Die erfolgreiche Gründung eines IT-Unternehmens in der Schweiz

Die Zahl der Schweizer Unternehmen wächst langsam, aber stetig. Im zuletzt statistisch abgeschlossenen Jahr 2013 stieg die Zahl der registerpflichtigen Unternehmen um ca. 2 %, wobei die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze – gemessen in Vollzeitäquivalenten – jedoch lediglich um 1,1 % wuchs. Unter den 2013 erfassten 12.440 registerpflichtigen Unternehmen (AG, GmbH, Kollektivgesellschaften und Einzelfirmen mit Jahresumsatz über 100.000 CHF) befanden sich 951 Unternehmen der Branchen Informations- und Kommunikationstechnik. Es ist allerdings zu beachten, dass einige Unternehmen auch IT-Produkte und Dienstleistungen anbieten, die statistisch unter die Branchen »Handel/Reparatur«, »freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen« und »sonstige Dienstleistungen« subsumiert werden. Außerdem gibt es zahlreiche IT-Dienstleister, deren Jahreseinkommen unter der Registerpflichtgrenze liegt. Daher lässt sich die aktuelle Konkurrenzsituation in der Schweizer IT-Branche nur ungefähr einschätzen, wobei allerdings die generelle Tendenz beschrieben werden kann, dass der in den Jahren 1995 bis 2010 festzustellende Gründungsboom in der IT-Branche inzwischen deutlich verhaltener ausfällt, aber noch nicht komplett zum Stillstand gekommen ist.

Die Entwicklung der IT-Branche in der Schweiz

Geht man von der Zahl von 951 registerpflichtigen Unternehmen aus, deren unmittelbares Kerngeschäft im Sektor »IT-Kommunikation« liegt, dürften seit 2013 rund 50 Unternehmen hinzugekommen sein. Dabei handelt es sich jedoch nicht sämtlich um Neugründungen, sondern auch um bereits bestehende Unternehmen, die aufgrund gesteigerten Umsatzes registerpflichtig geworden sind. Traditionell besitzen Neugründungen und Start-ups in der Schweiz eine relativ hohe »Überlebensrate«. Diese liegt nach Erhebungen des Schweizerischen Bundesamts für Statistik bei 83,3 % nach einem Jahr und bei 57.4 % nach fünf Jahren. Bei Unternehmen des Dienstleistungssektors ist die »Überlebensquote« mit 79,8 % beziehungsweise 48,6 % allerdings signifikant geringer.

Motive für eine Firmengründung in der Schweiz

Seit langem ist die Schweiz einer der beliebtesten Unternehmensstandorte in Europa, der sogar zahlreiche Investoren aus Übersee, insbesondere aus den USA und Fernost, anzieht. Die meisten aus dem Ausland stammenden Gründer kommen allerdings traditionell aus den Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Italien. Für die Schweiz als Unternehmensdomizil spricht deren langjährige politische und wirtschaftliche Stabilität, die sich in kalkulierbaren Wahlergebnissen, stetigem Wirtschaftswachstum und hoher Währungsstabilität ausdrückt. Die Schweiz bietet zudem interessante steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten, die durch eine geschickte Wahl des Unternehmensstandorts optimiert werden können.

Da in der Schweiz nur eine relativ geringe einheitliche Bundessteuer erhoben wird, kann die Steuerlast durch die Wahl eines »günstigen« Standorts wesentlich minimiert werden, da die auf Kantons- und Gemeindeebene anfallenden Steuersätze sehr vorteilhaft ausfallen können. Nicht zuletzt deshalb werden daher gern Domizilgründungen in den steuergünstigen Kantonen der Innerschweiz, besonders in Zug, Obwalden und Nidwalden, aber auch in Uri, Schwyz, Luzern und Appenzell (inner- und Ausserrhoden) vorgenommen. Zudem sind hier auch andere Kostenfaktoren wie Mieten und Löhne oft deutlich günstiger als in Metropolen wie Zürich, Genf, Bern oder Basel.

Für die Schweiz sprechen auch die vielfältigen gesellschaftsrechtlichen Gestaltungsvarianten. Wer einen eher informellen Beginn in der Gründungsphase vorzieht, entscheidet sich oft für eine Einzelfirma oder eine Kollektivgesellschaft, während die Kapitalgesellschaften AG und -vor allem- GmbH dann favorisiert werden, wenn es auf den Ausschluss der persönlichen Haftung ankommt und das Gründungskapital aufgebracht werden kann.

Die Gestaltung des Firmensitzes

Für ein in der Schweiz neu gegründetes Unternehmen ist es unverzichtbar, sich durch eine gediegene, hochwertige Büroausstattung auszuzeichnen und sich positiv von den Konkurrenten abzusetzen. Dabei spielt sowohl die ergonomischen Gestaltung des Arbeitsumfelds als auch die gut durchdachte Raumausnutzung angesichts der oft hohen Mieten eine wichtige Rolle. Geschickt platzierte Raumteiler lohnen sich daher ebenso wie ein repräsentativer Besucherbereich.

foto kaiser und kraft raumteiler

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