Die drei größten Probleme mit VPN und wie ihr sie lösen könnt

Ihr wollt euch einen gemütlichen Abend mit eurer Lieblingsserie machen, aber leider läuft sie ausschließlich über das amerikanische Programm von Netflix und Co? Vor einigen Jahren wäre das noch ein Grund zur Trauer gewesen, inzwischen gibt es jedoch findige Programme, mit denen sich die geographische Sperre von Webseiten und Apps kinderleicht umgehen lässt: Sogenannte VPNs und einige von ihnen können Sie hier überprüfen. Doch auch die praktische Umleitung in ein anderes Netz kommt nicht ganz ohne Schwierigkeiten daher. In unserem Artikel haben wir die größten Probleme und ihre Lösungen zusammengefasst.

  • Was ist ein VPN?

Um zu verstehen, wo etwaige Probleme mit einem VPN liegen können, ist es zunächst hilfreich zu verstehen, worum es sich bei dem praktischen Tool überhaupt handelt. VPN steht für Virtual Private Network (virtuelles privates Netzwerk) und bezeichnet ein Kommunikationsnetz, das dazu dient, einer Verbindung zu suggerieren, dass sich der entsprechende VPN-Client von einem anderen Ort einwählt als der, an dem er sich tatsächlich befindet.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Unternehmen können über einen VPN problemlos vertrauliche Daten austauschen – und das selbst, wenn nicht alle Beteiligten sich im selben Netzwerk befinden. Im gleichen Atemzug können jedoch auch Privatpersonen einen VPN nutzen, um ihren eigenen Standort zu verschlüsseln oder auf regional beschränkte Angebote im World Wide Web zuzugreifen – unter anderem auch die regional unterschiedlichen Angebote prominenter Streaming-Portale.

  • Diese Probleme können mit einem VPN auftreten

Grundsätzlich gibt es drei übergeordnete Probleme, die bei der Nutzung eines VPN entstehen können. Im Folgenden werden wir zu jedem einen Lösungsansatz vorschlagen. Kleiner Disclaimer: Nicht jedes Netzwerk funktioniert auf die gleiche Art und Weise, also kann es durchaus passieren, dass ihr mit unseren Tipps nicht immer etwas anfangen könnt. Trotzdem zeigen wir euch wie es klappt mit dem VPN:

Problem #1: Verbindung abgelehnt

Problem #2: Veraltetes System

Problem #3: Namensauflösung

  • Verbindung abgelehnt

Sollte die Verbindung per VPN abgelehnt werden, ist es zunächst ratsam, zu überprüfen, ob euer Gerät (Laptop, Tablet, Smartphone etc.) über eine funktionierende Internetverbindung verfügen. Meist liegt das Problem nämlich nicht beim VPN-Anbieter selbst, sondern ist auf Geräteseite zu finden. Hier hilft nur ein gründlicher Check der Konnektivität.

Allerdings solltet ihr euch nicht damit abfinden, nachzuprüfen, ob im Netzwerk- und Freigabecenter von Windows »Internetzugriff« angezeigt wird. Besonders unterwegs neigen selbst topmoderne Geräte dazu, eine Verbindung anzuzeigen, auch wenn gerade keine besteht. Um auszuschließen, dass nicht der VPN das Problem ist, ruft testweise eine Webseite ohne die digitale Umleitung auf und checkt, ob ihr verbunden seid. Einzige Voraussetzung: Die entsprechende Seite sollte sich nicht schon im Cache des Browsers befinden.

 

  • Veraltetes System

Selbst der beste VPN-Service kann seine Arbeit nicht verrichten, wenn die technischen Grundvoraussetzungen des Geräts nicht stimmen. Nicht nur für den Gebrauch eines VPN, sondern auch generell gilt also: Haltet euer System immer auf dem neuesten Stand und sorgt dafür, dass einer gelungenen Verbindung in ein anderes Netzwerk keine Hindernisse im Weg stehen. In der Praxis bedeutet das: Prüft zunächst, ob euer Rechner regelmäßige Updates erhalten hat.

Besonders ein veraltetes Betriebssystem verträgt sich nicht gut mit vielen modernen VPN-Services. Stellt außerdem sicher, dass der Verbindung keine altbackenen Virenscanner oder Firewalls im Weg stehen. Auch hier gilt: Haltet eure Software auf dem neuesten Stand und der VPN sollte problemlos funktionieren. Letztlich kann auch eine verstellte Systemuhr das Problem darstellen. Diese sollte auf aktuelles Datum und Uhrzeit gedreht sein, um eine dauerhafte Internetverbindung zu gewährleisten.

  • Namensauflösung

Ebenfalls zu Problem führt gelegentlich die sogenannte Namensauflösung. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, das den Namen eigener Rechner beziehungsweise Dienste in eine numerische Adresse übersetzt. Eine Stellschraube, an der sich drehen lässt, ist also der DNS-Server. Um festzustellen, ob das Gerät den richtigen Server ansteuert, macht euch auf die Suche in den IP-Einstellungen des Betriebssystems.

Besonders wichtig ist dieser Check, wenn ihr euch beispielsweise in einem Internet-Cafe einloggen und den VPN nutzen wollt. Hier werden nämlich gern mal fest eingestellte Server verwendet. Um den VPN sicher nutzen zu können, reicht es meist schon, die automatische Suche nach einem DNS-Server zu aktivieren. Wer es genau wissen will, kann alternativ auch in der Adresszeile des Browers die IP-Adresse einer bekannten Seite (z.B Wikipedia: 91.198.174.192) eingeben und so herausfinden, wo das Problem liegt. Wird die Seite angezeigt, liegt das Problem mit großer Wahrscheinlichkeit bei der Namensauflösung beziehungsweise dem DNS-Server.

 

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