Die Erfolgsgeschichte des Online-Shoppings geht weiter

■       Mit 98 Prozent shoppt fast jeder Internetnutzer online.

■       Anteil der Online-Shopper ab 65 Jahren steigt von 88 auf 97 Prozent.

■       Trend geht zum kanalübergreifenden Einkaufen.

■       28 Prozent aller Online-Shopper haben schon Lebensmittel im Netz bestellt.

Wer im Internet einkauft, tut dies immer häufiger. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.135 Internetnutzern ab 14 Jahren ergeben. Demnach kaufen drei von vier Online-Shoppern (77 Prozent) mindestens mehrmals pro Monat im Netz ein. Vor einem Jahr lag dieser Wert bei 65 Prozent. Zudem ist der Anteil der Online-Shopper im vergangenen Jahr noch einmal gestiegen – von 94 Prozent auf 98 Prozent. Das entspricht rund 54 Millionen Menschen. Deutlich zugelegt hat dabei der Anteil der älteren Online-Shopper: 97 Prozent der Internetnutzer ab 65 Jahren kaufen auch online ein, vergangenes Jahr waren es noch 88 Prozent. »Online-Shopping ist heute genauso normal wie der Gang ins Geschäft«, sagt Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. »Die zunehmende Häufigkeit beim Online-Shopping zeigt, dass die Nutzer mit dem Einkaufserlebnis zufrieden sind.«

Der Online-Handel überzeugt laut Umfrage vor allem mit Komfort, guten Preisen und einem breiten Angebot: 71 Prozent der Befragten erklären, dass die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten wichtig ist, wenn sie sich für den Online-Shop und gegen den stationären Handel entscheiden. Günstigere Preise sind für 59 Prozent der Befragten ausschlaggebend. 56 Prozent bevorzugen den Online-Kauf wegen des größeren Angebots und 37 Prozent entscheiden sich für das Internet, weil sie die Ware nach Hause geliefert bekommen wollen. Der stationäre Handel punktet vor allem damit, dass Kunden dort Produkte sofort anfassen und testen können. Dieser Faktor ist für 75 Prozent der Befragten wichtig. Dass sie das Produkt gleich mitnehmen können, spielt für 74 Prozent eine zentrale Rolle. 45 Prozent geben an, dass sie durch den Kauf im Laden die Versandkosten, die beim Online-Kauf eventuell anfallen, sparen wollen. Und 42 Prozent schätzen am Geschäft besonders die persönliche Beratung.

In der Praxis verwischen die Grenzen zwischen den Einkaufskanälen indes immer stärker. Viele Online-Shopper informieren sich im Geschäft, kaufen dann aber im Internet: 50 Prozent der Befragten tun das regelmäßig oder manchmal. Umgekehrt informieren sich auch viele zuerst im Internet, kaufen dann aber im Geschäft: 61 Prozent tun das regelmäßig oder manchmal. Weitere 39 Prozent vergleichen zumindest gelegentlich im Geschäft per Smartphone die Preise für ein Produkt oder eine Dienstleistung. Und jeder Zweite (52 Prozent) hat schon mal im Gespräch mit einem Verkaufsberater auf ein günstigeres Angebot im Internet verwiesen. »Bei den Kunden hat längst ein Denken und Konsumieren über die Einkaufskanäle hinweg eingesetzt. Der sogenannte Cross-Channel-Commerce ist in vollem Gange«, sagt Achim Berg. »Die Chance des Handels besteht darin, diesen neuen Ansprüchen der Verbraucher mit innovativen Lösungen gerecht zu werden. Ziel muss es sein, den Kunden möglichst überall abzuholen.«

Neue Cross-Channel-Angebote wie »Click & Collect« sowie »Same Day Delivery« stoßen bei den Befragten bereits jetzt auf großes Interesse: 46 Prozent sagen, dass sie sich vorstellen können, »Click & Collect« zu nutzen. Dabei wählt der Kunde online die gewünschte Ware aus und holt diese dann im Geschäft ab. Weitere 58 Prozent haben Interesse an »Same Day Delivery«. Hierbei bestellt der Kunde online und bekommt die Ware von einem lokalen Händler noch am selben Tag geliefert. Darüber hinaus wünschen sich 58 Prozent der befragten Internetnutzer digitale Serviceangebote im stationären Handel. Dazu zählen zum Beispiel Smartphone-Apps, die den Kunden durch das Geschäft lotsen und Informationen zu Produkten oder Sonderangeboten anzeigen.

