Der Finanzsektor im Umbruch: Bedarf an IT-Experten bleibt ungebrochen

illu openclipart bank bankgebäudeIT stellt heute vielfach das Rückgrat des modernen Finanzdienstleistungssektors dar. Traditionelle Banken kämpfen noch mit Einzellösungen. Währenddessen ergänzen FinTech-Startups mit E-Commerce, Mobile Payment, Banking und Crowd-Investing zunehmend das Angebot an Finanzdienstleistungen. eFinancialCareers, das führende Karrierenetzwerk für den Finanzdienstleistungssektor, beleuchtet die neue Marktsituation im Finanzsektor und deren Auswirkungen auf den Personalmarkt.

Miteinander statt gegeneinander

Aktuelle Studien legen nahe, dass der Finanzsektor zu den am stärksten von der digitalen Disruption betroffenen Branchen zählt. Die Mehrzahl der Banken kann die, durch eine digitale Vernetzung erforderlichen, Anpassungen von Prozessen, Strukturen und Produkten jedoch nur schwer umsetzen. FinTech-Unternehmen nutzen diese Nischenbereiche für den Markteintritt. Ihre Vorteile: Sie bringen oft eine innovative Denkweise mit, können zuweilen geschickt Regulierungen umgehen und mit der Genration Y, den Jahrgängen zwischen 1980 und 2000, kommunizieren. Dadurch positionieren sie sich als ernstzunehmende Konkurrenz gegenüber großen Finanzdienstleistern. Banken dagegen genießen weiterhin Vertrauen als Finanzverwalter. Es wird erwartet, dass traditionelle Finanzhäuser künftig stärker Kooperationen mit Startups anstreben, als Inkubatoren auftreten oder in die hauseigene Entwicklungsabteilung investieren.

Gelder fließen daher in die Digitalisierung der internen Geschäftsprozesse wie auch in Cross-Channel-Lösungen und IT Security. »Deshalb haben Data Scientists, Datenbankexperten, Entwickler und System Administratoren derzeit besonders gute Chancen auf dem Finanzjobmarkt«, weiß Tanja Apel-Mitchell, Director Continental Europe & Middle East bei eFinancialCareers.de.

Die heißesten Trends und begehrtesten IT-Berufsbilder im Finanzsektor

Eine Großzahl der Finanzhäuser stellt in den Bereichen Unternehmenssteuerung, Risiko und Compliance vermehrt Data Scientists ein. Im Jahr 2015 dürften Data Scientists weiterhin gefragt sein, um Banken bei der Analyse großer Datensätze zu helfen und akkurate Prognosen zu erstellen. Ein weiterer Trend zur Effizienzsteigerung liegt in der Automatisierung. Laut Studien können Finanzdienstleister durch die sukzessive Automatisierung ihre Kosten erheblich reduzieren. Aus diesem Grund hält die Nachfrage nach klassischen IT-Jobs wie Entwickler, Datenbankexperten oder System-Administratoren an. Darüber hinaus sollen sämtliche Prozesse und Produkte über virtuelle Transaktions- und Vertriebskanäle für den Kunden verfügbar gemacht werden. Dazu bedarf es auch eines umfangreichen Managements der digitalen Kanäle. Hierfür werden verstärkt IT-Experten gesucht, die sowohl den Aufbau als auch den reibungslosen Kanalwechsel, das sogenannte Cross-Channel Banking, beherrschen. Auch IT-Sicherheitsexperten sind gefragt. Mittels »ethical hacking«, bei dem in das System des eigenen Hauses gehackt wird, decken sie gezielt Sicherheitslücken auf.

»Wir erleben derzeit einen ungebrochen hohen Bedarf an Fachkräften im Bereich Banking IT. Mit Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung im Finanzsektor, erwarten wir auch in naher Zukunft nicht, dass die Nachfrage sinkt«, betont Apel-Mitchell. »IT-Fachkräfte können sich freuen, sie profitieren von einem nachhaltigen Einstellungstrend.«

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