolge gibt es diverse technologische, politische und soziale Faktoren, welche die Akzeptanz des Internets der Dinge beeinflussen. Immer mehr Organisationen sehen sich deshalb veranlasst, IoT-fähige Lösungen einzuführen. So hat zum Beispiel die Nutzung sozialer Medien und mobiler Technologien die Erwartungen von Bürgern und Verbrauchern verändert. Weiter ist ein deutlich breiteres Spektrum an Organisationen aufgrund fallender Preise für Sensoren sowie Konnektivitäts- und Rechnerleistung bereit, das IoT als gangbare Lösung zu betrachten. Die Änderung regulatorischer Anforderungen in einer ganzen Reihe von Industrien hat ebenfalls ihren Teil dazu beigetragen.

»Schaut man sich das gesamte Spektrum an, dann deckt das IoT eine Vielzahl von Lösungen ab, angefangen von tragbaren Endgeräten über Fernüberwachung von Energiemanagementgeräten bis hin zum industriellen Transport, um Sicherheit und Effizienz zu verbessern. Jeden Tag werden neue Anwendungsgebiete erschlossen, allerdings werden Business Cases für IoT und Unternehmensadapation oft übersehen«, so Mark Bartolomeo, Vice President IoT Connected Solutions bei Verizon. »Im vergangenen Jahr konnten wir bei sich bessernder Wirtschaftslage beobachten, wie eine Reihe von Einsteigern IoT als Grundlage zur Optimierung des Kundenerlebnisses, zur Beschleunigung von Wachstum und zur Generierung neuer Geschäftsmodelle nutzte, um gesellschaftliche Innovation voranzubringen.«

Der Bericht hält fest, dass immer häufiger »gebrauchsfertige« IoT-Lösungen entwickelt werden und an die Stelle von hochgradig individuellen Lösungen treten, die in der Vergangenheit typisch für viele IoT-Unternehmensanwendungen waren. Eine breitere IoT-Auffächerung bedeutet jedoch auch verstärkt Herausforderungen an die Sicherheit. Verizon merkt dazu an, dass digitale Zertifikate der wachsenden Sorge leitender Manager und der Öffentlichkeit entgegenwirken können, da diese durch regulatorische Anforderungen rund um das Thema IoT und Sicherheit erfüllt werden.

Wachstumsprognose für Unternehmens-IoT

Eine von Verizon bei ABI Research in Auftrag gegebene Studie sagt massives Wachstum in der Breite voraus, wobei sich die Zahl der B2B-IoT-Verknüpfungen zwischen 2014 und 2020 mehr als vervierfachen wird. Weltweit werden es schätzungsweise 5,4 Milliarden solcher Verknüpfungen sein. Von der Automobilindustrie berichten die Telematikexperten, dass alle 14 großen Hersteller, die 80 Prozent des weltweiten Automobilmarktes unter sich aufteilen, eine Connected-Car-Strategie vorweisen können. Darüber hinaus berichtet ABI Research, dass zahlreiche Organisationen bis 2018 über 13 Millionen Gesundheits- und Fitness-Tracking-Geräte am Arbeitsplatz einführen wollen. Experten von Verizon erwarten, dass im Jahr 2025 Unternehmen auf das Potenzial, das sogenannte »Smart Cities« bieten, bei Investitionsentscheidungen und der Auswahl neuer Standorte aufgrund deren Einflusses bezüglich Betriebskosten und dem Vorhandensein qualifizierter Arbeitnehmer, zurückgreifen.

Wachstum bei M2M-Verknüpfungen stützt aktuelle Trends

Verizon konnte 2014 im Jahresvergleich ein Umsatzwachstum von 45 % in seinem IoT Business-Bereich beobachten, 4G-LTE-Aktivierungen verzeichneten sogar eine 135 % Steigerung. Aktuell managt Verizon für eine Vielzahl von Industrien über 15 Millionen IoT-fähige Verknüpfungen.

Dem Bericht zufolge führten diese Maschine-zu-Maschine-Verknüpfungen 2014 zu Wachstumssteigerungen in den folgenden Bereichen:

 

Produktion 204 Prozent
Finanzen und Versicherungen 128 Prozent
Medien und Unterhaltung 120 Prozent
Home Monitoring 89 Prozent
Einzelhandel, Hotels und Gaststätten 88 Prozent
Transport und Distribution 83 Prozent
Energie- und Versorgungsunternehmen 49 Prozent
Öffentlicher Sektor/Smart Cities 46 Prozent
Gesundheitswesen und Pharmaindustrie 40 Prozent

 

Wachstumshindernisse

Ungeachtet des jüngsten Wachstums bei M2M-Verknüpfungen und des weltweiten Interesses an IoT-fähigen Lösungen sind Experten der Auffassung, dass die allgemeine Akzeptanz dieser Technologie bei Unternehmen gegenwärtig niedrig ist. Schätzungsweise gerade einmal 10 Prozent der Unternehmen haben in größerem Umfang IoT-Technologien eingeführt. Dies lässt vermuten, dass viele Organisationen sich derzeit in einer Testphase befinden oder auf Erfahrungen der Early Adopters warten. Dies trifft beispielsweise auch auf den Bereich Connected Cars zu. Nach Ansicht der Telematikexperten von Verizon sind derzeit über 600 Millionen Autos weltweit nicht vernetzt.

Bartolomeo weist darauf hin, dass die meisten Firmen und Behörden zwar mit den Kerntechnologien des Internets der Dinge wie Sensoren, Cloud Computing und Intelligent Networking vertraut sind, die Ausformulierung einer gangbaren Strategie und die Entwicklung von IoT-Lösungen jedoch überaus komplex sein können. Abschließend stellt Bartolomeo fest, dass es noch viel zu tun gibt mit Blick auf die Entwicklung und allgemeiner Anerkennung von Branchennormen.

»Die Einführung von Maschine-zu-Maschine-Technologien setzt sich in den nachgelagerten Märkten fort, Millionen von Endpunkten sind bereits verknüpft. Dies wird zu einer veränderten Sichtweise auf die Themenbereiche Cybersicherheit und Privatsphäre führen.«, so Bartolomeo. »Wir wollen die entsprechenden Entscheider schon im Vorfeld bei komplexen Fragestellungen unterstützen. Wir ermutigen sie, proaktiv an das Thema heranzugehen und dadurch Nutzen für ihre Organisation zu generieren, während gleichzeitig potenzielle Risiken gesenkt werden.«

 

[1] Von Verizon Enterprise Solutions vorgestellter Bericht mit dem Titel »State of the Market: The Internet of Things (IoT) 2015: Discover How IoT is Transforming Business Results«
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