Die Studie zeigt darüber hinaus großes Potenzial für den Online-Lebensmitteleinkauf. »Der Verkauf von Lebensmitteln ist eine der letzten großen Bastionen des stationären Handels«, so Berg. Immerhin 28 Prozent aller Online-Shopper haben bereits Lebensmittel oder Getränke im Internet gekauft, 2012 waren es erst 10 Prozent. Bei den 30- bis 49-Jährigen beträgt der Anteil sogar schon 33 Prozent. 87 Prozent der Online-Shopper von Lebensmitteln haben haltbare Lebensmittel gekauft, aber immerhin 31 Prozent frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse. 18 Prozent derjenigen, die schon einmal Lebensmittel online gekauft haben, tun das regelmäßig, 39 Prozent manchmal. 36 Prozent sagen, dass sie mit dem Einkauf von Lebensmitteln im Internet »sehr zufrieden« sind, 55 Prozent »eher zufrieden«.

Wer noch keine Lebensmittel online gekauft hat, gibt dafür unterschiedliche Gründe an: 60 Prozent sagen, dass sie nicht auf eine Lieferung warten wollen. 59 Prozent haben Zweifel an der Frische der Lebensmittel. Die Versandkosten sind für zirka 32 Prozent ein Hinderungsgrund, lediglich 7 Prozent haben Datenschutzbedenken. »Der Online-Lebensmitteleinkauf steht in Deutschland noch am Anfang. Ein Grund dafür ist sicherlich das sehr dichte Ladennetz hierzulande – dadurch sind Einkäufe fast jederzeit möglich«, sagt Berg. »Die große Zufriedenheit der Nutzer spricht aber dafür, dass sich der Online-Lebensmittelhandel in den nächsten Jahren gut entwickeln wird.«

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.135 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt, darunter 1.111 Online-Shopper. Die Umfrage ist repräsentativ.

 

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Schätzungsweise 550.000 Online-Shops buhlen mittlerweile in Deutschland um die Gunst der Kunden. Prognosen deuten darauf hin, dass der deutsche E-Commerce-Markt auch in 2015 zweistellig wachsen wird; Analysten rechnen mit einem Gesamtumsatz von 43,6 Milliarden Euro. Das sind Ergebnisse aus der zum zweiten Mal veröffentlichten Untersuchung »Online-Shop-Studie 2015: Was macht Shops erfolgreich?« von Statista.

Doch was macht einen Online-Shop erfolgreich, welche Faktoren führen zu Kauf oder Nichtkauf? Um diese Fragen zu beantworten hat Statista die Erfolgsfaktoren und wichtigsten Hebel zur Erhöhung der Kaufwahrscheinlichkeit identifiziert und den Einfluss je Treiber quantifiziert. Insgesamt werden für Shops in 11 Produktsegmenten 115 Prüfkriterien in den Bereichen Aufbau & Usability, Vertrauen & Sicherheit, Service & Kommunikation, Payment, Kauf & Lieferung sowie technische Details unter die Lupe genommen.

Zu den Ergebnissen gehört auch, dass nicht immer eine Korrelation zwischen Traffic und Kaufwahrscheinlichkeit besteht. So hat beispielsweise Verkaufsriese Amazon einen weit überdurchschnittlichen Traffic zu verzeichnen, liegt jedoch bei der tatsächlichen Kaufwahrscheinlichkeit zwei Prozentpunkte unter Quelle, die viel weniger Besucher auf ihrer Webseite vorzuweisen haben.

Ausführliche Informationen zur »Online-Shop-Studie 2015« finden Sie hier. https://de.statista.com/presse/p/was_macht_online_shops_erfolgreich_statista_enth_llt_die_top_treiber/